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Silvester in Berlin – Eine Bilanz

Der Jahreswechsel ist vorbei! Berlin und ganz Deutschland haben gefeiert und das neue Jahr begrüßt. Doch wie friedlich bzw. ausgelassen war die Silvesternacht? Vor allem am Brandenburger Tor wurde gefeiert. Wer nicht live dabei sein konnte, machte es sich vor dem TV gemütlich und sah sich die verschiedenen Live-Auftritte einfach von der heimischen Couch aus an.

Nun, da das Jahr bereits mehrere Tage alt ist, ist es an der Zeit, sich mit den Statistiken auseinanderzusetzen. Wie friedlich, bewegt und wie entspannt feierten die Berliner ins neue Jahr?

Eisige Temperaturen sorgen dafür, dass viele Berliner nur kurz das Haus verlassen

Ein Blick auf das Brandenburger Tor, wo – wie auch in den Jahren zuvor – eine große Silvesterparty stattfand, zeigt, dass es sie immer noch gibt: die Hartgesottenen, denen auch Temperaturen rund um den Gefrierpunkt nichts ausmachen. Dennoch waren die vergleichsweise niedrigen Werte um 0°C einer der Gründe dafür, weswegen viele Berliner nach Mitternacht wieder den Weg in ihre Wohnungen antraten bzw. diese nicht verlassen hatten. Kein Wunder! Mit den richtigen Leuten stellt es immerhin kein Problem dar, in den eigenen vier Wänden auf das neue Jahrzehnt hinzufiebern. Neben klassischen Spielen, wie zum Beispiel Pantomime, Karaoke und Co. spielt hier mittlerweile verstärkt das Internet eine wichtige Rolle. Das bedeutet jedoch nicht, dass lediglich allein am Handy gezockt werden müsste. Viele Freizeitbeschäftigungen dieser Art sind weitaus geselliger, als es auf den ersten Blick den Anschein haben mag. Manchmal lässt sich sogar das Budget für das neue Jahr noch ein wenig aufbessern. Auch in diesem Jahr entschieden sich viele Tippgemeinschaften dazu, in der Silvesternacht eine Sportwette abzugeben. Seriöse Seiten boten natürlich auch zum Jahreswechsel viele Möglichkeiten und ließen auch mit Hinblick auf den Bereich der Zahlungsoptionen keine Wünsche offen. PayPal wird als sichere Zahlungsmethode unter anderem in Sportwetten angesehen. Daher erklärt es sich von selbst, weswegen gerade die großen Anbieter diese flexible Option bieten.

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Angriffe gegen die Polizei

Dass die Silvesternacht eine besondere Herausforderung für Polizei und Feuerwehr sein kann, ist bekannt. Die Statistik zur Nacht zeigt jedoch, dass es beim Jahreswechsel von 2019 auf 2020 vergleichsweise häufig zu Übergriffen gegen die Polizei in Berlin kam. Hieraus ergaben sich zahlreiche Verletzungen, die unter anderem durch Böller hervorgerufen wurden. Diese wurden in vielen Fällen wahllos auf die Einsatzkräfte geworfen. Unter anderem kam es an der Skalitzer Straße Ecke Wrangelstraße zu entsprechenden Zwischenfällen. Die Polizei musste sich hier mit Reizstoffsprühgerät zur Wehr setzen. Die Gruppe der Angreifer konnte jedoch entkommen. Nach diesem Erlebnis konnten einige Polizeibeamte ihren Dienst weiter fortführen. Andere mussten ihre Verletzungen ärztlich behandeln lassen und fielen den Rest der Nacht aus. In einigen Fällen kam es auch zur Sachbeschädigung von Einsatzwagen. Wer den Jahreswechsel jedoch direkt am Brandenburger Tor oder auf einer kleineren Party – zum Beispiel beim gemütlichen Männerabend – feierte, bekam hiervon nicht viel mit.

Feuerwerksverbotszonen wurden verstärkt kontrolliert

Wie in anderen Großstädten setzte die Polizei auch in Berlin auf Pyroverbotszonen. Wo privates Feuerwerk verboten wurde, entschied unter anderen die Situation an den betreffenden Orten im Vorjahr. Beim Wechsel auf 2020 durfte beispielsweise im Steinmetzkiez in Schöneberg und am Alexanderplatz in Mitte nicht geböllert werden. Dennoch versuchten einige, das Verbot zu umgehen. Überprüfungen fanden vereinzelt statt. Teilweise mussten Platzverweise ausgesprochen werden. Hier zeigten sich viele Silvesterfans weitestgehend kooperativ. Entweder gaben sie ihre Raketen direkt ab oder sie entschieden sich für eine andere Partylocation.

Schüsse in Moabit

Einen traurigen Einsatzhöhepunkt stellte die Schussabgabe durch eine Waffe in der Beusselstraße in Moabit dar. Als die Polizisten eintrafen, wurde auch ihr Wagen beschossen. Der Tatverdächtige versuchte zu fliehen, wurde jedoch später gefasst und konnte festgenommen werden, bevor er dann seinen Eltern übergeben wurde. Gegen den 17-jährigen laufen nun Ermittlungen wegen des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und Verstoß gegen das Waffengesetz.

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Verletzungen wegen unsachgemäßem Gebrauch von Feuerwerkskörpern

Es handelt sich um die klassischen Unfälle der Silvesternacht: die Verletzungen, die aufgrund von unsachgemäßem Gebrauch von Feuerwerkskörpern entstehen. Der Jahreswechsel von 2019 auf 2020 ist hierbei keine Ausnahme. Die Rettungsdienste rückten jedoch nicht deutlich öfter als in den Vorjahren aus – vielleicht auch deswegen, weil kleinere Verbrennungen manchmal auch selbst behandelt wurden. Auch vier schwerverletzte Kinder (unter zehn Jahren) wurden ins Krankenhaus eingeliefert. Hilfe vom Profi brauchte es aber vor allem dann, wenn Brände entstanden. Egal, ob in der Wohnung, im Mülleimer oder im Auto: die Folgen waren auch in diesem Jahr oft schwerwiegend. Und dennoch: circa 2.000 zusätzliche Polizisten und etliche Feuerwehrkräfte halfen dabei, den Jahreswechsel für viele Berliner, wie auch schon bei den Weihnachtsmärkten der Stadt ersichtlich wurde, zu einem schönen und unvergesslichen Erlebnis werden zu lassen.

 

 

 

 

 

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