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Berlin, Grün, Urban

Man könnte meinen, dass die Berliner nicht wirklich viele Möglichkeiten haben, Freizeitsport an der frischen Luft zu betreiben. Statt alter großgewachsener Bäume, an denen man verträumt entlangjoggen kann, reihen sich dicht an dicht Ampeln und Verkehrszeichen. Willkommen im Berliner Schilderwald. Und Yoga wird standesgemäß auch nicht in grünen Parkanlagen gemacht, sondern auf der guten alten Betonwiese. All das ist Berlin – nicht!

Wenn Du die Stadt gerade erst für Dich entdeckst, ist dieser Artikel Dein Ticket auf die idyllische Seite der Hauptstadt. Lass Dich für Deinen Freizeitsport von unserem Location-Guide inspirieren.

Sport an der frischen Luft

Das Schöne an den Sportarten, die wir unter freiem Himmel ausüben, ist doch, dass sie uns ein Gefühl von Freiheit schenken. Einmal so richtig auspowern und laufen, bis man nur noch schnauft. Oder vielleicht bist Du auch eher der Typ für Aerobic. Auch diesen Sport kannst Du hervorragend an der frischen Luft ausüben. Das dafür leicht zu transportierende Equipment wie Gymnastikbänder oder Bälle kann man toll nutzen für Outdoor Workouts. Also: Pack dein Equipment ein und ab geht’s nach draußen!

 

Grüner, als du denkst

Berlin ist groß und manchmal bekommt man den Eindruck, hier hätte die Stadtplanung die Gelegenheit beim Schopf gepackt, so viel Beton zu verheizen, wie nur irgend möglich. Tatsächlich gibt es in dieser Stadt, die wir so lieben, aber viele Gelegenheiten, um beim Sport abzuschalten und sich auf Tuchfühlung mit der Natur zu begeben. Diese Orte findest Du zum einen in den gepflegten Parkanlagen und zum anderen in den zahlreichen Naturschutzgebieten.

Parks und Grünanlagen

Ja, hier müssen wir gestehen, handelt es sich nicht gerade um unberührte Auen, die sich malerisch an einen im Sonnenlicht rauschenden Schmelzbach kuscheln. Wir befinden uns nun mal in einer Großstadt. Wer es jedoch zentral mag, bekommt von den hiesigen Parks und Grünanlagen eine – wenn man so will – domestizierte Version der Natur geboten. Das tut der Friedfertigkeit dieser Orte jedoch keinen Abbruch. An diesen Locations lässt sich hervorragend etwas für die eigene Fitness tun.

Volkspark Prenzlauer Berg

Eine lockere Joggingrunde im Volkspark macht Dich gewissermaßen zu einer Art Gipfelstürmer. Das fast 30 Hektar große Areal erstreckt sich über zwei Zwillingserhebungen, die an der höchsten Stelle an die 90 Meter über dem Meeresspiegel liegen. Das ist nicht gerade der Mount Everest aber eine willkommene Abwechslung zur Stahlbeton-Wüste. Es handelt sich dabei um begrünte Trümmerberge. Die bei Pankow gelegene Doppelerhebung gehört zu den Höchsten in der Hauptstadt. Theoretisch lädt der Volkspark zu jeder nur erdenklichen Sportart. Vom legeren Abendspaziergang bis zur strammen Yoga-Session ist alles möglich. Für die Fans von Schnee und kalten Füßen, bietet sich zudem im Winter ein Abstecher zu den flacheren Hängen an. Hier kann gerodelt werden.

Seelgrabenpark

Willkommen in Marzahn. Hier kannst Du auf rund 20 Hektar nach Belieben Deinen Körper an seine Grenzen treiben. Auch hier ist das Konzept offen gehalten, um die Anlage für die Freizeitnutzung anbieten zu können. Die Neue Wuhle fließt hier mittendurch. Wie beim Volkspark bieten sich hier eigentlich annähernd alle Sportarten an. Zusätzlich wurde vor einiger Zeit eine Art Trimm-Dich-Pfad installiert. Dieser ist von der Flämingstraße 2 aus erreichbar.

