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Flugzeug, Berlin

Die Verschnaufpause ist vorbei. Während im Sommer in den meisten Ländern Europas rückläufige Corona-Zahlengemeldet wurden, schrillen jetzt vielerorts die Alarmglocken. Zwar wurden Teststrategien und Meldesysteme mittlerweile soweit verfeinert, dass immer besser zwischen verschiedenen Regionen differenziert werden kann. Trotzdem ist für viele Menschen an einen Urlaub im Herbst nicht zu denken.

Zurückhaltung ist bei diesem Thema sicherlich angebracht. Denn zum einen möchte niemand durch seine Reise eine Infektion einschleppen – sei es in das Urlaubsland oder nach Hause. Und zum anderen besteht vor jeder Reise große Unsicherheit, ob nicht auf einmal das Zielland zum Risikogebiet erklärt wird und bei der Heimkehr eine zweiwöchige Quarantäne notwendig ist. Trotzdem kann es auch in dieser Zeit gute Gründe geben, zu verreisen. Schließlich war es nicht jedem vergönnt, nach Monaten des Zuhausebleibens im Sommer einen Urlaub zu machen. Gerade Familien leiden oft noch immer unter der Anspannung, die durch die erzwungene Zeit auf engstem Raum entstanden ist. Und noch ist unklar, wie sich die Lage in den nächsten Monaten entwickeln wird. Möglicherweise werden sich die Reisebeschränkungen nur noch weiter verstärken und bis weit ins nächste Jahr anhalten. Wer dringend einen Tapetenwechsel benötigt, für den gibt es tatsächlich einige Reiseziele, die als relativ sicher gelten.

 

Voraussetzungen für einen Urlaub

Wer jetzt in den Urlaub fahren möchte, sollte sich vorher über die aktuelle Lage sowohl in der Heimat als auch im Zielland informieren. Denn die Begebenheiten können sich von Tag zu Tag ändern. So wurden beispielsweise Anfang Oktober drei Berliner Bezirke als Corona-Risikogebiete deklariert. Das hat zur Folge, dass die Einwohner vielerorts gar nicht mehr oder nur noch mit einem negativen Coronatest im Hotel übernachten dürfen. Auch wer in einem Bezirk lebt, in dem weniger Coronafälle gemeldet wurden, sollte vorsichtig sein. Bei Anzeichen einer Erkältung ist in jedem Fall eine Abklärung durch einen Test sinnvoll, bevor Reisen irgendeiner Art angetreten werden. Auch während der Reise sollten die Nachrichten regelmäßig verfolgt werden, damit keine neuen Behördenanordnungen versäumt werden.

Mit der Fähre nach Schweden

Die Corona-Strategie der Schweden scheint Wirkung zu zeigen. Während das Land im Frühjahr noch vergleichsweise hohe Fallzahlen pro Einwohner aufwies, ist die Lage jetzt deutlich entspannter als in vielen anderen europäischen Ländern. Das könnte unter anderem daran liegen, dass die Bevölkerung eine gute Immunität aufgebaut hat. Die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes für Schweden wurde daher vorerst vollständig aufgehoben. Im Gegensatz zu den Nachbarländern Norwegen  und Finnland verzichtet Schweden bislang auch auf Einreisebeschränkungen für Urlauber aus dem EU-Raum. Wer einen kleinen Roadtrip machen möchte, kann mit dem Auto nach Rostock und von dort aus mit der Fähre in etwas mehr als 6 Stunden nach Trelleborg fahren. Besonders entspannt ist die Corona-Lage in ländlichen Regionen. Wer ein bisschen unberührte Natur genießen möchte, findet hier die ideale Gelegenheit.

Per Direktflug nach Malta

Wer einen Kultururlaub bevorzugt, könnte sich derzeit kein besseres Ziel als Malta aussuchen. Der Inselstaat südlich von Sizilien ist nicht nur in Sachen Corona bislang vergleichsweise gut weggekommen. Er kann auch bequem von Berlin Tegel aus mit einem Direktflug erreicht werden. In der winzigen Hauptstadt Valletta wohnen zwar weniger als 6.000 Menschen. Auf kleinstem Raum finden sich hier aber so viele wertvolle Kulturstätten, dass die Stadt schon seit 1980 Teil des UNESCO-Welterbes ist. Früher war Valletta ein wichtiger militärischer Stützpunkt, der eine strategische Bedeutung für den ganzen Mittelmeerraum hatte. Heute stützt sich die Stadt wirtschaftlich unter anderem auf den Tourismus und auf ein blühendes Bankenwesen. Eine besondere Bedeutung hat sie aber auch im europäischen Glücksspielwesen erlangt. Denn als eines von wenigen Ländern erteilt Malta Lizenzen an Online-Anbieter von Casinospielen. Der Inselstaat ist daher Sitz vieler Online Casinos und gilt mittlerweile als die europäische Hochburg des Online-Glücksspiels. Malta hat also den Spagat zwischen Tradition und Moderne gemeistert, und das ist auch für Touristen spürbar. Wer ein kleines aber vielseitiges Urlaubsland kennenlernen möchte, ist hier also genau richtig.

Urlaub im Inland

Wer nicht so weit reisen möchte, findet auch in Deutschland viele schöne Urlaubsziele. Das hat unter anderem auch den Vorteil, dass es möglich ist, mit dem Auto zu verreisen und so überfüllte öffentliche Verkehrsmittel zu vermeiden. Wer einen negativen Coronatest mit einem Alter von weniger als 48 Stunden vorweisen kann, muss sich auch dann keine Sorgen wegen etwaiger Beherbergungsverbote machen, wenn er aus einem Risikogebiet kommt. Warum also nicht einmal Brandenburg neu entdecken? Selbst wer ansonsten viel im Berliner Umland unterwegs ist, kennt mit Sicherheit noch nicht jeden einzelnen der 3.000 Seen des Bundeslandes. Schwierig wird es hingegen für alle, die mit einem Urlaub an der Ostsee liebäugeln. Denn dort gelten besonders strenge Regeln für alle, die aus einem Risikogebiet wie Berlin einreisen. Sie müssen eine vierzehntägige Quarantäne einhalten, die sich nur durch zwei negative Coronatests im Abstand von mindestens fünf Tagen verkürzen lässt. Das dürfte wohl den Meisten die Lust auf den Urlaub vermiesen. Wer ans Meer möchte, sollte sich daher vielleicht eher mit der Nordsee anfreunden.