Beirut, Zach Condon, Indie, Musik, Folklore, Balkan, Chansons
Foto: © pitpony.photography / CC-BY-SA-3.0

Fuck the Perfektheit! | Konzert von «Beirut»

in Konzert/Nachtleben

Beirut bringen gerade ihr neues Album an den Start. Es heißt “Gallipoli”, wie die italienische Stadt. Das neue Album versteht sich als Ansage gegen Perfektion und als eine Liebeserklärung für das Unperfekte. Die Party der Unperfektheit wurde am Donnerstag in der Zitadelle gefeiert. Yey.

Lost in Osteuropa

Der Zach Condon ist Sänger der Band Beirut. Und schon beinah ein klischeehafter Musiker. Mit 15 das erste Album aufgenommen. Irgendwann zwischen 15 und 16 Jahren die Schule geschmissen und durch Europa gereist. Irgendwo im Osten hängengeblieben und daraus irgendwann mit seiner im Jahr 2006 gegründeten Band Beirut ein Album gemacht.  „Gulag Orchestar“ erregte sogar damals ziemlich viel Aufsehen. Hier fand seine Reise melodischen Ausdruck. Die Songs tanzen irgendwo zwischen Pop, Folklore der Sinti und Roma und osteuropäischem Polka. Damit gelang der Einstieg in die Indieszene. Yey!

Gudde Laune bitte

Der Erfolg stieg ihm zu Kopf. Also er überforderte ihn. Die erste Welttournee 2007/8 musste abgebrochen werden. Nooo! Aber an Aufgeben wurde nicht gedacht. Mit Chansons, Polka und Balkan Sound meldete er sich im Jahr 2011 zurück. „The Rip Tide“ war geboren. Condon ist laut eigener Aussage aber auch ein Kreisdenker, was früher oder später immer in depressive Zustände führt. Aus denen er schleunigst wieder raus wollte wobei ihm im Jahr 2015 das Album „No No No“ half. Darauf befindet sich übrigens der Song „Gibraltar“, den ungefähr jeder kennt, der mit Indiemusik in Kontakt steht. Auf dem Album schien alles etwas leichter. die Musik klang sauberer. Weniger überladen. Gudde Laune halt.

Fuck the Perfektheit

Mit dem neuen Album „Gallipoli“ wünscht sich Zach angeblich eine kleine Zeitreise zu den Anfängen. Alles soll wieder mehr Ecken und Kanten haben. Man soll stolpern. Es soll dreckig sein. Das Leben spielt sich eben im Unperfekten ab. Perfektion kann schon sehr gruselig sein. Das bedeutet aber auch, dass auf dem neuen Album wieder ganz schön viel los ist. Und was genau, konnte man sich nun in der Zitadelle mal genauer anschauen. Und entscheiden, ob die neuen Songs ächzen und stolpern – und ob man das gut findet.

Beirut | Zitadelle Spandau
11. Juli 19:30 – 22:30h
Am Juliusturm 64
13599 Berlin

Hier geht’s zur Veranstaltung und zu den Tickets.

Foto: © pitpony.photography / CC-BY-SA-3.0“

ist Berlinerin (ja, Köpenick gehört auch noch zu Berlin). Sie wollte mal Artistin werden. Das Einrad verstaubt im Keller. Nun schreibt Sie. Immer am Suchen, Lernen und Hinterfragen, aber bitte mit Humor. Zitat: „Den erhobenen Zeigefinger lass zu Hause. Lass mal cool sein jetzt.“

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