Sportpark Hasenheide

Berlin, Grün, See Urban

Der Forst Grunewald ist ein idyllisches Juwel und lädt zu ausgedehnten Jogging-Sessions ein. – Foto: Pixabay © Natascha

Die Neuköllner Anlage ist zwar auch universell nutzbar, die ‚Renovierung‘ jedoch wurde mit dem Ziel eingeleitet, für die Berliner einen Ort zu schaffen, an dem sie sich gerne viel bewegen. Sport ist das Motto. Deshalb findest Du an diesem Ort einige Stationen, an denen Du Klimmzüge und Dips sowie andere Übungen ausführen kannst. Bis vor kurzem kannte man die Hasenheide vor allem aus eher negativ konnotierten Schlagzeilen. Illegale Raves waren eine Zeit lang ein Problem. Mit der Initiative „Berlin bewegt sich!“ hat die Stadt der Location jedoch ein neues Image verpasst.

Grüner wird’s nicht

Wenn Dir Sport im Park noch zu urban ist, können wir Dir die zahlreichen Natur- und Landschaftsschutzgebiete in und um Berlin ans Herz legen. Das Ziel dieser Schutzzonen ist es, die Natur mit ihren hier typischen Arten zu erhalten. Die folgenden drei empfehlen wir Dir besonders.

Teufelsbruch und Nebenmoore im Spandauer Forst

Es stimmt! Der Name klingt mystisch. Und tatsächlich erzählt eine Sage aus dem ausklingenden 18. Jahrhundert etwas von schier unergründlichen Untiefen des Sees und Geisterstimmen. Heute sind diese Themen nicht mehr so in aller Munde – dafür aber das wirklich umfassende Netz aus Wanderwegen. Die Wege sollten beim Wandern, Walken oder Joggen keinesfalls verlassen werden. Die rund 50 Hektar große Schutzzone dient dem Erhalt des Moores mit seinen mehr als 150 Spinnen- und über 500 Käfer-Arten.

Der Spandauer Forst

Der Teufelsbruch und die Nebenmoore befinden sich in einem der größten Waldgebiete Berlins. Der Spandauer Forst ist mit seinen mehr als 1.300 Hektar wirklich groß. Da kann die Joggingrunde auch mal länger ausfallen. Du solltest Auch hier bedenken, dass weite Teile des Forsts unter Schutz stehen und Dich dementsprechend verhalten. Dann allerdings kannst Du hier wirklich ausgedehnt und unbekümmert sportlich aktiv sein.

Forst Grunewald

Erreichbar ist der Forst unter anderem von Charlottenburg-Wilmersdorf aus. Es handelt sich um ein Gebiet mit rund 3.000 Hektar Fläche. Was bleibt uns da anderes, als Dir viel Spaß bei Deinem Training zu wünschen. Hier kannst Du ebenfalls ausgedehnt und in einer wirklich idyllischen Umgebung joggen oder biken. Nice to know: Der Teufelsberg befindet sich auf dem Gebiet des Forsts und ist mit einen rund 120 Metern über dem Meeresspiegel die zweithöchste Erhebung Berlins.

Was noch zu sagen bleibt

Bevor wir Dich dann in Deine Sport-Session an einem dieser tollen Orte entlassen, möchten wir noch einmal betonen, was ja eigentlich selbstverständlich ist. Die zuletzt genannten Schutzgebiete dienen dem Erhalt empfindlicher Ökosysteme. Daher liegt es auf der Hand, dort keinen Müll oder andere Hinterlassenschaften zu entsorgen. Ebenfalls versteht sich von selbst, bei der Nutzung von öffentlichen Parks Rücksicht auf die anderen Sporttreibenden zu nehmen. So können wir alle ein Bisschen etwas dafür tun, dass jeder seinen Sport in gleichem Maße genießen kann.