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Berlin zeigt sich schon immer offen für neue Trends und innovative Ideen. In der heutigen Zeit bedeutet das vor allem, dass die Stadt immer digitaler wird. Wer hier lebt, kann schon heute im Alltag von vielen praktischen virtuellen Tools profitieren. Der nächste Schritt auf dem Datenhighway in Richtung Zukunft scheint die digitale Geldbörse zu sein. Dass Du an den meisten Locations in Berlin schon lange bargeldlos und inzwischen auch kontaktlos bezahlen kannst, ist nicht neu. Aber wie steht es mit Bitcoin und Co.?

Kryptowährungen finden im E-Commerce und auch in anderen Bereichen, beispielsweise in bestimmten Restaurants oder bei Onlinespielen wie im Bitcoin Casino, immer stärkere Verbreitung. Auch in Berlin ist es inzwischen möglich, an verschiedenen Hotspots mit der digitalen Geldbörse zu bezahlen. Dieser Artikel gibt einen Überblick über die verschiedenen Bereiche, in denen es in Berlin sowie im Netz bereits möglich ist, mit Bitcoin zu bezahlen.

Bereit für die Zukunft: Digitales Berlin

Seit 2009 kursiert mit Bitcoin die erste Kryptowährung im Netz. Was zunächst wie ein Gedanken- und Rechenexperiment erschien, hat in den letzten Jahren konkrete Formen angenommen und sich überraschend stark verbreitet. Künstliche Währungen sind ein beeindruckendes Beispiel dafür, wozu hochmoderne KI im Stande ist. Auch in Berlin wagen sich immer mehr Läden an das Thema Kryptowährung heran. Der Slogan „Bitcoin accepted here“ prangt an Geschäften, Hotels, Cafés und Kneipen. Im Gästehaus „Lekkerurlaub Notaufnahme“ in Berlin-Kreuzberg können Gäste bereits ihren Aufenthalt sowie Essen und Trinken mit Bitcoin bezahlen. Damit gehört Cassandra Wintgens zu den sieben Unternehmern im Graefekiez, die sich bereit für eine digitale Zukunft machen. Pionier war Joerg Platzer, der in der Graefestraße in seiner Bar Room 77 als erster auch die digitale Geldbörse akzeptierte. Inzwischen trägt der Kiez auch den Beinamen „Bitcoinkiez“. Damit interessierte Besucher schneller herausfinden können, in welchen Läden Kryptowährung akzeptiert wird, ist die Internetpräsenz bitcoinkiez.com entstanden. Noch befindet sich die künstliche Währung als Zahlungsmittel in der Testphase, das Interesse noch verhalten. „Bisher gab es nur einen Kunden, der in der vergangenen Woche sein Essen mit Bitcoins bezahlt hat“, erklärt Cassandra Wintgens im Gespräch mit dem Tagesspiegel. „Ich finde es spannend. Banken brauchen wir für Bitcoins nicht. Die verarschen uns sowieso und tun nichts für uns als Kleinunternehmer.“ Aber nicht nur im Graefekiez hat die Kryptowährung schon Einzug gehalten. Wir zeigen Dir, wo Du jetzt schon mit Bitcoin und Co. bezahlen kannst.

Online-Spiele für PC, Konsole und Smartphone

Nicht unbedingt ein Berlin-Special, aber trotzdem eine Art Vorreiter in Sachen Kryptowährung als Zahlungsmittel sind Online-Spiele für PC, Konsole und Smartphone. Zu den ersten, die auch Tokens statt Euro akzeptieren, gehören die Online-Casinos. Im speziellen Bitcoin Casino ist die Wallet ebenso gerne gesehen wie alle anderen Zahlungsmittel. Andere Spieleentwickler haben inzwischen nachgezogen und Kryptowährungen ebenfalls in ihrem Zahlungssystem implementiert. Der französische Anbieter Ubisoft hat sich gegenüber der Kryptowährung Ethereum offen gezeigt. Hier sollen Spieler Grundspiele, Erweiterungen, Updates und einzelne Spielinhalte und Boni mit Tokens bezahlen können. Auch die Gaming-Plattform Steam ließ bereits verlauten, sich dem neuen Trend anschließen und verschiedene Kryptowährungen als Zahlungsmittel prüfen zu wollen. Für Gamer könnte diese technologische Revolution viele Vorteile mit sich bringen. Da alle Transaktionen lückenlos nachvollziehbar sind, bleibt ein Missbrauch sensibler Daten nahezu ausgeschlossen. Außerdem können Zahlungen weltweit ohne zusätzliche Verifizierung oder währungsabhängige Kursschwankungen erfolgen. Besonders für In-Game-Käufe und In-App-Käufe dürften Kryptowährungen deshalb in Zukunft immer interessanter werden.

