Roller, Verkehr, Auto

Der [030] Wochenrückblick vom 4. – 8. Juni 2018

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Mit unseren Musik- und Kulturtipps seid ihr eh schon immer gut informiert. Damit ihr aber auch nicht verpasst, was es sonst noch Wichtiges in Berlin gab, liefern wir euch unseren Wochenrückblick.

Berlin will das Abschleppen von Autos erleichtern

In Frankfurt hat sich diese Woche ein Falschparker schon so richtig geärgert. Weil er beim Parken eine Straßenbahn blockierte, musste er nicht nur einen normalen Strafzettel, sondern eine Entschädigung für den Ersatzverkehr in Höhe von 1.000 Euro zahlen. Auch in Berlin wird sich zuletzt stärker mit der Problematik von Falschparkern beschäftigt. Nachdem es letzte Woche kleinere Protestaktionen gab, wird nun über einfache Möglichkeiten nachgedacht, Flaschparker schnell abzuschleppen. So überlegt der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, ob ein eigener Abschleppdienst eingerichtet werden soll, um möglichst schnell reagieren zu können. Auch die BVG haben sich mit dem Thema auseinandergesetzt und bekommen mit dem neuen Mobilitätsgesetz, das am 28. Juni beschlossen werden soll, die Möglichkeit, Falschparker, die zum Beispiel auf Busspuren stehen, direkt abzuschleppen. Bisher musste die Polizei diesen Schritt erst genehmigen, bald fällt diese Hürde also weg. Mehr zu den geplanten Schritten könnt ihr bei der Berliner Morgenzeitung nachlesen.

Probleme mit Bahn-Kontrolleuren


Wer in Berlin nicht das Auto nutzt und auch wenig Lust auf den Stress als Radfahrer hat, der sitzt wahrscheinlich häufig in Tram, Bus S-Bahn oder U-Bahn. Die Beziehung zwischen Fahrgästen und Kontrolleuren im öffentlichen Nahverkehr ist immer schon eine eher angespannte Angelegenheit. Bei der Berliner S-Bahn scheint es in diesem Zuge einige Probleme gegeben zu haben, bei denen Kontrolleuren nun Fehlverhalten vorgeworfen wird. Es soll zu Gewalt gegen Fahrgäste gekommen sein, einige Strafen wegen Schwarzfahrens wurden nicht ordnungsgemäß abgerechnet und wohl in die eigene Tasche gesteckt. Der Tagesspiegel schreibt, dass in den letzten anderthalb Jahren 30 dieser Vorkommnisse festgestellt wurden und daraufhin die betroffenen Kontrolleure abgezogen wurden. Möglicherweise werden die Aufgaben im nächsten Jahr an eine andere externe Firma vergeben, um dann hoffentlich solche Vorfälle zu vermeiden. Mehr zum Thema findet ihr im Artikel des Tagesspiegels.

Berliner Justizsenator äußert sich zu Hausbesetzungen

Die Hausbesetzungen vom Pfingstwochenende sorgen immer noch für ausreichend Diskussionsstoff. Dabei ist der Streitpunkt insbesondere an der Verhältnismäßigkeit dieser Protestmaßnahme zu finden. Während viele Menschen die Hausbesetzungen gutheißen, weil sie einen friedlichen Protest gegen bestehende Probleme darstellen, sind andere Menschen der Meinung, dass Besetzungen, egal wie friedlich oder nicht, eben nicht legal und damit auch nicht zu akzeptieren sind. Im Interview mit der Morgenpost hat sich nun auch der Berliner Justizsenator Dirk Behrendt von den Grünen zum Thema geäußert. Er wies unter anderem daruf hin, dass Hausbesetzungen in den 80er-Jahren aus heutiger Perspektive sehr wichtig waren, um ganze Wohnviertel zu schützen, die damals abgerissen werden sollten. Er machte weiterhin deutlich, dass es nicht die Aufgabe der Stadt sein könne, einfach nur den bestehenden Leerstand zu verwalten. Das ganze Interview findet ihr bei der Morgenpost, auch das funk-Format “STRG_F” hat sich mit der Thematik beschäftigt.

Verbesserte Bedingungen für Spätis

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Das Zuhause von 550 Sorten Craft Beer.

Gute Nachrichten für alle, die zum Sonntagnachmittag gerne noch ein Bier im Park trinken möchten, aber keinen offenen Supermarkt mehr finden. Die Bezirksverordnetenversammlung, kurz BVV, hat mit einer knappen Mehrheit beschlossen, dass es für Spätis bald Ausnahmeregelungen geben soll, so dass sie auch an Sonn- und Feiertagen öffnen können. Bisher drohten den Spätibesitzern teilweise hohe Strafen, wenn sie ihr Geschäft an diesen Tagen geöffnet hatten. Mit der neuen Regelung kommt also Entlastung sowohl für die Käufer, als auch für die Betreiber. Wir heißen diesen Beschluss gut, denn immerhin bestheht das Geschäftsmodell der meisten Spätis darin, dann offen zu haben, wenn sie sonst wenige Einkufsmöglicheiten ergeben. Support your local Späti!

Interview mit MIA

Die Berliner Band MIA feiert ihr 20-jähriges Bandjubiläum. Zu diesem Anlass haben wie die Gruppe in ihrem Studio getroffen, um einige Erlebnisse aus der langen Bandgeschichte zu besprechen. Herausgekommen sind knappe 18 Minuten Videointerview, die ihr euch definitv anschauen solltet.

Bis nächsten Freitag !

Eure [030] Redaktion

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