Strand, Meer, wochenrückblick

Erdogan in Berlin, Bürgerwehr in Pankow, Neukölln ist Szeneking: Der [030] Wochenrückblick vom 24. – 28. September

in Stadtleben/Wochenrückblick

Mit unseren Musik- und Kulturtipps seid ihr eh schon immer gut informiert. Damit ihr aber auch nicht verpasst, was es sonst noch Wichtiges in Berlin gab, liefern wir euch unseren Wochenrückblick. Ab geht die Post!

Erdogan besucht Berlin

Während dieser Wochenrückblick noch verfasst wird, besucht der türkische Staatspräsident Erdogan bereits einige der wichtigsten Politiker des Landes. Noch bis zum Samstag wird er in Deutschland bleiben und sorgt damit für einige Einschränkungen im Verkehr, sowie zahlreichen Gegenprotest. Auf der Liste der Politikerinnen, bei denen Erdogan zum Gespräch eingeladen ist, stehen unter anderem Frank-Walter Steinmeier und Bundeskanzlerin Angela Merkel. Auch ein größeres Bankett steht am Abend noch an, allerdings haben einige Gäste abgesagt, da sie mit der Linie von Erdogan nicht einverstanden sind. Unter anderem am Hauptbahnhof gibt es eine Protestveranstaltung von Amnesty International, die sich für eine bessere Menschenrechtslage in der Türkei einsetzt. Einen Liveblog zum Thema könnt ihr beim Tagesspiegel finden.

Konflikt an der Humboldt Universität

 

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Erst vor kurzer Zeit kam es an der Humboldt Universität zu einer Auseinandersetzung zwischen dem RefRat und den Verantwortlichen der Universität. Die Universität forderte damals, dass die Mitglieder der Studentenvertretung ihre Namen offenlegen sollten, da ihre Ämter öffentliche Positionen seien und dies der Transparenz diene. Der RefRat verweigerte das, da befürchtet wurde, dass Mitglieder damit Ziele von beispielsweise Rechten Kräften werden könnten. Nun hat die Universität 600 studentischen Mitarbeitern gekündigt und es scheint so, als ob dies auch eine Fortsetzung des schon bekannten Konflikts bedeutet. Die Studierenden waren nach einem studentischen Tarifvertrag bezahlt, der vom Landesarbeitsgericht für rechtswidrig erklärt wurde. Anstatt allerdings vorerst eine Übergangslösung zu suchen, ging die Universität den harten Schritt und strich die Stellen von einem Tag auf den nächsten. Eine offizielle Stellungnahme der Uni zu diesem Vorgehen gibt es bisher noch nicht. Klar ist aber, dass sich der Konflikt zwischen Studierenden und Uni-Leitung verschärft. Ausführliche Fakten zu dem Fall findet ihr bei der taz.

Bürgerwehr in Pankow unterwegs?

Handlungen, die nach einer Bürgerwehr aussehen, Autos, die dem Stil von Polizeiautos nachempfunden sind und ein Verein, der bestreitet, dass er eine Bürgerwehr ist. So sieht die faktische Lage aktuell in Pankow, genauer gesagt in Französisch Buchholz aus. Dort ist die “Buchholzer Sicherheit” unterwegs, zeigt in Pankow Präsenz und patrouilliert vor Ort. Politiker aus dem Bezirk beobachten dieses Verhalten mit Argwohn und weisen ausdrücklich darauf hin, dass bei tatsächlichen Verbrechen nur die Polizei Befugnisse hat, um diesen entgegenzuwirken. Wobei die Verbrechen ein interessanter Aspekt in Pankow sind, denn dort gibt es, im Gegensatz zu anderen Stadtteilen von Berlin, vergleichsweise wenig Kriminalität gegen die man ankämpfen müsste. Obwohl der Verein versichert, dass er keine Bürgerwehr ist, erinnert das Vorgehen doch stark an die Patrouillen, die die NPD vor einiger Zeit in öffentlichen Verkehrsmitteln angekündigt hatte und scheint alles andere als sinnvoll.

Neukölln unter den besten Szenevierteln der Welt

 

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Eine erfreuliche Auszeichnung kann das Viertel Neukölln annehmen, denn es wurde vom Reiseführer “Time Out” zu einem der “coolsten Viertel der Welt” erklärt. In der Top 50-Liste sollen vor allem Stadtteile ausgezeichnet werden, die noch in der Entwicklung sind, aber bereits jetzt mit einer spannenden Umgebung, vielfältigen Angeboten und auch bezahlbaren Mieten ausgestattet sind. Klar, dass das auf Neukölln zutrifft, wo besonders die kulinarischen Angebote zu den besten der ganzen Stadt gehören. Definitiv ein Grund, um den Kiez auf Platz 7 der besten Viertel zu wählen. Bleibt nur noch zu hoffen, dass sich Neukölln seine Einzigartigkeit beibehalten kann, denn ein Geheimtipp ist das Viertel natürlich längst nicht mehr und die Gentrifizierung macht bekanntlich vor nichts Halt.

Neue Ausstellung im Urban Nation

Urban Nation, Black Box, Museum, Berlin
Artist: Shepard Fairey – Foto: © Nika Kramer

Im Urban Nation ist seit dem 27. September die Ausstellung ‘UN-DERSTAND. THE POWER OF ART AS A SOCIAL ARCHI-TECT’ zu begutachten. Die Location wurde in der letzten Zeit extra umgestaltet und bietet nun beispielsweise einen eigenen Zeitstrahl, der sich mit der Entwicklung des Museums beschäftigt. Alle Eckdaten zur neuen Ausstellung findet ihr in unserem Beitrag.

Bis nächsten Freitag!

Eure [030] Redaktion

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