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interfilm festival, kurfilme, babylon, berlin

Die Tage werden kürzer, die Nächte werden länger – endlich wieder Filmfestivalsaison. Den Anfang macht das Kurzfilmfestival Interfilm. Mit einem Programm von 600 Kurzfilmen und über zehn Locations verwandelt das Festival Berlin für vier Tage in ein Mekka der Shortfilmszene.  

Das traditionsreiche Festival wurde schon 1982 als „Super-8-Filmfest“ in Kreuzberg gegründet. Seitdem hat es sich zu einem der wichtigsten Festivals Europas entwickelt, in Berlin ist es das zweitgrößte, gleich nach dem Platzhirsch Berlinale. Jedes Jahr lockt das Festival Besucher aus aller Welt. Fünf Tage gibt es volles Programm rund um die Kunst der kurzen Form – von Wettbewerben in verschiedenen Sektionen über kuratierte Sonderprogramme und Retrospektiven. Ein Rahmenprogramm mit renommierten Speakern, Panels und Seminaren gibt Einblick in die internationale Produktionslandschaft und diskutiert die ganze Bandbreite des Kurzfilms, von Doku-Shorts über Musikvideos bis zu Werbeclips. Jedes Jahr gibt es außerdem zwei Länderschwerpunkte: Dieses Mal sind Italien und China an der Reihe.

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Italien – Filmnation mit Tradition

Italien ist eine der traditionsreichsten Filmnationen und nicht ohne Grund Rekordhalter der meisten Auslandsoscars. Strömungen wie der Neorelismus, das Genre Kino und die Commedia all’italiana (italienische Komödie) prägten die Filmlandschaft weit über Italien hinaus. Auch hier ging die Krise der Filmproduktion Ende der 70er-Jahre nicht spurlos vorüber, und so standen lange nur Altmeister im Fokus der internationalen Aufmerksamkeit. Doch inzwischen meldet sich das italienische Kino mit einer ganz neuen Bandbreite zurück, die das Festival mit mehreren prall gefüllten Programmpunkten feiert. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf Animationsfilmen, die laut den Festivalkuratoren die kinematografische Avantgarde des Landes darstellen.

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China – ungeahnte Einblicke

Vielen ist China im Bereich Kurzfilm immer noch eine unbekannte Größe, was vor allem an mangelnder Erfahrung im Vertrieb und fehlenden Verbindungen begründet ist – chinesische Filme sind auf deutschen und europäischen Festivals immer noch kaum zu sehen. Dabei werden spätestens seit dem internationalen Erfolg von „Bus 44“ an zahlreichen Kunstakademien und Universitäten des Landes, die teilweise über eine hervorragende technische Ausstattung verfügen, immer mehr außergewöhnliche Kurzfilme produziert. Die jungen chinesischen Filmemacher schlagen andere Wege ein als die staatlichen TV-Produktionen oder Fließband-Animationsfilme, die sonst die chinesische Filmlandschaft dominieren. Durch langjährige Verbindungen nach China hat das Interfilm Festival ein hochkarätiges Programm an Kurzfilmen zusammengestellt, die erstmals in Deutschland zu sehen sind.

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Kurzfilme all over Berlin

Das Interfilm Festival findet vom 14. bis 20. November in Berlin statt – zu sehen ist das Programm an über zehn Locations in der ganzen Stadt. Neben ausgewiesenen Kinos für Filmliebhaber wie das Babylon, Passage Kinos und Eiszeit ist auch die Volksbühne und die Deutsche Kinemathek und das Zeiss Großplanetarium mit dabei, sowie eher gemütliche Locations wie der Heimathafen Neukölln und die Volksbar. Auch für angereiste Gäste lohnt sich da ein Besuch, zumal günstige Hotels in Berlin kein Problem darstellen. Das Interfilm Festival verwandelt die Stadt fünf Tage lang in ein Paradies für Filmliebhaber. Irgendetwas Gutes muss es ja haben, wenn die Tage kürzer und die Nächte länger werden.  

Mehr Infos und das ganze Programm: 
www.interfilm.de