Street Art, Kunst, Festival, Murals, Urban Art, Graffiti
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Der Untergrund lässt grüßen: Urban Art Week 2018

in Festival/Stadtleben/Street Art

Hometown Berlin, das Murel Fest, TheHouse: Dass Streetartprojekte und Subkulturelles massig Touristen anziehen ist kein Geheimnis mehr. Mit der dieses Jahr zum ersten Mal stattfindenden Urban Art Week soll jetzt aber alles noch viel größer werden: VR Performances, Live Painting, Dachbemalungen und offene Ateliers. 

Das Festival ist das Brainchild des  «Kreis der Urbanen Kunst», der in das einwöchige Festival alle Formen der Urban Art einbinden will, also Graffiti, Street Art und Muralism. Eigentlich seltsam, dass die Idee erst 2018 umgesetzt wird, schließlich ist ja Berlin schon seit den 70ern Sammelbecken für die unterschiedlichsten Urban-Art-Strömungen. Aber trotz Berliner Mauer als einem der größten Graffitos der Welt wurde immer noch viel gegen die «Schmierereien» gestänkert und bis es auch an der letzten Adresse ankam, dass auch schmieren gekonnt sein will, vergingen doch ein paar Jahre. Mit der Urban Art Week soll jetzt das erste übergreifende Festival aus der Taufe gehoben werden und alle Kollektive, Galerien und KünstlerInnen der Stadt miteinander vernetzt werden. Vor allem auch neue und alte Kreise der Urban Art sollen vermischt werden: Führungen zu den berühmtesten Wandgemälden der Stadt, aber auch Projekte von Newcomern, die sich in das Stadtbild einbringen wollen. Idee ist also Streetart mehr in den Fokus zu rücken, ein vielseitiges Programm zu und Künstlern eine Plattform zu bieten. Klingt gar nicht so schlecht, auch da das Festival kostenlos ist, in einer Zeit, in der Subkulturen mehr und mehr kommerzialisiert werden. Wo ihr in den nächsten Tagen mal vorbeischauen könnt, findet ihr unten.

 

Dienstag, 11.09

Am Dienstag heißt es ab in die Galerie Köppe Contemporary (16.00 bis 19.00), denn dort werden die Roaring Twenties wieder auferstehen (ganz ohne die Swing-Version von «Sexy Back»): Jim Avignon widmet sich in seiner Ausstellung den Zwanzigern und ihren Künstlern. Was haben Otto Dix, Max Beckmann und George Grosz mit der Street Art von heute zu tun? Wären sie heute Sprayer? Wie steht die damalige Subkultur zur heutigen? Und kommt uns das mit der Gentrifizierung und dem Rechtsruck nicht irgendwie bekannt vor? Der zweite Tipp ist – noch eine Ausstellung! Bevor sich jemand beschwert, bei der Vernissage ab 17.00 im Factory Berlin gibt es Musik und Freigetränke. Also Ruhe. Zur Ausstellung: Der Schweizer Künstler Robi The Dog ist zwar tot, aber nicht vergessen. Seine bunten, saurealen Paste-Ups zierten mal Straßenecken, Umschaltkasten und Hauseingänge, jetzt sind seine letzten Werke in einzigartiger Zusammenstellung in Berlin zu bewundern.

Mittwoch, 12.09

Die letzte Runde: Rap und Urban Art kann man nicht trennen, so eng sind die beiden Kunstformen miteinander verwandt. Im Rap-Workshop der StreetUniverCity (17.00 bis 18.30) könnte ihr selbst die Grundlagen der Rapkunst lernen und vielleicht sogar die erste Punchline servieren. Um die ganze Woche abzurunden gehts zum Schluss noch in die Finissage  in den neuen Räumen SUBurbana (18.00), gezeigt werden die letzten 10 Jahre der StreetUniverCity, bei denen man die Urban Art Week gemütlich ausklingen lassen kann.

 

Urban Art Week

5.  bis 12. September 

urbanartweek.de

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