Kaffee, Maschine, Barista

Kaffee in Kreuzberg, Mitte oder Friedrichshain – Warum die Cafés in Berlin eine Reise wert sind

Wer bei Cafés und Kaffeegenuss zuerst an Wien denkt, hat Berlin schon lange keinen Besuch mehr abgestattet. Denn in den letzten Jahren hat sich die deutsche Hauptstadt zum heimlichen Europameister in Sachen Kaffee entwickelt. Hier gibt es eine reiche Kaffeekultur und eine Vielzahl an Cafés mit unterschiedlichen Stilen und Einrichtungen.

Vor allen in den Bezirken Kreuzberg, Mitte und Friedrichshain ist die Kaffeekultur lebendig, aber auch die anderen Bezirke haben tolle Cafés zu bieten. Allerdings ist auch in Berlin der Trend hin zum Coffee-to-go ganz klar feststellbar.

Berlin ist eine Weltstadt mit Herz für Kaffee

Manche sagen, man muss verrückt sein, um ein Café in Berlin zu eröffnen. Andere sagen, man muss ein Träumer sein. Mittlerweile ist die Zahl an Cafés in der deutschen Hauptstadt so groß, dass sich Neulinge nur schwer gegen die bereits vorhandene Konkurrenz durchsetzen können. Deswegen ist es besonders wichtig, ein klares, verständliches und individuelles Konzept für das eigene Café zu besitzen. Nur wer Alleinstellungsmerkmale besitzt und sich geschmacklich und vom Ambiente her von der Konkurrenz abhebt, hat in Berlin eine Chance. Die Berliner zeigen in ihrer Freizeit eine erstaunliche Geduld, was das Kaffee trinken angeht. Sie sind leicht dafür zu begeistern, sich in einem gemütlichen Kaffee zusammenzusetzen und ein paar leckere Getränke zu genießen. Hierbei kommt es ihnen vor allem auf die Gemütlichkeit und den Geschmack der einzelnen Kaffeesorten an. Wenn das Gesamtkonzept stimmt, verbringen die Berliner durchaus einmal mehrere Stunden in einem Café.

Das zeichnet die Cafés in Kreuzberg aus

Kreuzberg ist nach wie vor ein Szenebezirk, in dem kreative und alternative Menschen leben. Diesen ist es gerade wichtig, das Kaffeetrinken zu einem Event zu machen und jeden einzelnen Schluck rundum zu genießen. Deswegen sind vor allem in Kreuzberg viele Cafés zu finden, die sich an ganz unterschiedliche Zielgruppen richten. Diesen kommt die gemütliche Atmosphäre des Bezirks zugute, in der sowohl kleine, familiäre Cafés als auch große Ketten problemlos koexistieren und den Menschen klassische und außergewöhnliche Kaffeesorten anbieten können. Ein typisches Beispiel für ein kleines, gemütliches Café in Kreuzberg ist das Cutie Pie. Dieses ist liebevoll eingerichtet und zeichnet sich durch eine hohe Gemütlichkeit aus. Insbesondere komfortable Sofas prägen das Ambiente des Cafés. Ebenso ist es möglich, den Hinterhof zu nutzen, um eine der vielen köstlichen Kaffeesorten zu probieren. Hier gibt es klassische Cafés ebenso wie außergewöhnliche Kreationen. Wer zum Beispiel eine Honig-Eukalyptus-Milch ausprobieren möchte, ist im Cutie Pie genau richtig.

Mitten in Berlin einen Kaffee trinken

Der Bezirk Berlin-Mitte ist das historische Zentrum der Hauptstadt und zieht Gäste aus aller Welt immer wieder an. Hier gibt es fantastische Sehenswürdigkeiten wie den Fernsehturm oder den Berliner Dom zu bestaunen, aber auch das Rote Rathaus und die Weltzeituhr sind hier zu finden. Zwischen den einzelnen touristischen Highlights und Stationen auf dem Weg durch diesen kulturell bedeutsamen Bezirk suchen sich die Besucher immer wieder kleine, gemütliche Cafés, um sich auszuruhen und neue Kräfte zu tanken. Ein populäres und erfolgreiches Beispiel für ein Café in Mitte ist die Wilde Mathilde. Diese wartet mit köstlichen Speisen und Getränken sowie einem unterhaltsamen Entertainment-Programm auf und verkörpert die Liebe der Berliner zu kuriosen Namen, die sich reimen. Das Café bietet zahlreiche Kuchenspezialitäten und Leckereien, zu denen ein Kaffee hervorragend passt. Eine Stärke ist hierbei die große Auswahl an Sorten, durch die sichergestellt ist, dass für jeden Geschmack das Passende dabei ist.

