Filmkritik: Black Panther + IMAX Ticketverlosung

in Filmkritik/Kino/Neustarts

Mit Spannung erwartet und erfreulicherweise keine Enttäuschung: Der erste Film der fortlaufenden Marvel-Reihe, in dem ein schwarzer Superheld im Zentrum der Geschichte steht, erweist sich als dynamisch inszeniertes Actionabenteuer mit einprägsamen Figuren und spannenden politischen Anspielungen.

Nach dem Tod seines geliebten Vaters T’Chaka (John Kani), der in „The First Avenger: Civil War“ einem verheerenden Bombenanschlag zum Opfer fiel, kehrt T’Challa alias Black Panther (Chadwick Boseman) in seine afrikanische Heimat Wakanda zurück, um den verwaisten Thron zu besteigen. Während der Krönungszeremonie muss sich der junge Mann gegen den Stammesführer M’Baku (Winston Duke) behaupten, der T’Challas Regentschaft nicht anerkennen will und ihn zum Kampf herausfordert. Dem Sohn des ermordeten Herrschers gelingt es im letzten Augenblick, seinen Rivalen in die Schranken zu weisen und seinen Platz an der Spitze des von der Außenwelt abgeschotteten Landes einzunehmen, das nach einem Meteoriteneinschlag in grauer Vorzeit mit einem reichen Vibranium-Vorkommen gesegnet ist, dem seltensten und härtesten Metall der Erde. Als der skrupellose Schmuggler und Waffenhändler Ulysses Klaue (Andy Serkis) ein erbeutetes Vibranium-Artefakt in Busan verkaufen will, machen sich T’Challa, seine ehemalige Partnerin Nakia (Lupita Nyong’o) und die furchtlose Leibwächterin Okoye (Danai Gurira) auf den Weg nach Südkorea, um den Verbrecher aufzuhalten. Schon bald muss der neue König jedoch feststellen, dass eine viel größere Gefahr von Klaues Verbündetem Erik Killmonger (Michael B. Jordan) ausgeht, der eigene Pläne verfolgt.

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Chadwick Boseman ist Black Panther. Der definitiv coolste Superheld der Welt. Foto: © Marvel/Disney

Bislang waren farbige Superhelden im Marvel Cinematic Universe stets Randfiguren, die ihre Fertigkeiten lediglich im Hintergrund unter Beweis stellen konnten. „The First Avenger: Civil War“ kündigte 2016 endlich den ersten Soloauftritt des schwarzen Panthers an, den mit Ryan Coogler („Creed – Rocky’s Legacy“, „Nächster Halt: Fruitvale Station“) passenderweise ein afroamerikanischer Regisseur in Szene setzen durfte. Gemeinsam mit Joe Robert Cole („American Crime Story – The People v. O. J. Simpson“) verfasste der 31-jährige Filmemacher auch das Drehbuch zum mittlerweile achtzehnten Kapitel der Marvel-Reihe und ließ es sich nicht nehmen, einige politische, gesellschaftliche und historische Verweise in sein Superheldenabenteuer einzuflechten. Der heute vielerorts zu beobachtende Reflex zur Abschottung, den etwa Donald Trump mit seiner „America First“-Rhetorik propagiert, spiegelt sich in Wakandas Einigelungspolitik wider, die Neuanführer T’Challa bereit ist aufzubrechen. Auch die seit Jahrhunderten anhaltende Unterdrückung schwarzer Menschen findet wiederholt Erwähnung, wobei Coogler den Zeigefinger keineswegs penetrant erhebt.

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Die Comicvorlage des neuen Marvel Blockbusters. – Licensing Art: © Joey Vazquez

Trotz diverser Anspielungen ist „Black Panther“ freilich auch eine mit eindrucksvollen Landschaftsbildern gespickte Actionsause, die eine Reihe erinnerungswürdiger Protagonisten auflaufen lässt. Angefangen beim Titelhelden, der zwischen Tradition und Erneuerung hin- und herschwankt, über seine technikaffine Schwester Shuri (Letitia Wright), die an den Bond-Waffenmeister Q erinnert, bis hin zu Gegenspieler Killmonger, der sich als einer der interessantesten, da ambivalentesten Marvel-Schurken präsentiert. Ein besonderes Lob verdienen sich Coogler und Koautor Cole dafür, dass sie mit Nakia und Okoye zwei besonders starke Frauen in ihrer Geschichte unterbringen und den beiden Darstellerinnen ausreichend Gelegenheit bieten, sich in den Vordergrund zu spielen. „Black Panther“ gehört ganz den schwarzen Figuren, unterhöhlt den mit Afrika verbundenen Gedanken an großes Elend, übt Kritik an den Folgen der kolonialen Ausbeutung und ist auf jedem Fall eine enorme Bereicherung für das in letzter Zeit etwas zu routiniert daherkommende Marvel-Franchise. Bitte mehr davon!

Ihr könnt ‚Black Panther‘  exklusiv im IMAX® in 3D und mit Laser und 12-Kanal-Immersive-Sound erleben. Wir verlosen für Mittwoch, den 21.2.18, 2×2 Tickets. *

Black Panther

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Länge: 134 Min.

Regie: Ryan Coogler

Darsteller:

Chadwick Boseman, Lupita Nyong’o, Danai Gurira, Michael B. Jordan, Letitia Wright,
Andy Serkis, Daniel Kaluuya, Martin Freeman, Forest Whitaker, Winston Duke

Kinostart: 15.2.2018

Um zu gewinnen müsst ihr den [030] Whatsapp Newsletter abonnieren (rechte Sidebar) und eine E-Mail mit Namen, Telefonnummer und dem Betreff „Black Panther“ an: verlosung@berlin030.de senden.

Einsendeschluss ist der 20.2.18.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Erfolg.

schreibt über Filme und Serien und bastelt manchmal auch an eigenen Drehbüchern herum. Außerdem steht er auf Literatur, Sprachen und Fußball.