Paradox Graffiti
Foto: © cpt_olf

Mit der Can gegen das System I Paradox

in Kunst/Unterhaltung

Graffitis gibt es in jeder Stadt. Manche sind so eindrucksvoll, dass einem die Kinnlade runterfällt. Bei anderen hingegen möchte man am liebsten selbst mit Schwamm und Seifenwasser losziehen, um das Gekrackel der Möchtegern-Tagger von den Wänden zu wischen. Doch dann gibt es noch die Arbeiten von Paradox, beziehungsweise den Berlin Kidz. Ihr glaubt ihr kennt sie nicht? Lasst euch vom Gegenteil überzeugen. 

Unerreichbare Höhen

In ganz Berlin verteilten sie ihre Spuren. Komplette Wände sind von oben bis unten mit vorrangig blau-roten Schriftzügen besprüht. Selbst von Kirchendächern, Balkonen und Windrädern schreien uns die Botschaften der Berlin Kidz entgegen. Legt mal während einer Fahrt mit der U1 und U3 das Handy aus der Hand. Wenn ihr auf der  Strecke  die Augen offen haltet, wird euch auffallen wie viele Häuser in Kreuzberg die markanten Graffitis tragen. Die Crew besprayt Stellen, die unerreichbar erscheinen und durch ihre Größe sofort den Blick der Betrachtenden fangen. Um Leinwände in solchen Dimensionen zu bemalen, vermag es viel Mut, oder nennen wir es lieber Leichtsinn gepaart mit präziser Vorbereitung. Mit professioneller Kletterausrüstung seilen sich die Künstler von den Dächern der Gebäude ab. Vorher müssen sie jedoch mehrere Schlösser knacken und in Dachböden einbrechen. Hier wird nicht nur das Leben, sondern auch die persönliche Freiheit riskiert, denn dank dieser Aktionen stecken sie jederzeit mit einem Fuß im Knast.

Fuck the System

Es bleibt nicht nur bei den Graffitis. Um mit den Arbeiten mehr Menschen  zu erreichen, veröffentlichen die Berlin Kidz, beziehungsweise ihr Gründer Paradox, Videos auf Youtube, die die waghalsigen Unternehmungen festhalten. Nicht minder gewagt ist der Nervenkitzel bei einer Partie Online-Gaming. Mit dem Wildz bonus code könnte ihr den Kitzel jedoch mindern und ohne viel Risiko ein Runde im neuen Wildz Casino spielen. Zurück zu den Videos: Darin ist unter anderem zu sehen, wie einige Mitglieder auf S-Bahnen surfen und Parcour laufen. Das Adrenalin kickt allein vom Zuschauen durch den Körper. Gleichzeitig beweisen die Aufnahmen: da sind Profis am Werk. Von der Planung bis hin zur Umsetzung scheint jeder Schritt durchdacht und vorbereitet worden zu sein. Selbstverständlich kann dennoch immer etwas passieren. Das Risiko nehmen sie auf sich. Alles für die Message, die sie an die Bevölkerung verbreiten wollen und für das Gefühl der Freiheit, welches sie verspüren, wenn sie wieder an ihre Grenzen gehen. Das Ziel ist die Menschen auf die Missstände der Gesellschaft aufmerksam zu machen. Darauf, dass sie Teil eines kaputten Systems sind, welches leicht angreifbar ist. Leider verloren das einige aus den Augen. Der Drang nach Fame und zunehmendes Sprayen auf Drogen, “nur zum Spaß”, rückten in den Vordergrund.

Für die Leute da draussen die ein Wunder vermissen I Foto: © Paradox

Weiter geht’s!

Sieben Jahre lang machten mehrere Mitglieder die Stadt unsicher, doch um den Fokus auf der Message zu behalten, musste Paradox die Crew auflösen. Das letzte Video, was auf dem Youtube-Kanal hochgeladen wurde, trägt den Abschied im Titel : “Rip/Berlin Kidz”. Doch jetzt, 9 Monate später, ist klar, dass kein Ende in Sicht ist. Paradox ist der Ursprung der Ideen und des Wiedererkennungswerts der Gruppe. Er war verantwortlich für den Einfluss des Pichação – Stils, einer Graffiti-Bewegung aus den brasilianischen Großstädten, wie auch für die aufwendig verzierten Masken, die in den Videos getragen werden. Seine Kunst steckt hinter den Aktionen und genau dieser Aspekt rückt für ihn nun weiter in den Vordergrund. Ein neuer Film ist in der Mache, eine Ausstellung  für Oktober  diesen Jahres geplant. Es muss immer weiter gehen, “bis die Leute wissen was in der Welt ab geht”. Sind illegale, halsbrecherische Taten notwendig, um gegen das System anzukämpfen? Oder müssen dafür nicht zwangsläufig Leben und Freiheit aufs Spiel gesetzt werden? Wie genau Paradox weiterhin alleine vorgeht, erfahrt ihr höchst wahrscheinlich bald…

 

 

trägt am liebsten Schwarz und ist damit eine absolute Rarität in Berlin. Sie mag keinen Techno, erfreut stattdessen ihre Freunde mit russischer 90’s Musik und hat ein glückliches Händchen bei der Wahl der nächsten Bar.

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