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Warum nicht so? Foto: © Pixabay

Frau Ministerin, tun Sie doch das Richtige. | «Wir haben es satt!»-Demo

in Gesellschaft/Natur/Stadtleben

Die Politik hat bislang versagt. Verbraucher, Tiere und Umwelt warten auf Veränderungen. Was ganz schnell geht, sind Überweisungen von Milliarden an Subventionen für industrielle Großbetriebe, denen Klima, Umwelt und Tiere egal sind. Völliger Irrsinn. Schluss damit! 

Milliarden für Umweltkiller

Ihr warnt vor dem Klimawandel, reist zu internationalen Konferenzen. Und ihr gebt jährlich 60 Milliarden der Landwirtschaft an Subventionen. An sich kein Problem – wenn derjenige das meiste bekäme, der Umwelt und Tiere gut behandelt. Das Gegenteil ist aber der Fall: Gut 80 Prozent der Subvention wird an industrielle Großbetriebe überwiesen. Die Größe des Betriebs entscheidet und nicht, wer nachhaltig im Sinne von Klima, Natur und Tieren wirtschaftet. Angesichts von Klimawandel und Artensterben ein fatale Fehlförderung.

Also, zum Verständnis: geht’s noch? Wie kann man ständig Klimaschutz predigen und parallel mit einer Gießkanne Milliarden auf die schütten, die auf gut Deutsch aufs Klima sch… Oder etwas seriöser formuliert: denen das meiste geben, die ihre Notdurft auf Kosten von Klima und Umwelt verrichten: damit sie noch mehr Gewinne machen, als sie es ohnehin schon tun. Tut uns leid, wir kommen da nicht mehr ganz mit. Ist doch schizophren, oder – sorry an alle, die wirklich unter dieser Krankheit leiden. Ihr habt damit nichts zu tun.

Ein Wechsel zu nachhaltiger Landwirtschaft – alles andere ist blanker Irrsinn.

Das Problem dürfte jetzt klar sein. Das Schlimme ist: Zur Grünen Woche gehen jedes Jahr Tausende auf die Straße, sie protestieren für eine andere Landwirtschaft. Die »Wir haben es satt!»-Demo findet schon zum neunten Mal statt, aber die Agrarpolitik bewegt sich nicht. CDU-Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner steht auf der Bremse, kritisieren die Macher der Großdemo, zu der letztes Jahr über 33.000 Menschen kamen – ein breites Bündnis aus Landwirten, Natur- und Tierschutzverbänden und Hilfsorganisationen wie Misereor und Brot für die Welt macht mit. Neben Biobauern sind auch konventionelle Landwirte auf der Demo vertreten, sie startet am Samstag um 12 Uhr am Brandenburger Tor. Ziel ist die Agrarministerkonferenz im Auswärtigen Amt.

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Power to the people. Foto: © Promo

“Bitte sagen Sie nie wieder ‘Klimaschutz'”

Wer Zeit hat, sollte hingehen. Unter dem Motto «Essen ist politisch» demonstrieren alle für eine Argrarwende. Ein erster Schritt wäre, die EU-Argrargelder vor allem an solche Landwirte zu geben, die verantwortungsbewusst handeln und eine nachhaltige Landwirtschaft ernst nehmen. Alles andere wäre in Zeiten von Klimawandel und Artensterben blanker Irrsinn. Liebe Frau Klöckner, sollten Sie das nicht hinbekommen, erteilen wir Ihnen hiermit lebenslanges Verbot folgende Wörter zu benutzen: Klimawandel, Klimaschutz, Naturschutz, Gesundheit, Ernährung, Umwelt, Tierwohl, Tierhaltung – usw. Damit haben Sie dann nichts mehr am Hut. Und sollten den selben gleich nehmen und gehen. Dahin, wo der Pfeffer wächst.

«Wir haben es satt!»-Demonstration
Auftakt, 19.1., 12 Uhr
Brandenburger Tor

Mehr Infos über die Demo hier. 

Foto: © Pixabay

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