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Aktien, Kurse, Investment

Wer heutzutage sein Erspartes gewinnbringend anlegen möchte, hat zahlreiche Möglichkeiten. Dabei unterscheidet sich die Finanzlandschaft für Kleinanleger ganz erheblich von den Verhältnissen, die noch vor ein oder zwei Jahrzehnten geherrscht haben. Zum einen sind klassische Anlageformen für Sparer wie Sparbuch oder Tagesgeld nahezu sinnlos geworden. Denn aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase werfen sie nicht einmal genug Zinsen ab, um die Inflation auszugleichen.

Zum anderen haben sich nach der Finanzkrise viele Investoren nach alternativen Anlagemöglichkeiten zum Handel an der Börse umgesehen. Allerdings sind diese oft hoch spekulativ und somit deutlich riskanter als die Investition in klassische Wertpapiere. Schließlich hat die Digitalisierung im Angebot für Privatanleger Einzug gehalten. So können diese Ordern deutlich leichter selbst börplatzieren und sich in Echtzeit über das Geschehen an der Börse informieren. Ein großer Teil des Geschehens findet dabei mittlerweile auf mobilen Geräten statt. Das ist zum einen bequem, zum anderen ermöglicht es dem Nutzer, jederzeit auf Veränderungen am Markt zu reagieren und so seine Rendite zu optimieren. Hat der Nutzer sich einmal an eine Anwendung gebunden, fällt der Wechsel unter Umständen schwer. Daher sollte die Entscheidung für die richtige App wohl überlegt sein.

App zur Information oder für den Handel?

Zunächst ist es sinnvoll zu klären, wie das Portfolio verwaltet werden soll. Manche Nutzer bevorzugen nach wie vor die Nutzeroberfläche eines PCs und möchten auf dem Smartphone lediglich über Neuigkeiten aus Börse und Wirtschaft informiert werden. Hierfür gibt es eigenständige Apps, die unabhängig von der Wahl des Aktienbrokers funktionieren. Eine solche App bietet beispielsweise die ARD an. Die meisten Menschen bevorzugen allerdings eine App, mit der sie ihr Portfolio direkt verwalten können. Gerade Nutzer die ihr Portfolio sehr aktiv pflegen machen positive Erfahrungen mit solchen Anwendungen. Ein Beispiel hierfür ist die App von Trade Republic, einem Aktienbroker mit Sitz in Deutschland. Wer regelmäßig kaufen und verkaufen möchte, muss sich auf diese Weise nicht ständig am Computer einloggen, sondern ist flexibel. Zusätzliche Kosten entstehen durch die Nutzung einer Trading-App in der Regel nicht, da diese Zusatzleistung Teil des Portfolios ist. Die Nutzung ist daher für die meisten Anleger sinnvoll.

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Wohin mit dem Geld? – Foto: Pixabay

Aktien vs. Derivate

Unter den vielen Brokern für Finanzgeschäfte im Internet finden sich neben klassischen Aktienbrokern teilweise auch Broker, die sich auf den Handel mit Finanzderivaten spezialisiert haben. Darunter sind teilweise auch hochspekulative Anlageformen wie CFDs, die mit einem hohen Risiko behaftet sind. Während solche Papiere im Rahmen der Risikostreuung durchaus einen Platz in einem Anlageportfolio haben, sind sie für unerfahrene Anleger weniger empfehlenswert. Einsteiger sollten daher darauf achten, dass sie einen Broker wählen, der direkt mit Aktien handelt. Häufig ist auch bei solchen Brokern die Investition in Fonds und Derivate möglich, wenn dies zur Diversifizierung des Portfolios gewünscht ist.

Anlagestrategie und Konditionen

Auch die Anlagestrategie spielt ein ausschlaggebende Rolle bei der Wahl der passenden App für den Aktienhandel. Denn je nach Konditionen sind verschiedene Broker besser geeignet als andere. Ein wichtiges Kriterium ist beispielsweise die Anlagesumme. Bei manchen Brokern werden die Gebühren vor allem nach dem Transaktionsvolumen berechnet, bei anderen steht die Anzahl der Transaktionen im Vordergrund. Wer wenige, große Transaktionen durchführen möchte, ist bei der zweiten Variante im Vorteil. Wer hingegen viele kleiner Transaktionen durchführen wird, etwa weil er auf eine große Streuung setzt, kann mit der ersten Variante Kosten einsparen. Auch Faktoren wie Mindesteinzahlungssummen oder Sonderaktionen können in die Kostenrechnung mit einfließen. Hier lohnt es sich auf jeden Fall, den Taschenrechner auszupacken und einige Vergleiche anzustellen.

