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Am 25. bis 26. Januar wird euch auf der Veggienale & FairGoods gezeigt, wie ihr Eurer Leben ganz simpel auf nachhaltig und pflanzlich umprogrammieren könnt. Keine Angst –  alles Step by Step und – entgegen man einer Befürchtung – viel einfacher als vermutet wird. 

Niemand will irgendwem die Wurst wegnehmen. Zumindest nicht von heute auf morgen. Zwinkersmiley. Vielmehr soll es zunächst um Bewusstheit und Inspirationen gehen. Um zu verstehen, dass es mehr um Gewinn als um Verlust geht. Niemand ist dauerhaft glücklich in einem unglücklichen System. Und niemand bleibt gesund in einem krankhaften System. Also lasst doch über Alternativen nachdenken. Das kann beispielsweise bedeuten, dass wir nur kaufen, was wir verbrauchen. Anstatt jährlich 1/3 aller Lebensmittel einfach wegzuschmeissen. Während auf anderen Teilen der Erde Menschen verhungern. Denn das ist absurd und kann nicht wegdiskutiert werden. Und vielleicht muss man auch nicht jede Woche einen Fisch verspeisen. Falls es dann doch einer sein muss – gönnt man sich einen richtig geilen Bio-Fisch, der auf keiner roten Liste steht. Denn es gelten 90% unserer Fischbestände als überfischt. Und damit wir uns nicht vollends selbst ausrotten, sollten wir vielleicht doch lieber auf’s Fahrrad steigen. Oder man kauft einfach regionales Obst und Gemüse. Statt Avocados aus Australien. Saisonales Obst schmeckt eh viel geiler. Und es ist ein Anfang.

Bring mir das ans Bett. Okay? Danke. Foto: Joseph Gonzales auf Unsplash.

Step by Step

Der Mensch hängt sehr an seinen Gewohnheiten. Deshalb muss an dieser Stelle gesagt sein: für ein bewussteres Leben muss man nicht von heute auf morgen sein komplettes Leben umstrukturieren. Es kann ganz simpel sein. Wie einfach, könnt ihr euch an zwei Tagen auf der Veggienale & FairGoods mal genauer anschauen. Da erfahrt ihr beispielsweise, warum auch die  Stiele und Strünke sämtlicher Gemüsesorten ein schmackhafter Bestandteil im Essen sein können. Wer kein Bock hat, täglich Müll rauszubringen oder ständig krank zu sein, sollte nicht verpassen, wie Haushalt und Körper Müll freier gemacht werden können. Ferner gibt es Einblicke in die Ernährungspläne von Profisportlern. Spätestens seit dem Film „Game Changers“ ist klar, dass pflanzenbasierte Nahrung quasi alles ermöglicht, was man sich von einem gesunden Körper so wünscht.

Pflanzenbasierte Nahrung: Berlin ganz vorne mit dabei

Ein gutes Beispiel nachhaltiger und effizienter Ernährung kommt aus Berlin. Nicolas Hartmann, ehemaliger Spitzensportler und ausgebildeter Ernährungswissenschaftler, ist zusammen mit Moritz Braunwarth, Koch und Lebensmittelwissenschaftler, sowie Niklas Katter, zuständig für den Verkauf – einer der Gründer von VlyFoods. Das Berliner Start-up hat sich auf die Produktion von Kuhmilchersatzprodukten spezialisiert. Genauer, sie gewinnen ihre Vly-Milch aus Erbsenproteinen. 

Auf die Erbse gekommen: Vly aus Berlin setzt auf die kleine grüne Frucht. – Foto: Promo

Verrückt mag man meinen, aber die Vorteile liegen auf der Hand. Vly hat viel mehr Porteine als die tierische Version. Dazu bietet die ‚Erbsenmilch‘ mehr Nährstoffe, ist frei von Gluten, Soja, Nüssen, von Laktose sowieso und anderen Allergenen. Hinzu kommt, dass bei der Produktion – die Entwicklung ist in Berlin, die Produktion in Deutschland – deutlich weniger CO2 als bei Kuhmlich und den anderen gängigen Alternativen ensteht. Und anders als auf dem Foto, ist die Milchalternative auch nicht erbsengrün. Schaut mal bei den Jungs auf der Veggienale vorbei. Probieren gibts gratis.

Hobbygarten Reloaded

Für die Hobbygärtner*innen – eine scheinbar wieder modern werdende Spezies – gibt es Workshops. Beispielsweise zum Thema „Home gardening““. Also, wie macht ihr euer Fensterbrett zu Snackbar? Warum Algen mehr als nur Sushi sind und wozu man diese in der Pharmazie und der Biotechnologie gebrauchen kann? Und wer der Meinung ist, dass man in der Landwirtschaft durchaus ohne Tiere, Mist und Gülle auskommen kann, lauscht den Ausführungen von PlanetAge.

Sei lieb zur Erde. Foto: © Jon Tyson auf Unspalsh

Politik auf dem Teller?

Apropos Tiere: auch interessant ist der Beitrag, in dem ehemalige Metzger, die heute vegan leben über die Zustände der Fleischindustrie berichten. Und wer unter euch zwar ohne Wurst kann, aber glaubt, dass ohne Käse gar nichts geht, sollte den Cashew-Camembert Workshop nicht verpassen. Hier gibt’s Käseersatz der geil ist – versprochen. Und für alle Zweifler, die sich immer noch nicht so ganz sicher sind, ob eine neue Ernährungsweise tatsächlich das Potenzial hat, die Welt zu verändern, sei der Vortrag von ProVeg empfohlen. Die erklären, wie pflanzliche Ernährung zum Multiproblemlöser werden kann. Das ist eine steile These. So stellt sich schließlich noch immer die Frage, wie Ernährung ein krankhaftes System gesünder machen will. Gesundes Essen gegen ein ausbeuterisches System – kann das funktionieren? Vielleicht kann ja Essen doch politisch sein. Schön wär’s in jedem Fall! Wir sind gespannt und hungrig!

 

Veggienale & FairGoods |  Loew Saal
25. bis 26. Januar | ab 18 Uhr
Wiebestraße 42
10553 Berlin

Hier geht’s zur Veranstaltung.
Und hier zum Programm.
Foto: Sei keine Wurst. Foto: © Vince Lee auf Unsplash

ist Berlinerin (ja, Köpenick gehört auch noch zu Berlin). Sie wollte mal Artistin werden. Das Einrad verstaubt im Keller. Nun schreibt Sie. Immer am Suchen, Lernen und Hinterfragen, aber bitte mit Humor. Zitat: „Den erhobenen Zeigefinger lass zu Hause. Lass mal cool sein jetzt.“

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