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Hertha BSC, Stadion, Neubau

Zugegeben, der Fußball hat es bei uns in der Hauptstadt nicht leicht. Union und Hertha haben im aufregenden Stadleben einer Weltstadt wie Berlin mit wesentlich mehr „Freizeit-Konkurrenz“ zu kämpfen als beispielsweise die Borussia in Dortmund oder FC Schalke in Gelsenkirchen. Und dennoch ist es den beiden Berliner Bundesligisten in den vergangenen Jahren gelungen, immer mehr Aufmerksamkeit zu generieren.

Auf der einen Seite Union, die mit guter Arbeit als sogar schon das internationale Geschäft erreicht hat und auf der anderen Seite Hertha, die trotz großer Ambitionen den Blick immer wieder nach unten richten muss. Wir werfen einen Blick zurück auf die erste Saisonhälfte der beiden Berliner Clubs und schauen, wohin die Reise für Union und Hertha in dieser Spielzeit noch gehen könnte.

Schafft Union erneut den Sprung nach Europa?

In der vergangenen Saison schaffte es der Traditionsclub Union Berlin erstmals seit 20 Jahren wieder den Sprung in das internationale Geschäft. Nach einer starken Spielzeit, in der man zwischenzeitlich sogar auf einem Europa League-Rang stand, qualifizierte sich Union mit dem siebten Platz für die neue UEFA Conference League. Zwar musste sich die Mannschaft von Urs Fischer nach Niederlagen gegen Slavia Prag und Feyenoord Rotterdam hier bereits nach Vorrunde verabschieden, allerdings ist man in der Liga schon wieder auf Europapokalkurs. Erst am fünften Spieltag musste die Union gegen den BVB die erste Saisonniederlage hinnehmen. Drei Siege in Folge katapultierten die Hauptstädter dann zwischenzeitlich auf den 5. Platz. Auch wenn es gegen Dortmund und Bayern deutliche Niederlagen gab, musste sich Union vor den anderen Favoriten nicht verstecken. So wurden unter anderem gegen die Champions League Teilnehmer Wolfsburg und Leipzig zwei Siege eingefahren. Auch im Pokal gab sich der Bundesligist gegen die beiden Drittligisten Türkgücü München und Waldhof Mannheim keine Blöße und steht nun im Achtelfinale. Hier wartet kein geringer als Lokalrivale Hertha BSC.

 

 
 
 
 
 
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Hertha bekommt keine Ruhe rein

Während sich Union Berlin mit seriöser und unaufgeregter Arbeit Stück für Stück nach oben arbeitet, scheint bei der Hertha das Gegenteil der Fall zu sein. Zwar blickt die Medienlandschaft auch immer wieder mal auf die „Alte Dame“, doch das weniger aus sportlichen Gründen, als viel mehr wegen der desaströsen Außendarstellung. Angefangen beim großspurig angekündigten Einstieg des Investors Lars Windhorst, über den Fehltritt mit Jürgen Klinsmann bis hin zum mauen sportlichen Abschneiden, läuft es einfach nicht rund bei der Hertha. Nachdem Pal Dardai den abstiegsbedrohten Hauptstadtclub im vergangenen Jahr übernahm, war für ihn knapp ein Jahr später schon wieder Schluss. Fünf Spiele in Folge ohne Sieg und Platz 14 nach 14 Spieltagen war sicher nicht das, was sich die Verantwortlichen vorgestellt haben. Vor allem die Niederlagen gegen Bayern und Leipzig waren echte Offenbarungen. Für Tayfun Korfut gilt es nun in der zweiten Saisonhälfte Konstanz in das Spiel der Hertha zu bringen und den Tabellenkeller möglichst schnell zu verlassen. Immerhin lautet das langfristige Ziel bei der Hertha immer noch: Titel gewinnen! Eine Chance wäre da in dieser Saison sicher der DFB-Pokal.

 

 
 
 
 
 
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Das Derby im DFB-Pokal

Drehbuchautoren hätten es nicht besser schreiben können! Erstmals treffen Hertha und Union Berlin im DFB-Pokal aufeinander. Beide Teams haben sich gegen unterklassige Gegner in den ersten beiden Runden durchgesetzt und stehen nun im Achtelfinale. Die Verantwortlichen beider Vereine erhoffen sich von dem Pokalderby natürlich einen echten Fußball-Boom in der Stadt. Ähnlich sieht es auch Union-Legende Torsten Mattuschka: „Ein Berliner Derby mehr. Das gab es so im Pokal noch nicht, es elektrifiziert die Stadt einmal mehr. Und: Eine Berliner Mannschaft steht im Viertelfinale.“, so der ehemalige Profi. Obwohl Union in der Tabelle besser da steht haben Buchmacher wie Betway Sportwetten keinen klaren Favoriten. Beide Teams werden mit einer Quote von 2,60 gelistet (Stand: 14.01.22). Aber der Pokal hat bekanntlich auch seine eigenen Gesetze. Wir sind gespannt welcher Hauptstadtclub in die nächste Runde einzieht. Mit zwei Bundesligisten ist Berlin fußballerisch „besser“ aufgestellt, als jede andere Stadt in Deutschland. Wenn beide Mannschaften noch mehr Erfolge einfahren könnten, würden sie sicher auch noch mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Und wer weiß, vielleicht gibt es in diesem Jahr bereits einen Überraschungserfolg im DFB-Pokal. Denn eines steht fest, ganz gleich, ob Union oder Hertha. Bei einem Pokalfinale im Olympiastadion hätten beide Teams sicher ein Heimspiel.