Orderzusätze

Ein wichtiges Instrument zur Vereinfachung des Aktienhandels sind sogenannte Orderzusätze. Bei ihnen handelt es sich um Anweisungen, die zusätzlich zum Kauf- oder Verkaufsauftrag gegeben werden. Die einfachsten sind die sogenannte Market Order, bei der die Aktie zum nächstmöglichen Kurs gekauft wird, und die Limit Order, die nur ausgeführt wird, wenn die Aktie unter einem festgelegten Höchstpreis verfügbar ist. Darüber hinaus gibt es sogenannte Stopp-Ordern aber auch sogenannte „intelligente“ Orderzusätze, bei denen die Verwaltungssoftware eigenständig auf Kursveränderungen reagiert. Die Verfügbarkeit der verschiedenen Orderzusätze ist abhängig vom Anbieter. Während Markt Order und Limit Order grundsätzlich verfügbar sind, ist der automatisierte Handel über intelligente Orderzusätze nicht immer vorgesehen. Wer gerne selbst die Kontrolle über das Portfolio behalten möchte, kann auf diese Funktion problemlos verzichten. Manche Anleger schätzen sie aber, weil die Verwaltung der Finanzen dadurch komfortabler wird.

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Die Bitcoin Kurve zeigt steil nach oben. © BTC Echo

Integration mit dem Banking

Die Integration mit dem Girokonto bei der Hausbank bringt einige Vorteile mit sich. Vor allem ist die Ausführung von Ordern so bequemer, da nicht immer zwischen verschiedenen Apps hin- und hergewechselt werden muss. Zahlreiche kontoführende Geldinstitute bieten im Rahmen ihres Online-Bankings auch Anlageportfolios an. Es lohnt sich daher, zur Wahl des Brokers Informationen bei der Hausbank einzuholen. Unter Umständen lohnt sich sogar der Wechsel des Girokontos. Wer nicht nur gelegentlich mit Aktien handeln möchte, ist allerdings meist mit der App eines spezialisierten Anbieters besser beraten. Dort sind oft die Konditionen für aktive Anleger günstiger. Auch der Funktionsumfang der Apps ist hier oft deutlich größer. So ist es leichter, die individuelle Anlagestrategie umzusetzen. Einige Menschen möchten eine klare Trennung ihrer Finanzen. Eine Vermischung des angesparten Vermögens und des Girokontos, das für Ausgaben vorgesehen ist, kommt für sie nicht in Frage. Für sie ist ebenfalls die Banking-App eines Spezialisten die bessere Wahl.

Informationen und Benachrichtigungen

Neben den reinen Orderfunktionen beinhalten viele Apps auch wichtige Informationsdienste. So wird der Nutzer per Push-Benachrichtigung über bestimmte Kursbewegungen oder Preisschwellen informiert, so dass er umgehend reagieren kann. Diese Funktionen fallen bei manchen Anbietern umfangreicher aus als bei anderen. Wer auf dieses Feature im Rahmen seiner Anlagestrategie Wert legt, sollte sich also mit diesem Thema auseinandersetzen. Besonders wichtig ist hierbei, dass sich die Benachrichtigungen ausreichend individuell einstellen lassen. Denn ansonsten besteht die Gefahr, dass entscheidende Neuigkeiten in einer Flut von irrelevanten Informationen untergehen.

Probekonten als Entscheidungshilfe

Sind einige Apps aufgrund der Konditionen und der Funktionalität in der engeren Auswahl, hilft ein direkter Vergleich bei der Entscheidungsfindung. Häufig ist es möglich, ein Probekonto zu eröffnen und so die App zu erkunden. Hierbei werden auch Probleme wie mangelnde Übersichtlichkeit oder Probleme bei der Bedienung deutlich. Ist auf diese Weise die beste App gefunden worden, muss nur noch das Portfolio eröffnet werden. Dann steht dem angehenden Börsenprofi nichts mehr im Weg.

ist unsere Frau für das gesunde Miteinander zwischen unserem Magazin und der Konsumwelt. Schreibt aber auch über Mode, Musik und das Leben.

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