Mit unseren Musik- und Kulturtipps seid ihr eh schon immer gut informiert. Damit ihr aber auch nicht verpasst, was es sonst noch Wichtiges in Berlin gab, liefern wir euch jeden Freitag unseren Wochenrückblick.

Hier könnt ihr alle Geschichten nachlesen, die uns in der zurückliegenden Woche beschäftigt haben, egal ob aus Politik, Kultur oder in den sozialen Netzwerken.

Berlin Mitte geht gegen sexistische Werbung vor

Nachdem der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg schon vorgelegt hatte, setzt sich nun auch der Bezirk Mitte gegen sexistische Werbung ein. Wie in F-K soll es dafür eine Jury geben, die sich mit den Werbeinhalten auseinandersetzt. Aktiv werden müssen dafür allerdings die Bürger, denn die Jury wird erst nach Hinweisen aktiv. Das nötige Formular dafür findet sich auf der Website des Bezirkamtes. Wenn ihr also in nächster Zeit durch Berlin lauft und Werbung seht, deren Inhalt Menschen auf ihre Sexualität reduziert werden und völlig ohne Zusammenhang zum Produkt mit viel Nacktheit dargestellt werden, dann macht doch einfach eine Meldung. Das könnt ihr übrigens auch bei pinkstinks tun. Unter werbemelder.in wird die sexistische Werbung dann auf einer Karte vermerkt.

Mietpreis im Berliner Wrangelkiez beerdigt

Das Berliner Dauerthema Mietpreise hat mal wieder ein schöne Aktion hervorgebracht, die auf die eher traurigen Umstände aufmerksam macht. Bisher noch unbekannte Künstler*innen haben mitten auf dem Fußweg in Kreuzberg die Gehwegplatten entfernt, um mit einem Grabmal inklusive Blumenkranz und Grabstein an die ehemals bestehende Mietpreise im Kiez zu erinnern. Die Schleifen des Kranzes tragen die Beschriftung „Wird werden dich vermieten“ und „Räumung in Frieden. Dein AIRBNB.“, womit auch ein Ziel der Kritik deutlich benannt sein dürfte. Laut dem rbb gab es allein im letzten Jahr um die 700.000 AIRBNB-Buchungen in Berlin, was den bestehenden Wohnraum für Berliner noch knapper und teurer macht. Weitere Informationen zu den Problemen mit zweckentfremdeten Wohnraum findet ihr im Artikel des rbb.

Brandenburg Kampagne schießt gegen Berlin

Apropos Probleme in Berlin. Die hat sich auch eine Kampagne zum Ziel gesetzt, die das Bundesland Brandenburg bewerben soll. Ein Videoclip wirbt mit dem Slogan „Es kann so einfach sein“ und greift dabei das hektische, überfüllte und viel zu teure Berlin als Gegensatz auf. Brandenburg dagegen soll ruhig, beschaulich sein, man hätte dort nicht das Gefühl etwas zu verpassen. Oder kurzum gesagt: Langweilig. Auch bei den lokalen Politikern kommt der Clip nicht sonderlich gut an, quer durch alle Parteien. Das liegt auch daran, dass die Werbung für die nächsten drei Jahre 3,5 Millionen Euro kosten soll und damit nicht gerade preiswert ist. Wir bleiben da lieber in der Stadt wohnen und hören uns Rainald Grebe an.

1UP veranstaltet olympische Spiele in Athen

Normalerweise kriegt ihr hier zu lesen, was die 1UP-Crew in Berlin wieder ausgeheckt hat, diesmal werfen wir den Blick nach Griechenland, wo 1UP eine augenscheinlich produktive Zeit verbracht hat. Im Rahmen der eigenen Olympics ist ein ziemlich gut abgestimmtes Video entstanden, bei dem mehrere Grafitti-Disziplinen zur selben Zeit stattfinden und gefilmt werden. Dabei ist eine wunderschöne Drohnenfahrt involviert, die das Ganze stark in Szene setzt. Aber schaut am besten einfach selbst und staunt:

Interview mit Oliver Reese

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BE-Intendant Oliver Reese Foto: © Katharina Poblotzki

Oliver Reese ist Intendant des Berliner Ensembles und hat mit dem Stück Panikherz, nach dem Roman von Benjamin von Stuckrad-Barre, sein Regiedebüt gegeben. Im Interview hat er sich den Fragen unseres Autors Felix Frerichs gestellt. Es ging natürlich Benjamin von Stuckrad-Barre, Koks auf der Bühne und die Ideen hinter der Umsetzung des Stückes. Definitiv eine Leseempfehlung, die ihr euch nicht entgehen lassen solltet. Das Interview gibts hier, eine Rezension zum Stück könnt ihr an dieser Stelle nachlesen.

Und zu guter Letzt: Unsere Rückschau auf die Demonstration zum Internationalen Weltfrauentag findet ihr hier.

Bis nächsten Freitag!

Eure [030] Redaktion