Spektrum Festival 2019

So war das Spektrum 2019 | Rückblick in Worten

in Festival/Musik

Am letzten Wochenende fand das Spektrum Festival in Hamburg-Wilhelmsburg statt. Der Samstag war vollgepackt mit musikalischen Acts, die sich alle lose in den Bereich HipHop einordnen lassen, in diesem Feld aber diverse Richtungen vertreten haben.

Die Anreise

Los gings mit der Bahn aus Lüneburg Richtung Hamburg-Harburg. In Hamburg fand parallel zum Festival der CSD statt, weshalb man sich im Waggon schonmal auf das dichtgedrängte Stehen vor der Hauptbühne vorbereiten konnte. Eine kurze Fahrt mit der S-Bahn später war Wilhemsburg aber schon erreicht und verbesserte die Atmosphäre erheblich. Sonnenschein, knapp über 20 Grad und eine Menge Platz rund um den Bahnhof waren Grund genug sich im nächsten Supermarkt mit Getränken zu versorgen und erst einmal eine Pause zu gönnen. Wie sich herausstellen sollte, ist die richtige Anzahl an Bierdosen dabei nicht unwichtig, denn der Weg vom Bahnhof bis zum Festivalgelände ist zwar gut ausgeschildert, aber auch lang. Wenn allerdings mehrere hundert Menschen denselben Weg gehen, ist zumindest für genug Unterhaltung gesorgt. Und sobald die ersten Schiffscontainer gesichtet wurden, war klar, dass das Festivalgelände beinahe erreicht ist. Dort angekommen wurde erst einmal das Gelände abgelaufen bis es Zeit für das erste Highlight war.

Die Acts

Dexter performte in der Klüse mit seiner Lockenfrisur so unverkrampft wie erwartet. Neben Tracks aus seinem Rapalbum „Haare Nice, Socken Fly“ gabs es auch einiges an neuem Material, mit dabei auch ein Feature mit unserem geheimen Lieblingsrapper Juicy Gay. Das klang alles sehr dope, man darf auf das neue Projekt gespannt sein. Nach einem kleinen Snack und einem Kurzbesuch der Mainstage gings zu Shacke One, der merklich Bock auf seinen Gig hatte und seine Crew zum sommerlichen BoomBap von Achim Funk tanzen ließ, während er am Mic ablieferte. Trotzdem blieb die Klüse der Geheimtipp des Tages. Josi Miller sorgte dort zu einer halbwegs frühen Tageszeit bereits für richtig guten Abriss.

Die Nacht

Die nächtlichen Highlights bestanden aus LGoony, Haiyti und Trettmann, wobei die Hamburgerin natürlich Heimspiel hatte und dementsprechend ausgiebig gefeiert wurde. Sie überzeugte mit ihren Hits vom aktuellen Album Perroquet genauso wie mit den von KitschKrieg oder Die Achse produzierten Classics, mehreren Outfitwechseln und schließlich mit einem Überraschungsauftritt. Für einen Featurepart von Joey Bargeld, der nicht anwesend war, wurde ein Fan als Ersatz auf die Bühne geholt. Haiyti hatte zwar schon angekündigt, dass das bisher noch nie so wirklich geklappt habe, aber hier war die Ausnahme der Fall. Die junge Frau rappte die Parts von Bargeld einwandfrei und holte sich den verdienten Applaus ab. Big Moment. Dreckig und verschwitzt vom Tanzen und Pogen wurde später der Zug zurück nach Hause genommen. Das Aussehen war da aber längst egal, denn das Spektrum war es wert.

Foto: [030] Magazin / David Regner

schreibt über Musik, besucht sehr viele Konzerte und kauft seine Platten am Merchandise-Stand. Interessen: Texte ins Internet schreiben, Bassgitarre und Kreisligafußball.

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