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Online Dating Betrug und Cybersicherheit

Manche lernen beim Online Dating ihre große Liebe kennen. Andere gehen Betrügern auf dem Leim. Letzteres ist nicht nur persönlich schmerzhaft, sondern oft auch sehr teuer und manchmal sogar gefährlich. Betrug rund um Online Dating gehört zu den großen neuen Themen bei der Cybersicherheit.

Auf Online Dating Portalen tummeln sich Millionen Menschen. Nicht alle davon haben hehre Ziele. Einige sind schlicht Betrüger. Früher gab es Heiratsschwindler. Diese täuschten einen hohen sozialen Status vor und brachten damit vor allem Frauen um ihr Geld. Heute hat sich dieses Geschäftsmodell in leicht abgewandelter Form ins Internet verlagert.

Geschäftsmodell: Vertrauen aufbauen und abzocken

Das Geschäftsmodell besteht darin, Vertrauen aufzubauen und es danach durch die Abzocke von Geld zu missbrauchen. Das Prinzip: die Täter bauen über Online Dating Portale Vertrauen zu ihren Opfern auf. Dies beginnt ganz harmlos. Die Täter kontaktieren ihre Opfer und präsentieren sich mit attraktiven Profilen. Beißt ein Opfer an, wird eine Masche gestartet. An deren Ende steht die Frage nach Geld.

Wenn Soldaten dringend Geld brauchen…

Den Strafverfolgungsbehörden sind hier verschiedene Varianten bekannt. Eine davon ist die sogenannte Militärromanze. Die Täter täuschen vor, Militärangehörige zu sein. Sie erzählen dann häufig, kurz vor dem Ende ihrer erfolgreichen militärischen Laufbahn (und damit vor dem Eintritt in einen gut dotierten Ruhestand) zu stehen. Außerdem sind diese Lockvögel typischerweise verwitwet. Bei dieser Masche wird via Mail häufig Kontakt ausgetauscht. Aus Sicht des Opfers sieht alles authentisch aus: In E-Mails werden immer wieder Ränge, Titel und Standorte genannt. Plötzlich folgt dann eine Bitte um Geld. Die Masche: Der Soldat sei an einen weit entfernten Ort der Welt versetzt worden und könne von dort aus keine Zahlungen vornehmen, benötige aber dringend Geld. Unser Tipp für diesen Fall: Empfehlen Sie dem Online Dating Betrüger ein Casino mit Freispielen ohne Einzahlung. Dort kann er auch ohne liquide Mittel spielen und sich die Zeit vertreiben, bis ihn die Behörden gefunden haben. Die Behörden informieren Sie natürlich sofort!

Online- Kriminalität: Wenn alles vor dem Bildschirm von jemandem aufgezeichnet wird und zur Erpressung dient. – Foto: Pixabay

… Wenn der Flirt plötzlich Geld erpressen möchte…

Eine weitere Masche betrifft schlichte Erpressung. Das Prinzip: Ein Verehrer startet immer wieder Gespräche per Videochat. Er versucht, sein Gegenüber dazu zu bringen, sich vor dem Bildschirm ganz oder teilweise zu entkleiden und im Idealfall noch andere intime Handlungen vorzunehmen. Plötzlich wird es dann ernst. Der Betrüger behauptet, all dies auf Video aufgezeichnet zu haben. Die Drohung: Wenn das Opfer nicht eine geforderte Geldsumme bezahlt, wird das Video in sozialen Netzwerken geteilt und im Internet verbreitet. Wer hier zahlt, ist ganz sicher nicht aus dem Schneider. Nach der ersten Zahlung wird die nächste Forderung im Raum stehen.

Betrügerische Websites erkennen

Eine weitere Problemstellung rund um Online Dating Betrug sind betrügerische Websites. Dies sind Websites, die nur auf den ersten Blick so aussehen wie Dating Plattformen. Tatsächlich werden die Angebote von Kriminellen betrieben. Wer sich anmeldet, hinterlässt diesen Kriminellen seine persönlichen Daten (gegebenenfalls inklusive zahlreicher intimer Angaben zur Partnersuche). Wer dort bezahlt, verliert Geld ohne die geringste Chance auf eine seriöse Partnervermittlung. Es gibt einige Verdachtsmomente, die auf falsche Seiten hinweisen. Dazu gehört zumeist eine große Zahl an Anfragen, die sofort nach der Kontoeröffnung eingeht – auch dann, wenn Sie noch gar kein Bild hinterlegt und keine Informationen hinterlassen haben. Betrügerische Anfragen können auf falschen und echten Online Dating Seiten eingehen. Ein Warnsignal sind stets Texte, die irgendwie nach Übersetzungsprogramm klingen. Dahinter stecken häufig ausländische Banden, die sich in verschiedenen „Märkten“ tummeln möchten. Auch Dienstleister im Bereich Cybersicherheit wie zum Beispiel Kasperski warnen vor solchen Anfragen. Generell sollten Verbraucher mit ihren Daten im Internet sehr vorsichtig umgehen. Es gilt der Grundsatz: Hinterlassen Sie so wenige persönliche Daten wie nötig und bezahlen Sie so sicher wie möglich. Bezahlmöglichkeiten sind eine Schwachstelle vieler Internetbetrüger. Prüfen Sie deshalb im Vorfeld einer Einzahlung, ob auch seriöse Zahlungsdiensteanbieter wie Kreditkarten, PayPal etc. eine Kooperation betreiben. Das Logo auf der Seite sagt darüber nichts aus. Entscheidend ist, dass der Zahlungsvorgang tatsächlich angestoßen werden kann. Dies lässt sich mit wenigen Klicks in Erfahrung bringen.

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