Auf einen schnellen Café nach Friedrichshain

Friedrichshain ist der Nachbar und Bruder von Kreuzberg. Hier herrscht eine lebendige und aktive Kulturatmosphäre vor. So gibt es beispielsweise zahlreiche Off-Bühnen, auf denen Theaterbegeisterte ihre eigenen Stücke produzieren und präsentieren können. Außerdem sorgen kleine Kinos für eine besondere, kulturfreundliche Atmosphäre. Nicht zuletzt tragen auch die Cafés und Coffeeshops in Friedrichshain zu diesem Ambiente bei. Insbesondere deshalb kämpfen die Menschen vor Ort für ihr Lebensgefühl und setzen sich verstärkt gegen die zunehmende Gentrifizierung des Bezirks ein. Das Café Cebe Coffee Roasters ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie ein Träumer seine Ideen verwirklicht. Obwohl es in Friedrichshain bereits eine Vielzahl an Cafés und Coffeeshops gibt, hat Tugba Cebe den Schritt gewagt, ein weiteres zu eröffnen. Er hat mit dem „Karamell“ im Nordkiez von Friedrichshain bereits sehr viel Erfahrung gesammelt und kennt sich in der Branche aus. Nun hat er in der Boxhagener Straße ein weiteres Café eröffnet, das sich insbesondere dadurch auszeichnet, dass es eine eigene Röstmaschine besitzt. Somit kann viermal pro Woche frisch geröstet und köstlicher Kaffee angeboten werden.

Die anderen Berliner Bezirke
sind ebenfalls Fans von Kaffee

Die drei oben genannten Bezirke im Herzen der Hauptstadt haben eine große Dichte an Cafés und erfinden den Kaffeegenuss immer wieder neu. Das bedeutet jedoch nicht, dass die anderen Bezirke keine Kaffeekultur zu bieten hätten. Im Gegenteil gibt es auch in den Randbezirken von Spandau über Steglitz bis hin zu Köpenick viele Cafés mit zahlreichen Kaffeeklassikern und Eigenkreationen. Äußerst beliebt ist beispielsweise das Nuovo Antica Roma am Wittenbergplatz in Schöneberg. Das italienische Restaurant hat den Flair eines Cafés und versteht es, den typisch italienischen Kaffeegenuss erfahrbar zu machen. Von hier aus sind Sehenswürdigkeiten wie die St. Matthiaskirche, der Kleistpark und der Potsdamer Platz gut zu erreichen, sodass Sightseeing und Kaffeegenuss optimal miteinander kombiniert werden können.

 

Coffee to go, aber bitte mit eigenem Becher

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Grundsätzlich lieben es die Berliner, sich Zeit für ihren Kaffee zu nehmen und sich in ein Restaurant zu setzen. Für sie bedeutet Kaffeegenuss nicht nur köstlicher Geschmack, sondern auch in einer tollen Atmosphäre und mit netten Menschen eine großartige Zeit zu verbringen. Wäre das nicht der Fall, könnten sich die zahlreichen Cafés in den verschiedenen Bezirken nicht so gut halten. Allerdings hat in den Jahren der Trend zur Beschleunigung auch Berlin erreicht. Das hat dazu geführt, dass der Coffee to go Trend in Berlin immer stärker zugenommen hat. Gerade Geschäftsleute mit wenig Zeit genießen es, sich einen Kaffee mit auf den Weg nehmen und unterwegs genießen zu können. Die Zahl der Plastik- und Pappbecher ist in den letzten Jahren deutlich angestiegen und Cafés, die ihre Getränke to go anbieten, erfreuen sich an steigenden Umsätzen. Allerdings zeigt sich auch die alternative Seite Berlins beim Coffee-to-go. So entscheiden sich immer mehr Nutzer dafür, ihre eigenen Becher mit zum Café zu nehmen und ihre Getränke dort hineinfüllen zu lassen. Somit leisten sie einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz, ohne auf ihren Kaffeegenuss verzichten zu müssen.