Kultur meets Technik im Computerspielemuseum

Foto: beejees (CCO-Lizenz) / pixabay.com

Wir bleiben beim Thema, kommen aber aus dem World Wide Web zurück ins Herz von Berlin. Das Computerspielemuseum in der Karl-Marx-Allee hat sieben Tage die Woche für seine Besucher geöffnet. Gamer finden hier alles, von den Anfängen des Videospiels, echten Klassikern bis zu hochmodernen Entwicklungen in 3D- und VR-Technologie. Neben der Dauerausstellung mit vielen interessanten thematischen Führungen gibt es immer wieder Sonderausstellungen mit spannenden Schwerpunkten. Passend zum futuristischen Kontext können die Tickets für das Computerspielemuseum jetzt auch mit Kryptowährung bezahlt werden. Buchungen laufen über den Online-Ticketshop. Das E-Ticket kann beim Eintritt entweder über das Handy gescannt oder als Ausdruck vorgelegt werden.

Kneipen, Restaurants und Cafés

Die Bar „Room 77“ ist nicht die einzige Location, bei der Du für Dein leibliches Wohl mit Bitcoin bezahlen kannst. Auch das „Fabelhaft“ in der Schönleinstraße in Kreuzberg ist offen für Tokens. Hier findet sogar regelmäßig ein „Bitcoin-Mädchenabend“ statt. Nur ein kleines Stück entfernt, ebenfalls in der Schönleinstraße gelegen, akzeptiert das „Floors“ Bitcoin im Tausch gegen Kaffeespezialitäten und allerhand Leckereien. Wer in Friedrichshain auf Bitcoin-Tour gehen möchte, darf im „Rollberger“ einkehren. Die beliebte Kneipe in der Mainzer Straße schenkt selbst gebrautes Bier gegen Kryptowährung aus. In Neukölln akzeptiert die Kaffeebar „Leuchtstoff“ die virtuelle Geldbörse. Auch gepflegt essen gehen ist mit Kryptowährung möglich. Das Feinkostrestaurant „Patiti Patati“ in der Samariterstraße in Kreuzberg-Friedrichshain serviert köstliche Speisen und akzeptiert Tokens, ebenso wie das „TresCabezas“ in der Schlesischen Straße in Friedrichshain.

Essen bestellen mit Lieferando

Wer sich das Essen lieber nach Hause liefern lassen möchte, kann ebenfalls zum Bezahlen die Wallet zücken. Lieferdienst Lieferando bietet die neue Zahlungsoption grundsätzlich an, allerdings nur in Kooperation mit teilnehmenden Restaurants.

Shoppen in angesagten Läden

In Sachen Shopping hat Berlin einiges zu bieten. Neben klassischen Geschäften gibt es viele angesagte Szene-Läden, die der Stadt das gewisse Etwas verleihen. Einige von ihnen haben sich auf den Weg in die Zukunft gemacht und akzeptieren heute schon die Zahlung mit Kryptowährung. Dazu gehören:

 

  • „Tricky Tunes“: Der kultige Plattenladen am Sudhaus in Neukölln hat eine große Auswahl, die das Herz von Vinylfans höherschlagen lässt.

 

  • „Legacy BLN“: Im Szeneladen in der Yorckstraße zwischen Schöneberg und Kreuzberg gibt es alles rund ums Thema Graffiti. Szenekleidung, Schuhe und eine große Auswahl an Zubehör für Graffitikünstler kann hier gegen Kryptowährung eingetauscht werden.

 

  • „Otherland“: Der besondere Buchladen hat sich auf Science-Fiction, Fantasy und Horror spezialisiert und bietet eine große Genreauswahl in deutscher und englischer Sprache an. Neben Belletristik gibt es im „Otherland“ auch eine umfangreiche Comicabteilung sowie einen Extrabereich zum Thema Fantasy- und Sci-Fi-Rollenspiele. Kryptowährung wird hier schon seit Jahren akzeptiert.

Reisen buchen mit Expedia

Berlin ist schön, aber manchmal muss auch ein Tapetenwechsel her. Für Reisefans werden Kryptowährungen ebenfalls immer interessanter. So bietet der Reisegigant Expedia zum Beispiel inzwischen die Möglichkeit an, Flug- und Hotelkosten mit Bitcoin zu bezahlen. Damit ist das Internetportal der erste Anbieter auf dem deutschen Reisemarkt, der die Kryptowährung implementiert.

Spenden für Greenpeace, Mozilla und Wikipedia

Du möchtest das Leben genießen und etwas Gutes tun? Spenden sind immer eine gute Möglichkeit, um etwas zurückzugeben. Auch im Spendenbereich sind Kryptowährungen inzwischen angekommen. Die Umweltorganisation Greenpeace freut sich über jeden Bitcoin, den sie aus Spenden generiert und in eines ihrer zahlreichen Umwelt- und Klimaprojekte investieren kann. Auch die kostenlosen Services von Mozilla und Wikipedia freuen sich über eine kleine Zuwendung von den Usern, damit sie ihr Angebot auch weiterhin kostenfrei anbieten können. Falls Du den einen oder anderen Bitcoin übrighast, ist er hier sicher gut aufgehoben. Die Zukunft gehört den digitalen Möglichkeiten und Berlin geht hier natürlich mit gutem Beispiel voran. Kryptowährungen als Zahlungsmittel eröffnen neue Wege und könnten sich mit der Zeit als sichere Bezahlmöglichkeit etablieren.

Titelbild: RoDobby (CCO-Lizenz) / pixabay.com