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Foordtruck Frittenwirtschaft

Ein Foodtruck aus Berlin-Brandenburg macht herkömmliche Zwischenmahlzeiten modern und mobil.

Viele Menschen der deutschen Sprachgemeinde haben das Gefühl, dass sich unsere Ausdrucksart im 21. Jahrhundert sehr verändert. Zum einen wächst unser Wortschatz schneller als je zuvor: Anglizismen, also aus dem Englischen angeeignete Begriffe, zusammengesetzte Wortschöpfungen, Neologismen und Umgangssprache bereichern die Rede-Vielfalt. Gründe dafür sind sicherlich Globalisierung und Digitalisierung. Gleichzeitig wird unser Ausdruck härter. Deutsche benutzen mehr Steigerungsformen und stärkere Wörter. So wird sich mittlerweile gefragt, ob der Mensch im Auto vor uns eigentlich „komplett bescheuert“ und nicht mehr nur noch „doof“ ist. Gleichzeitig sind die Deutschen Experten der Fäkalsprache und bringen gerne den ein oder anderen saloppen Begriff in die Unterhaltung. Sexualisierungen und Vulgarität geben einen humoristischen Beigeschmack, den viele Kommunikationspartner schätzen. Deshalb ist ein Abendessen jetzt nicht mehr „köstlich“, sondern „mega geil“.

Elaboriertes Snacken – Eine Mahlzeit, die niemals enden soll

Die Schnelligkeit unserer Welt hat auch viele andere Innovationen hervorgebracht. Dazu gehört die Idee des Imbisses‘. Diese Form der Mahlzeit, die zwischendurch mit wenig Zeit eingenommen wird, gibt es in vielen Kulturen. Im Englischen (mittlerweile auch im Deutschen) kennt man sie als „Snack“. Doch es gibt Imbisse, die sind so gut, dass das Konzept „Zwischenmahlzeit“ nicht mehr zutrifft. Wahre Meister des elaborierten Snackens mit Niveau, Vielfalt und Sinnesgenuss sind die Gründer von Frittenwirtschaft. Sebastian und Stefan sprengen das Streetfood-System indem ihre Mahlzeiten so geschmacksintensiv und ausgewogen sind, dass man sich dafür mehr Zeit nehmen möchte als für ein Drei-Gänge-Menü. „Wir kennen uns, seit wir drei Jahre alt sind und waren schon als Kinder Geschäftspartner. Beim Kirschenpflücken, die wir dann an Leute verkauft haben. Damals waren wir acht.“ erzählt der gebürtige Mecklenburger Sebastian lachend, während sein Kollege inzwischen in den Lehrerberuf gewechselt ist. Man trifft Frittenwirtschaft in ihrem amerikanischen Foodtruck in Berlin und Brandenburg bis Neustrelitz. Ursprünglich standen sie damit am Mauerpark und an Impfzentren. Nun rollen sie für Unternehmen und Events auf den Hof.

Food Porn à la Frittenwirtschaft

Wie sich die beiden auch gut beschreiben lassen, ist mit einer kuriosen Neuschöpfung des modernen Sprachwandels: Sie produzieren „Food Porn“. Der Neologismus bezeichnet Speisen, die für das Auge übermäßig genussvoll und sinnesfreudig angeordnet sind. Kaum jemand fühlt sich davon nicht angesprochen. Es braucht ein Beispiel? Dann genügt ein Blick auf die Website von Frittenwirtschaft. Eine Auswahl: Zu sehen sind knusprige, goldene Fritten arrangiert wie ein Mikado-Spiel. Daneben ein mehrschichtig gestaffelter, saftig bunter Burger. Hinzukommen zahlreiche, auch vegane Dips mit Kombinationen, die wir nicht kannten, aber brauchen. Außerdem: die Currywurst (auch vegan). Zarte Stückchen geschnitten in etwas Tomatensoße und mit sonnengelbem Pulver berieselt – zum Anbeißen! Wie schön, in einer Kultur zu leben, die solche Snacks hervorbringt! Genauso schön, wie eine Sprache zu sprechen, die für fast jedes Bedürfnis ein Wort findet – oder eben für Geschäftsnamen wie „Frittenwirtschaft“. Lust auf Pommes, Burger, Currywurst? Wer einmal deren Streetfood in die Hände bekommen hat, der verbindet Zwischenmahlzeiten ab sofort mit Frittenwirtschaft. Die Synapsen zwischen Snack-und-Frittenwirtschaft sind schneller gebildet als die Pommes aufgegessen sind. Aus gutem Grund: Immerhin haben die beiden sich selbst ein simples Versprechen gegeben: „Wir wollen einfach die geilsten Fritten machen.“

Streetfood so schnell und individuell wie Du

Es ist schon beeindruckend, wie Frittenwirtschaft herkömmliche Kultimbisse wie Pommes und Currywurst so fein ausarbeitet und anordnet, dass sie zum Glanz-Snack werden. Nicht nur das: „Unser Streetfood schmeckt auch so gut wie es aussieht.“ sagt Sebastian. Außerdem lassen die beiden Kindheitsfreunde nicht auf sich warten: „Mit bis zu 300 Portionen Berliner Currywurst & Pommes sind wir einer der schnellsten Foodtrucks Berlins. Bei gleichbleibend hoher Qualität.“ Ihre Rezepturen sind hausgemacht, gut durchdacht und vom Menschen für den Menschen kreiert. Die beiden Food-Profis wissen, dass wir alle unterschiedlich sind und nehmen deshalb auf diverse Vorlieben und Geschmäcker Rücksicht. Bei dem StreetFood Deluxe von Stefan und Sebastian kommen also nicht mehr nur noch Fleischesser auf ihre Kosten: Vegane Gourmets betören sie ebenso. Das ist längst kein Imbiss oder Fast Food mehr. Das ist modernes Smart-Snacken, für das man sich mal wieder so richtig viel Zeit nimmt. Bei den beiden ist es also kein Wunder, dass sich unsere Sprache wandelt. Ihre Mahlzeiten sind besser, schneller und vielseitiger als der Fast-Food-Standard. Die Inhaber sind authentischer, freundlicher und entspannter als die meisten Gastronomen. Als leidenschaftliche Macher und Herzensgründer verdienen sie unsere Aufmerksamkeit und dürfen sich zurecht einen Namen geben, der im Duden noch nicht steht. Und um ihr Essen zu beschreiben, kann man nicht anders als starke Worte zu wählen: Einfach saulecker.