Gefunden - unsere Besten!
Fb. In. Tw. Be.
Fitnness, Yoga, 2020, Trend

Die Corona Pandemie ist für viele Millionen Menschen ein einschneidendes Erlebnis – selbst dann, wenn sie gar nicht von dem Virus befallen sind. Die Maßnahmen zur Kontaktbeschränkung bis hin zur Quarantäne haben unser Freizeitverhalten verändert. Nachhaltig?

Viele Freizeitaktivitäten waren in der Corona Pandemie nicht möglich. Das Treffen mit Freunden im Restaurant, der Clubbesuch und sogar ein Kaffee trinken am Nachmittag mit der Familie: All dies war durch die Restriktionen stark eingeschränkt oder gar nicht machbar. Auch das Fitnessstudio, Shoppingstrips, Vereinssport, ein Besuch mit Freunden im Casino: Die Liste der durch die Kontaktbeschränkungen weggefallenen Freizeitaktivitäten ist lang. Skype Sportaktivitäten, Online Shopping, Zoom mit Freunden, Online Casino Apple Pay – das ist die neue Realität. 

GfK Studie: Wie haben die Deutschen ihre Corona Freizeit verbracht?

Während Freizeitaktivitäten in vielen Fällen weggefallen sind, blieb die Freizeit jedoch vorhanden. Viele Menschen verfügten während der Pandemie sogar über mehr Freizeit – entfielen doch durch Homeoffice Fahrtzeiten zur Arbeit. Nicht wenige waren sogar von Arbeitslosigkeit und/oder Kurzarbeit betroffen und mussten dadurch unfreiwillig zusätzliche Freizeit „in Kauf nehmen“. Was haben die Menschen mit all dieser Zeit angefangen? Dieser Frage sind Wissenschaftler nachgegangen. So hat die Hamburger Stiftung für Zukunftsfragen das Marktforschungsinstitut GfK mit einer Umfrage beauftragt. Befragt wurden mehr als 2000 Menschen im Alter von 18-74 Jahren. Bei der Befragung ging es um die Gestaltung der Freizeit. Ein wichtiges Fazit der Studie, über die unter anderem das ZDF berichtete: Die Menschen haben mehr Zeit mit Aktivitäten in der (Kern-)Familie verbracht. So wurden mehr Gesellschafts- und Kartenspiele gespielt und mehr Tagesausflüge durchgeführt.

Die Top-5 der Corona Freizeitaktivitäten

Die Studie nennt fünf Aktivitäten, die unter den Befragten besonders häufig genannt wurden.

Aktivität 1:
Streaming. Im Befragungszeitraum 2020 gaben 58 % der Umfrageteilnehmer an, mindestens einmal im Monat Streamingdienste wie Netflix zu nutzen. 2019 waren es noch 39%. Immerhin 44% nutzen die Streamingdienste sogar mindestens einmal pro Woche. Auch dies ist ein deutlicher Anstieg gegenüber 2019 (43%). Verwundern kann dies nicht. Auch andere Studien legen nahe, dass die Menschen in der Pandemie mehr Zeit online verbracht haben.

Aktivität 2:
Aufgeschobene Dinge erledigen. 50% der Befragten gaben an, bereits länger aufgeschobene Dinge erledigt zu haben. Es handelt sich dabei um eher als unangenehm empfundene Aufgaben wie etwa Papierkram, Steuererklärungen, Grundreinigung der Wohnung etc.

Aktivität 3:
Heimsport. Die Fitnessstudios waren über lange Zeiträume geschlossen, auch Sportvereine durften ihre Mitglieder nicht empfangen. 41% der Befragten gaben deshalb an, zu Hause Sport getrieben zu haben. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Ein stationäres Heimfahrrad eignet sich ebenso zum Homesport wie Gymnastik oder Kraftübungen. Auch virtuelle Angebote und Kurse dürften während der Pandemie stark nachgefragt gewesen sein.

Aktivität 4:
Videokommunikation. Dienste für Videokonferenzen wie Skype oder Zoom gehören zu den Gewinnern der Pandemie. Millionen Menschen im Homeoffice nutzen nun diese Angebote. Auch im Privatleben werden Videotelefonate für den Kontakt zu Freunden und Familie genutzt. 41% der befragten Umfrageteilnehmer nutzen Skype und Co. auch privat. Ein Vergleichswert zur Vor-Corona-Zeit ist allerdings nicht angegeben.

Aktivität 5:
Heimwerken. Passionierte oder zumindest motivierte Heimwerker haben im Zuge der Kontaktbeschränkungen angepackt und ihr Zuhause verschönert. Immerhin 25% bejahten die Frage nach einer solchen Aktivität.

Was bleibt nach der Pandemie?

Was nach der Pandemie von dem veränderten Freizeitverhalten übrig bleiben wird, ist ungewiss. In der Arbeitswelt bleiben einige Änderungen möglicherweise auf Dauer bestehen. Experten gehen davon aus, dass Unternehmen auch künftig auf viele Geschäftsreisen verzichten werden. Als zu effektiv haben sich Videokonferenzen über Zoom und Co. erwiesen, als dass erneut hohe Kosten für Anreise, Hotels etc. in Kauf genommen werden könnten. Auch in der Freizeit könnte es dauerhafte Änderungen geben. So könnte mancher das Kochen neu für sich entdeckt haben und künftig seltener Restaurants besuchen. Andere wiederum dürften Gefallen am Individualsport im Park oder daheim gefunden haben und so auf eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio verzichten.