Berliner Fernsehturm

Was die Liebe und Leidenschaft zum Fußball betrifft, können sich nur wenige Länder der Welt mit Deutschland messen. Fast jede deutsche Stadt darf auf einen europaweit bekannten Fußballnamen stolz sein, der einige große Erfolge in der Geschichte feierte. Die Hauptstadt Berlin stellt diesbezüglich natürlich keine Ausnahme dar. Im Rampenlicht stehen die beiden Erzrivalen Hertha BSC und Union Berlin.

Doch wie sah die Geschichte der beiden Traditionsvereine Berlins aus? Die nächsten Zeilen geben Aufschluss darüber!

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Foto: © Hertha BSC / 1.FC Union

Hertha BSC

Der Geburtsstunde der alten Dame aus Berlin schlug bereits im Jahr 1892, womit Hertha zu den ältesten Fußballclubs Deutschlands gehört. Die Blau-Weißen brauchten nicht lange, um die ersten Erfolge zu verzeichnen, da Hertha BSC zwischen 1901 und 1923 mehrere Berliner Meisterschaften gewinnen konnte. Bald danach kam es zu den ersten goldenen Jahren der alten Dame. In der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg (bzw. von 1926 bis 1931) spielten die Berliner sogar sechsmal hintereinander im Endspiel um die Deutsche Meisterschaft, wobei man sich zwei Meistertitel sicherte (1930 und 1931). Obwohl Hertha auch danach alles andere als erfolglos war, kam die nächste goldene Ära erst in den 70-er Jahren.

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Ex-Herthaner Niklas Stark (jetzt Werder Bremen) und Hertha BSC – Etabliert in der obersten Spielklasse. – Foto: © City-Press GbR

Binnen dieser Zeitspanne war Hertha nämlich kontinuierlich im oberen Tabellenbereich der Bundesliga und war einmal Vizemeister (1975) sowie zweimal DFB-Pokal-Finalist (1977 und 1979). Die Titel kamen allerdings auf internationaler Ebene, und zwar in Form 4 Trophäen im Intertoto-Cup (1971, 1973, 1976 und 1978). Zudem stand Hertha in der Saison 1978/1979 im Halbfinale des UEFA-Pokals, das man gegen den serbischen Klub Roter Stern Belgrad verlor. In der jüngeren Geschichte schwankt Hertha BSC zwischen der ersten und zweiten Bundesliga, sodass es mit Ausnahme von zwei DFB-Ligapokal-Siegen (2001 und 2002) keine anderen Trophäen gab. Die langjährige Geschichte wurde von einigen fantastischen Fußballern gekennzeichnet, wie:

  •         Uwe Kliemann
  •         Arne Friedrich
  •         Hanne Sobek
  •         Erich Beer
  •         Marcelinho
  •         Michael Preetz

Union Berlin

SV Zehdenick 1920 – 1. FC Union Berin – Testspiel – Havelsportplatz – Zehdenick – Ergebnis 0:15. Foto: Privat

Der jüngere der beiden Traditionsvereine wurde 1966 als Nachfolger des SC Union Oberschönweide gegründet. Es dauerte bloß zwei Jahre, bis sich die populären Eisernen aus Berlin die erste Trophäe sicherten (FDGB-Pokalsieger 1968). Die darauffolgenden Jahre waren jedoch alles andere als erfolgreich, da Union Berlin als eine echte Fahrstuhlmannschaft galt, die sich ständig zwischen der Erst- und der Zweitklassigkeit bewegte. Trotzdem konnte man mit dem Gewinn des Intertoto-Cup im Jahr 1986 den bisher größten internationalen Erfolg feiern.  Die Probleme kamen in den 90-er Jahren, als den Eisernen aufgrund finanzieller Schwierigkeiten sogar der Bankrott drohte. Die Rettung kam 1997 mit dem Sponsorenvertrag mit Nike. Zur Jahrtausendwende schaffte Union, ins DFB-Pokalfinale einzuziehen und sich trotz der Niederlage gegen Schalke als erster deutsche Drittligist für den UEFA-Pokal zu qualifizieren. Seit 2019 sind die Eisernen wieder Erstklassig. Wer bei einem Wettanbieter ohne Oasis seine Tipps abgeben möchte, muss unbedingt wissen, dass Union aktuell seine goldenen Jahre durchlebt. Die Mannschaft des Trainers Urs Fischer qualifizierte sich nämlich in der Saison 2021/2022 für die Gruppenphase der Europa League und gilt darüber hinaus in der Saison 2022/2023 als eines der Überraschungsteams in der ersten deutschen Bundesliga. Zu den bekanntesten Spielern von Union Berlin gehören unter anderen:

  •         Sergej Barbarez
  •         Uwe Borchardt
  •         Jens Härtel
  •         Lutz Hendel
  •         Wolfgang Matthies
  •         Olaf Seier

Bisherige Aufeinandertreffen

Da diese beiden Teams in unterschiedlichen Zeiten erfolgreich waren, überrascht es nicht, dass es bislang lediglich zu 12 Aufeinandertreffen kam. Dabei waren die Eisernen mit 6 Siegen erfolgreicher. Zusätzlich dazu gab es jeweils 3 Unentschieden und Siege von Hertha. Interessant wirkt zudem die Tatsache, dass die Derbys in den letzten Jahren äußerst torreich waren, da jedes der 3 letzten Duelle mit mindestens 4 Treffern endete. Außerdem konnte Hertha keines der 5 letzten Spiele für sich entscheiden, sodass sich die Eisernen langsam zu einem echten Angstgegner für die Alte Dame entwickeln.

Foto: Pixabay