Hast wohl 'n' Vogel! Foto © Promo
//

Analoge Rebellion gegen Restriktion! | Love von Ren Hang

Das C/O Berlin widmet sich mit seiner kommenden Ausstellung einem der bedeutendsten Fotografen Chinas: Ren Hang. Seine Bilder zeigen die Einsamkeit und Rebellion der jungen Generation gegen das restriktive und kommunistische Regime.

Ren’s Analoge Rebellion

Viel nackte Haut. Provokante Posen. Surreale Szenarien. Sonderbare Requisiten. Das alles findet man auf den analogen Werken des zeitgenössischen Fotografen. Er zeichnet das Bild einer jungen Generation, die sich frei kämpfen will. Und zwar von den Konventionen ihres Regimes. Denn staatliche Zensur und Kontrolle verbietet Nacktheit und sexuelle Freiheit. Also all das, was man auf den knapp 150 Werken Hangs findet. So schmücken sich die Wänden des C/O mit einer sorgfältig arrangierten und analogen Rebellion.

Immer schön anonym bleiben. Foto: © Noah Silliman auf Unsplash.

Menschliches ist nicht gern gesehen

Dabei trägt kein einziges Werk einen Titel, ein Datum oder geschweige denn, den Namen des Ortes, an dem es entstand. Die Menschen auf den Werken bleiben anonym. Denn das Auge des Staates blickt stets um jede Ecke. Deshalb ist Wachsamkeit gefordert. Und die Anonymität wird zum Schutzraum, indem man Menschliches zeigen darf: den Körper,  Sexualität, Schönheit und Verletzlichkeit. Alles Dinge, die Kontrollfreaks in Panik versetzten.  

Vielfältiges Bildbouquet

Ren Hang war ein bedeutender Lyriker und Fotograf und wurde nur 29 Jahre jung. Im Jahr 2017 entschied er sich für den Freitod. Er hinterlässt eine eigenwillige und rebellische Bildsprache. Die einerseits originell daher kommt. Und andererseits immer wieder an bekannte Motive und Traditionen anknüpft. Ein vielfältiges Bildbouquet mit Anlehnungen an Surrealismus, Dadaismus, historische und zeitgenössische Fotografie.

Love, Ren Hang. | C/O Berlin
Eröffnung 06. Dezember 2019| 19 Uhr
07. Dezember 2019 bis 29. Februar 2020 | di bis sa 11 -19, fr 19 – 00
Hardenbergstr. 22 – 24
10623 Berlin

Hier geht’s zur Veranstaltung.
Foto: © Promo

ist Berlinerin (ja, Köpenick gehört auch noch zu Berlin). Sie wollte mal Artistin werden. Das Einrad verstaubt im Keller. Nun schreibt Sie.
Immer am Suchen, Lernen und Hinterfragen, aber bitte mit Humor. Zitat: „Den erhobenen Zeigefinger lass zu Hause. Lass mal cool sein jetzt.“

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Mode, Beauty, Bio
Previous Story

Die schönsten Modetrends für 2020

Next Story

Lesbisch, verfolgt und vergessen. | Lesbische Frauen im Nationalsozialismus

Latest from Gesellschaft