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Piercings – Passend zum Trend, heißt richtig gepflegt!

in Beauty/Unterhaltung

Wer sich ein Piercing wünscht und womöglich schon die richtige Stelle dafür gefunden hat, der wird sich vermutlich vor den Risiken fürchten. Immerhin hört und liest man immer wieder von Komplikationen nach dem Studiobesuch – schmerzhafte Entzündungen, Schwellungen und Infektionen, die nicht mehr abheilen wollen.

Dafür muss aber nicht immer das Studio verantwortlich sein, oft ist man sogar selbst schuld an außerplanmäßigen Heilungsverläufen. Auf die richtige Pflege und Wundversorgung kommt es schließlich an, sodass die Piercings auch wirklich das tun, was sie sollen, nämlich gut aussehen. 

Erst pflegen, dann stechen! 

Dass man ein frisch gestochenes Piercing richtig pflegen muss, weiß eigentlich jeder. Unbekannt ist jedoch meist, dass man bereits vor dem Termin im Piercingstudio, gewisse Regeln befolgen sollte. Allem voran steht natürlich die Wahl des richtigen Studios, denn dieses sollte sämtliche hygienische Standards befolgen, welche heutzutage einfach selbstverständlich sind. Der Piercer sollte ebenfalls bereits Erfahrungen auf seinem Gebiet haben, vor allem wenn es um Piercings an eher ungewöhnlichen Stellen geht. Auch sollte man wissen, dass bestimmte Körperstellen empfindlicher sind als andere und einer intensiveren Nachsorge bedürfen. Wer sich hier noch informieren und sich Tipps holen möchte, dem sei der Artikel von Matthias Speck zum Thema Piercings bei Frauen und Männern zu empfehlen. Vielleicht kommt dann die eine oder andere Erkenntnis dazu, welche Arten von Piercingschmuck überhaupt gerade modern sind. Bei guten Piercingstudios werden kostenlose Beratungen angeboten und dies sollte man auch bestenfalls nutzen. Hilfreich sind dann auch Bewertungen und Erfahrungsberichte im Internet über das Studio. 

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Egal ob Nase oder Mund – das Piercing kommt einfach nicht aus der Mode. – © Pixabay

Schießen, stechen, punchen – die Methode entscheidet über die Pflege

Die Art des Stechens hat mitunter Auswirkungen auf die Heilung. Die bekannteste Methode ist dabei das Schießen, wie man es meist bei Piercings am Ohr anwendet. Allerdings verletzt diese Vorgehensweise auch mehr Gewebe, als bei anderen Piercingmethoden. Bei Piercings, welche im Knorpelbereich gestochen werden sollen, ist diese Methode eher unangebracht, da es schnell zu Entzündungen und anderen Komplikationen kommen kann.  Die gängigste Methode ist das Stechen, wofür eine sterile Kanüle oder Nadel Anwendung findet. Sie durchsticht das Gewebe oder den Knorpel, ohne dieses dabei zu quetschen oder unnötig in Mitleidenschaft zu ziehen. Mit Hilfe der Kanüle wird dann direkt der ausgewählte Schmuck eingesetzt. Das Punchen ähnelt dieser Methode, allerdings wird das vorhandene Gewebe nicht durchstochen, sondern herausgestanzt, ähnlich wie beim Lochen eines Papiers. Der Druck auf das neue Piercing wird dabei reduziert und der Heilungsprozess verkürzt sich. 

Pflege des frischen Piercings 

Egal für welche Stelle man sich entschieden hat, das herumspielen daran mag zwar verlockend sein, ist aber für die kommenden Tage verboten. Durch die ständige Berührung gelangen schließlich Keime und Bakterien in die noch nicht verheilte Wunde und Infektionen sind vorprogrammiert. Wer das Piercing dann doch anfassen muss, etwa zur Reinigung und Pflege, der sollte sich seine Hände vorab waschen und desinfizieren. Vorhandene Kruste, welche sich normalerweise bildet, darf nicht abgekratzt werden. Sie sollte bestenfalls mit warmem Wasser aufgeweicht und vorsichtig entfernt werden. Wichtig ist dabei, immer vom Stichkanal wegzuwischen, um keine Krustenteile in die Wunde zu reiben. Bei der Wahl der Mittel zur Piercingpflege gilt, keine Experimente mit Hausmittelchen zu unternehmen. Gute Piercer empfehlen entsprechende Produkte, welche meist auch direkt vom Studio gekauft werden können. Professionelle Studios arbeiten beispielsweise mit dem bekannten Pflegeprodukt Prontolind. Je nach Piercingart ergeben sich natürlich immer besondere Regelungen, wie beispielsweise beim Zungenpiercing. Im Mund können natürlich keine Pflegemittel verwendet werden, stattdessen sind Mundspüllösungen die bessere Alternative. Auch bei Intimpiercings ist es schwierig, mit herkömmlichen Hautdesinfektionsmitteln zu arbeiten, da hier ansonsten das empfindliche Milieu in diesem Bereich geschädigt werden könnte. Piercings sind natürlich ein Leben lang zu pflegen, egal wie lange man es schon hat. Frisch gestochen gelten jedoch besondere Pflegemaßnahmen für einen Zeitraum von bis zu 3 oder 4 Wochen. Zu häufiges Reinigen kann die Wunde allerdings ebenfalls reizen, sodass man die Pflege auf maximal 2x täglich beschränken sollte. Hält man sich an die Pflegeanweisungen aus dem Studio, so kann eigentlich nichts mehr schiefgehen! 

ist unsere Frau für das gesunde Miteinander zwischen unserem Magazin und der Konsumwelt. Schreibt aber auch über Mode, Musik und das Leben.

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