Wenn ihr einen Schallplattenspieler und bisschen Kohle zuhause übrig habt, dann solltet ihr euch auf jeden Fall eine Nils Frahm Platte zulegen. Ansonsten tut’s auch ein Musikstream, um seine jüngstes Album ‘Empty’ zu konsumieren.
Der 37-jährige Hamburger lebt und musiziert in Berlin. Ein Pianist, wie man ihn selten trifft – seine Liebe zum Instrument äußerte Frahm beispielsweise darin, jeden 88.Tag (wie die 88 Tasten eines Klaviers) eines Jahres dem Piano Day zu widmen. ‘Empty’ war also das diesjährige Geschenk Frahms zum Feiertag. Bisschen schräg, aber wenn Künstler*innen eins nicht schadet, dann definitiv schräg.
- SCHLICHT, ATMOSPHÄRISCH,MELODISCH
- Hier gibt’s das Album auf Spotify:
- Harry Styles live @FunkhausBerlin
- Andreas Vey – Blau schimmernde Introspektion mit 80er-Herz
- Lasse Matthiessen: Im Night Train Richtung Berlin | live am 1. Februar 2026 + Verlosung
- Sébastien Tellier kehrt zurück – mit Disco-Drama und Pop-Exzess
- Die Sterne – Pop als Haltung, Groove als Widerstand | + Verlosung
- SAY SHE SHE: Disco-Rebellion mit feministischer Wucht | + Verlosung
SCHLICHT, ATMOSPHÄRISCH,MELODISCH
“Many many other notes of the piano have been struck since these days, and before we all forget about this, I thought it would be a good moment to share these lullabies with you.
I hope they help you stay all strong and calm in these days of solitude — despite the hardship, we can discover introspection and reflection unexpectedly. Who knows what it is good for.”
…heißt es in Frahms Erklärung zu dem 35-minütigen Release. Auf ‘Empty’ finden sich acht Tracks, allesamt Solo vom Künstler eingespielt. Das Ergebnis ist roh, minimalistisch und intim. Es bewegt sich in einer echoartigen, beruhigenden Atmosphäre. Die Platte entstand in Rahmen eines 2012er Filmprojektes, welches nun – nach acht Jahren – endlich veröffentlicht wurde. Damals erschien es Frahm wohl noch zu unfertig und entschied deshalb, an seinem 2012er Album ‘Screws’ zu arbeiten, statt ‘Empty’ der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Schade, aber umso klarer zeigt sich nun auf dem alten, neuen Album, wie zeitlos der Sound des deutschen Komponisten ist.
Qualität altert nicht. Sie überdauert die Zeit.
Musikalisch findet sich ein typischer Frahm. Die Vermischung aus neoklassizistschen Klavierklängen trifft auf deepe Elektroeinflüsse. In Verbindung entwickelt sich eine Stofflichtkeit, die nicht selten daran erinnert, als würde das Klavier atmen. Ein. Aus. Ein. Aus. Gerade in heutiger Zeit von Viren und Infektionen ein sehr aktuelles Thema.
