Preussen-Stadion: Das letzte Berliner Stadion im Vereinsbesitz

in Fussball/Stadtleben

Der BFC Preussen versucht auf eigenem Geläuf an frühere Erfolge anzuknüpfen.

Die blau-silbernen Werbe-Glitzerbänder des Autohändlers nebenan, wirken im Sonnenlicht einen kurzen Moment lang wie eine Konfetti-Choreografie in einem Fanblock. Nach einem Blick auf das Spielfeld, auf dem der Berliner Fußballclubs Preussen von 1894 derzeit – immerhin wieder – in der sechsten Liga vor kaum mehr als 100 Zuschauern spielt, ist man aber schnell wieder im Jetzt angekommen. Im Preussen-Stadion wird kein großer Fußball mehr gespielt, die drei Berlin-Pokal-Siege liegen lange zurück und auch die acht Berlin-Meisterschaften verhalfen dem Verein zu keinen erinnernswerten Auftritten auf der deutschen Fußballbühne.

Preussen-Stadion_Regen

So ist auch das Stadion, als einziger Fußballplatz in Berlin noch in Vereinsbesitz, mit seinen 5.000 Plätzen nur noch ein Schatten seiner selbst. Die ältesten Stehtraversen der Stadt sind hier verbaut, heute bemoost. Sie stammen noch aus dem Stadion in Tempelhof, das vor 1938 als Spielort diente. Vorletzte Saison (und mittlerweile schon wieder weg) wurde ein gewisser Andreas "Zecke" Neuendorf verpflichtet, damit einher ging der Versuch, den Glanz des großen Namens auf sich selbst zu übertragen und in höheren Spielklassen anzutreten. Wo es viele Fans und Konfetti-Choreografien gibt. 

Adresse:  

Preussen-Stadion, Malteser Straße 24-34, 12249 Berlin

Text & Fotos: Johannes Brattke

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