Mama, ich liebe dich – A Space Under Construction

in Kultur/Stadtleben

Was ist eigentlich Liebe? Vom 15. bis 19. September nimmt Eirikur Mortagne die Berliner Liebenden mit „Mama, ich liebe dich“ im Space Under Construction genauer unter die Lupe.


Liebe, Liebe, Liebe – überall nur Liebe. Sie beflügelt oder zerfetzt, kann Hoffnung oder Obsession sein, Gefühl oder Ware. Bis hier hin ist alles klar. Mehr wissen wir leider auch nicht wirklich. Eirikur Mortagne scheint es ähnlich zu gehen. Mit seiner analogen Kleinbildkamera bewaffnet hat sich der Fotograf in Berlin auf die Suche nach Liebe begeben – nicht für sich selber, sondern um sich dem wenig greifbaren Konstrukt anzunähern. Zwei Jahre hat er so alle erdenklichen Liebesformen in allen erdenklichen Ausprägungen festgehalten. Herausgekommen ist seine erste Einzelschau. Ganze 30 Bilder werden unter dem Titel "Mama, ich liebe dich" vom 15. bis 19. September im Rahmen der Pop-Up-Reihe Art Under Construction im hauseigenen Kunstraum des Ritter Butzke ausgestellt.

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Ironie statt Sozialromantik

Weil die Liebe mitunter Ironie pur ist, kommt auch Mortagnes Fotoreihe nicht ohne aus. "Mama, ich liebe dich" soll kein romantischer Bild-Zyklus sein, eher eine provozierende Auseinandersetzung und Reise quer durch alle Szenen Berlins – vom Borchardt-Schnösel bis hin zu Bahnhofsmission-Schützlingen und Prostituierten. Knapp 3000 Bilder hat Mortagne für sein Langzeitprojekt geschossen. Das Besondere: Obwohl die Auswahl drastisch heruntergebrochen wurde, stehen alle Fotos im Bezug zueinander. Zu sehen sind Dokumentationen und Inszenierungen im Groß- und Kleinformat, auf denen allerlei bekannte Gesichter zu finden sind, darunter die King Size Bar-Legende Frank Künster, Isolation Berlin oder Schauspieler und Modeikone Paul Boche. Eirikur Mortagne selber ist am Vernissageabend anwesend, um das Projekt näher vorzustellen..

Mama, ich liebe dich
15.09. – 19.9., A Space Under Construction
Vernissage: 15.9., 18:30 Uhr

schreibt über Musik und steht auf verzerrte Gitarreneffekte. Interessen: Pop-Kultur, Feminismus, Musiktheater, Graphic Novels.

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