Mode, Beauty, Bio

Öko-Mode-Touren in Berlin

in Mode/Unterhaltung

Grün ist angesagt, auch was die Mode anbelangt, von Upcycling bis zu umweltbewussten Materialien, Fair Trade bis Manufaktur vor Ort ohne CO2-Fußabdruck. Berlin ist dabei einer der Trendsetter. Wie und wo sich in der Multi-Kulti-Metropole mit gutem Gewissen Shoppen lässt, kann inzwischen auf Stadtrundgängen entdeckt werden. Green Fashion Tours laden ein zum Blick hinter die Kulissen von neuen Läden, Second-Hand-Shops, Herstellern und Designern. 

Wie es sich gehört, werden die Touren so grün wie möglich absolviert, nämlich zu Fuß, per Fahrrad oder per öffentlichen Verkehrsmitteln. Wer so tief wie möglich in das Thema Green Fashion einsteigen möchte, kann zudem Workshops buchen. Berlin ist groß, und das ist auch die Auswahl an Szenevierteln. Neukölln, Mitte, Kreuzberg, Prenzlauer Berg und Charlottenburg gehören seit langem zu den Trendsettern in einer Stadt, die nie still steht.

Bio ist auch in der Mode in

Zu den breitgefächertsten Läden, was fair gehandelte, umweltbewusste Mode aus Biomaterialien von verschiedenen Marken angeht, gehört „Wertvoll“ in der Marienburger Straße. Zum Sortiment gehören unter anderem vegane Sneaker, Hemden aus Biobaumwolle und handgefertigter Schmuck. Das Stichwort vegan war laut der globalen Modesuchmaschine Lyst bereits im vergangenen Jahr ein beliebter Suchbegriff. Nachhaltigkeit hat schon längst den Nischencharakter und das Klischee von selbstgestrickten Pullundern und Holzsandalen abgelegt. Business-Mode, Abendkleidung, Freizeitklamotten und Streetwear aus nachhaltigen Materialien gewinnen immer mehr Freunde. Die britische Designerin und engagierte Vegetarierin Stella McCartney setzt seit Jahren auf Fake Fur statt echten Pelz und nachgemachtes Leder. Weniger renommiert, aber genauso engagiert und dabei deutlich bezahlbarer sind Berliner Firmen, die sich voll der grünen Mode verschrieben habe. Bei „Grüne Erde“, „Slow Mo“, „Loveco“ und anderen innovativen Läden ist der Name Programm.

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Aus alt mach fast neu: Vintage geht immer!

Vintage und Second-Hand liegen ebenfalls überall im Trend. Vor allem Markenhandtaschen von Luxus-Designern, Schmuck und Luxus-Schuhe gefragt, bei denen Markenname und Langlebigkeit übereinstimmen. Dabei  wird auch immer mehr eigene Kreativität freigesetzt. Ein Upcycling-Workshop, der einzig und allein Taschen des Luxusherstellers Louis Vuitton gewidmet war, ist zwar noch eine Ausnahme, aber mit ein bisschen Fantasie und guten Ausgangsmaterialien erfährt so manche Klamotte eine sehenswerte Verwandlung. Bei der Berliner Fashion Week 2018 standen unter anderem Lederjacken, die durch Upcycling ein neues Aussehen erhalten, und innovative Materialien wie Bademode aus recycelten Plastikflaschen oder Taschen aus exotischen Pflanzen im Blickpunkt. Ein gesamtes Stockwerk war grüner Mode gewidmet, sicheres Zeichen für das wachsende Interesse an Innovationen, die gut für den Planeten ist, ohne auf Stil verzichten zu müssen.

Fairtrade Siegel hilft beim bewussten Kauf

Allein in Deutschland wurden im Jahr 2008 insgesamt rund 850.000 Kleidungsstücke mit Fairtrade-Siegel verkauft. Im Jahr darauf wurde bereits die Zwei-Millionen-Marke geknackt. Seitdem ist das Interesse weiter kräftig gestiegen. Im Jahr 2017 besaßen mehr als 12,23 Millionen in Deutschland verkaufte Kleidungsstücke das Fairtrade-Siegel. Wer sich einer der Rundgänge mit Green Fashion Tours in Berlin anschließen möchte, muss vorab buchen. Angeboten werden öffentliche Führungen an jedem ersten Freitag im Monat sowie nach Absprache für Gruppen. Außerdem können ein- bis fünftägige Seminare inklusive Rundgang, praktischen Workshops und Vorlesungen mit Experten gebucht werden. Doch auch die „normalen“ Spaziergänge sind vollgepackt mit Informationen, und mit Produkten, die den Konsum ohne zwickendes Ökogewissen erlauben.

  

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