{"id":228068,"date":"2025-02-24T16:07:11","date_gmt":"2025-02-24T15:07:11","guid":{"rendered":"https:\/\/berlin030.de\/?p=228068"},"modified":"2025-02-24T16:07:11","modified_gmt":"2025-02-24T15:07:11","slug":"berlinale-gewinner-drommer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/berlin030.de\/en\/2025\/02\/24\/berlinale-gewinner-drommer\/","title":{"rendered":"Berlinale Gewinner: \u201eDr\u00f8mmer\u201c"},"content":{"rendered":"<p class=\"p1\" style=\"text-align: justify;\"><strong>\u201eDr\u00f8mmer\u201c (deutscher Titel: \u201eTr\u00e4ume\u201c) ist ein norwegisches Coming-of-Age-Drama unter der Regie von Dag Johan Haugerud, das auf der 75. Berlinale 2025 mit dem Goldenen B\u00e4ren ausgezeichnet wurde. Der Film bildet den Abschluss einer Trilogie, die mit \u201eSex\u201c und \u201eLove\u201c im Jahr 2024 begann, und widmet sich den komplexen Themen Jugend, Liebe und literarischer Ausdruckskraft.<\/strong><\/p>\n<p class=\"p1\" style=\"text-align: justify;\">Im Mittelpunkt der Geschichte steht die 17-j\u00e4hrige Johanne, die sich leidenschaftlich in ihre Lehrerin verliebt. Um ihre intensiven Gef\u00fchle zu verarbeiten, beginnt sie, ihre Erlebnisse und Emotionen mit schonungsloser Ehrlichkeit niederzuschreiben. Diese Aufzeichnungen werden zuf\u00e4llig von ihrer Mutter und Gro\u00dfmutter entdeckt. Obwohl sie zun\u00e4chst schockiert \u00fcber die intimen Details sind, erkennen sie bald den literarischen Wert von Johannes Texten. Dies f\u00fchrt zu einer tiefgehenden Auseinandersetzung innerhalb der Familie \u00fcber Themen wie Liebe, Identit\u00e4t und die Grenzen zwischen Realit\u00e4t und Fiktion.<\/p>\n<h3 class=\"p3\" style=\"text-align: center;\"><b>Wie wir es fanden<\/b><b><\/b><\/h3>\n<p class=\"p1\" style=\"text-align: justify;\">\u201eDr\u00f8mmer\u201c besticht durch seine feinf\u00fchlige und nuancierte Darstellung der inneren Welt einer Jugendlichen, die sich in einer Phase des emotionalen Aufruhrs befindet. Haugerud gelingt es, die Intensit\u00e4t erster Liebe und die damit verbundenen Verwirrungen authentisch einzufangen. Die Entscheidung, die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven zu erz\u00e4hlen, verleiht dem Film eine besondere Tiefe und erm\u00f6glicht es dem Publikum, die unterschiedlichen emotionalen Ebenen der Charaktere nachzuvollziehen. Die schauspielerische Leistung der jungen Hauptdarstellerin ist bemerkenswert. Sie verk\u00f6rpert Johanne mit einer Mischung aus Verletzlichkeit und Entschlossenheit, die ihre innere Zerrissenheit greifbar macht.<\/p>\n<figure id=\"attachment_228065\" aria-describedby=\"caption-attachment-228065\" style=\"width: 2500px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-228065\" src=\"https:\/\/www.030.media\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/202516839_4.jpg\" alt=\"Dr\u00f8mmer, Film, Berlinale, Goldener B\u00e4r\" width=\"2500\" height=\"1619\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-228065\" class=\"wp-caption-text\">Ane Dahl Torp, Ella \u00d8verbye in Dr\u00f8mmer | Dreams (Sex Love) von Dag Johan Haugerud. Foto \u00a9: Agnete Brun<\/figcaption><\/figure>\n<p class=\"p1\" style=\"text-align: justify;\">Auch die Darstellerinnen der Mutter und Gro\u00dfmutter liefern \u00fcberzeugende Performances, die die Generationenkonflikte und unterschiedlichen Sichtweisen auf Liebe und Moral eindrucksvoll darstellen. Visuell \u00fcberzeugt der Film durch eine poetische Bildsprache, die die Stimmung und Emotionen der Protagonistin widerspiegelt. Die Kameraarbeit f\u00e4ngt sowohl die Intimit\u00e4t der pers\u00f6nlichen Momente als auch die Weite der norwegischen Landschaft ein, was dem Film eine besondere Atmosph\u00e4re verleiht. Einige Kritiker bem\u00e4ngeln jedoch, dass der Einstieg in den Film durch lange Monologe und eine langsame Erz\u00e4hlweise etwas z\u00e4h wirkt. Doch sobald die Handlung an Fahrt aufnimmt, entfaltet sich eine tiefgr\u00fcndige und ber\u00fchrende Geschichte, die zum Nachdenken anregt.<\/p>\n<h3 class=\"p3\" style=\"text-align: center;\"><b>Was bleibt?<\/b><b><\/b><\/h3>\n<p class=\"p1\" style=\"text-align: justify;\">\u201eDr\u00f8mmer\u201c ist ein einf\u00fchlsames und k\u00fcnstlerisch anspruchsvolles Werk, das die Komplexit\u00e4t jugendlicher Emotionen und die Kraft des Schreibens thematisiert. Der Film fordert das Publikum heraus, sich mit Fragen der Identit\u00e4t, Moral und der subjektiven Natur von Realit\u00e4t auseinanderzusetzen. Mit seiner gelungenen Mischung aus intensiver Charakterstudie und \u00e4sthetischer Bildgestaltung verdient \u201eDr\u00f8mmer\u201c die Anerkennung, die ihm auf der Berlinale zuteilwurde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eDr\u00f8mmer\u201c (deutscher Titel: \u201eTr\u00e4ume\u201c) ist ein norwegisches Coming-of-Age-Drama unter der Regie von Dag Johan Haugerud, das auf der 75. 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