Hier gibt’s das Album auf Spotify:
Foto: © Alexander SchneideE
Andreas Vey – Blau schimmernde Introspektion mit 80er-Herz
Berlin ist ein guter Ort für Musik, die sich Zeit nimmt. Für Songs, die nicht schreien müssen, um gehört zu werden. Andreas Vey bewegt sich genau in diesem Spannungsfeld. Mit seiner neuen EP „introspect_“, die am 23. Januar über Embassy of Music erscheint, legt er ein Werk vor, das weniger nach Aufmerksamkeit sucht als nach Verbindung. Am selben Abend stellt er die Songs live in der Mulackei vor – ein passender Rahmen für Musik, die Nähe braucht. Die sechs Tracks der EP wirken wie Momentaufnahmen innerer Zustände. Nichts daran ist aufdringlich, nichts will dominieren. Stattdessen entfaltet sich „introspect_“ schrittweise: mal
Lasse Matthiessen: Im Night Train Richtung Berlin | live am 1. Februar 2026 + Verlosung
Manchmal kommen Songs genau zur richtigen Zeit. „Night Train“, die neue Single von Lasse Matthiessen, fühlt sich an wie eine dieser nächtlichen Zugfahrten, bei denen man kurz vergisst, wo man herkommt und wohin man eigentlich will. Der dänische Musiker bleibt auch hier seinem Talent treu, Stimmungen einzufangen, die sich eher anfühlen als erklären lassen. Warm, zurückgenommen, leicht schwebend – und doch voller Spannung. Das begleitende TV-Noir-Livevideo unterstreicht diesen Eindruck: kein großes Drama, sondern Nähe, Raum und Konzentration auf den Moment. Spätestens seit seinem Album „Dreams Don’t Make Noise“ hat sich Matthiessen hörbar vom klassischen Folk-Songwriter emanzipiert. Seine Musik bewegt sich
Sébastien Tellier kehrt zurück – mit Disco-Drama und Pop-Exzess
Sébastien Tellier gehört zu den faszinierendsten Popfiguren Frankreichs. Ein Musiker, der nie vorhersehbar wird, weil er sich selbst ständig neu erfindet. Nun kündigt er für Ende Januar 2026 sein neues Album „Kiss The Beast“ an – und liefert mit „Thrill Of The Night“ eine Rückkehr, die zugleich nostalgisch, überhöht und ganz typisch Tellier ist.ContentsDisco-Track voller Sehnsucht nach der Nacht„Kiss The Beast“ – 20 Jahre Musik MosaikEin Künstler, der die Popkultur nicht nur bespielt, sondern erweitert2026 geht Tellier auf Tour – und kommt endlich wieder nach Berlin Disco-Track voller Sehnsucht nach der Nacht „Thrill Of The Night“ markiert einen deutlichen Kontrast
Die Sterne – Pop als Haltung, Groove als Widerstand | + Verlosung
Seit den frühen 1990ern gehören Die Sterne zu den prägenden Stimmen der deutschsprachigen Musikszene. Als Teil der sogenannten Hamburger Schule haben sie ein ganz eigenes Genre mitgestaltet – irgendwo zwischen Disko, Postpunk und Gesellschaftsanalyse. Doch was Die Sterne wirklich auszeichnet, ist ihre Haltung: klug, kritisch, aber nie besserwisserisch.ContentsDisco-Track voller Sehnsucht nach der Nacht„Kiss The Beast“ – 20 Jahre Musik MosaikEin Künstler, der die Popkultur nicht nur bespielt, sondern erweitert2026 geht Tellier auf Tour – und kommt endlich wieder nach Berlin Texte wie „Was hat dich bloß so ruiniert?“ oder „Big in Berlin“ sind längst Teil des kulturellen Gedächtnisses. Sie kombinieren
SAY SHE SHE: Disco-Rebellion mit feministischer Wucht | + Verlosung
Am 3. Dezember 2025 macht die New Yorker Band Say She She Station im Columbia Theater Berlin – im Rahmen ihrer „Cut & Rewind“-Tour. Mit einem Sound, der Disco, Soul, Punk und Psychedelik vereint, versprechen Nya Gazelle Brown, Sabrina Cunningham und Piya Malik ein energiegeladenes Gesamtkunstwerk: Gesang als Waffe, Groove als Manifest.ContentsStimmen, die bewegenDisco trifft WiderstandZwischen Studio und Live-Explosion Stimmen, die bewegen Die drei Frontfrauen verweben sich in dreistimmigen Harmonien und erzeugen eine klangliche Kraft, die Schönheit und Wut zugleich transportiert. Ihr Ziel: nicht nur zu unterhalten, sondern aufzurütteln. In jedem Song klingt ein Aufbruch mit — und die Erkenntnis,

