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lotto spielen

Das Lottospiel zieht immer wieder Millionen Spieler in seinen Bann, besonders wenn der Jackpot reichlich gefüllt ist. Vielleicht haben Sie ja endlich Glück und können sich über einen Millionengewinn freuen? Das Lotto ist gleichzeitig ein Hoffnungsschimmer für eigentlich ärmere Menschen. Jedes bisschen Geld, was potenziell gewonnen werden könnte ist Gold wert. 

Die Bezeichnung ‘Lotto’ stammt ursprünglich aus dem Wort ‘lot’ ab. Es bedeutet Schicksal, Los, aber auch Glücksspiel. Immerhin ist Lotto ein reines Glücksspiel. Geben tut es Lotto jedoch bereits seit Jahrhunderten oder gar länger, wobei es nicht immer als Glücksspiel mit Geldgewinnen verwendet wurde. Die Ernennung Ratsmitgliedern oder andere Regierungseinheiten wurde in der Geschichte häufig auch durch ein Losziehen bestimmt. 

Lotto im alten China

In der Zeit der Han-Dynastie wurde das sogenannte Tauben-Spiel gespielt, wobei es sich um eine Variante von Keno handelt. Die Ergebnisse des Glücksspiels wurden von Tauben gebracht. Ein Teil dieses Erlöses wurde zum Bau der Chinesischen Mauer verwendet. Gedichte aus etwas früherer Zeit, die sich auf das siebte Jahrhundert datieren lassen, weisen auf ähnliche Formen rudimentärer Lottospiele hin. In solchen Gedichten wird beispielsweise das Ziehen von Baumzweigen als eine Art Glücksspiel erwähnt. 

Lotto im alten Rom

Auch die Römer waren begeisterte Spieler, sodass Lottospiele ein wichtiger Bestandteil der römischen Kultur waren. Sie wurden jedoch meistens nicht nur zum Spaß gespielt und schon gar nicht von jedermann. In der Regel fand ein Lottospiel zum Abendessen der höheren Gesellschaft statt, um die Gäste zu imponieren und seinen eigenen Wohlstand zur Schau zu stellen. Mit Augustus Caesar änderte es sich jedoch. Er hatte die Idee, dass alle Bürger einen Lottoschein kaufen könnten und als Preis einen der Schätze aus den Eroberungen der römischen Armee erhalten würden.  

Von Rom zu Frankreich

Das Lottospiel hat sich über die Jahrhunderte aus dem alten Römischen Reich in Italien gehalten und wurde vom französischen König Francis I bei seinen Feldzügen entdeckt. Er nahm die Idee mit in sein Heimatland und wollte mithilfe von Lotto die Staatskasse aufbessern. Das erste Lottospiel Frankreichs, das Loterie Royale, war jedoch ein ziemlicher Reinfall. Es nahmen aufgrund der hohen Kosten für die Lotteriescheine lediglich die wohlhabenden Franzosen teil und erzielte somit nicht ganz den erwünschten Erfolg. Etwas erfolgreicher sah es mit einem Lottospiel im Jahr 1700 aus, das veranstaltet wurde, um königliche Schulden zu begleichen. 

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Glück im Spiel? Lotto hat eine lange Geschichte. – Foto: Pixabay

Mehr Erfolg in England

Königin Elizabeth I hatte mit dem ersten Lottospiel in England etwas mehr Glück. Auch dort sollte das Lottospiel die Finanzen der Krone aufbessern. Sie fand 1566 statt, doch fand die Ziehung mit einem Preisgeld in Höhe von 5.000 £ erst drei Jahre später statt. Der Einsatz für einen Lottoschein betrug beim königlichen Lotto nicht nur Bargeld, sondern häufig auch andere wertvolle Waren wie Leinen oder Silber. Außerdem konnten sich die Teilnehmer vor einer Festnahme schützen, sofern sie keine schwere Straftat wie Mord, Hochverrat oder Piraterie begangen haben. Es wird angenommen, dass 400.000 Menschen an jenem Lottospiel teilnahmen. Aus den Lottoerlösen wurden Häfen und neue Schiffsflotten gebaut. 

Das moderne Lotto entstand in Holland

Lottospiele erhielten 1695 in Holland Einzug und wurden seitdem regelmäßig gespielt. Es fanden gefühlt mehr Lottospiele in Holland statt, als man vermuten würde, es auch die entsprechenden Einwohner dazu gab. Dabei waren nicht alle Lottospiele von der staatlichen Seite organisiert und es kam zu zahlreichen Missbräuchen. Einige Lottospiele enthielten vorwiegend nur Nieten und so wurde das Lotto zunächst in Holland verboten. Die österreichische Krone übernahm das Prinzip, nur fand das Lottospiel sehr wenig Anklang. Immerhin war der Lohn der unteren Bevölkerungsschicht relativ gering und es galt nicht als sonderlich ehrenhaft, das kleine bisschen auf ein Glücksspiel zu setzen. Mit Kaiser Franz II nahm es und dem Einstieg einer Bank erfreute es sich jedoch immer mehr Beliebtheit.

Der Lottowahn verbreitet sich

Was das Nachbarland, kann man auch im eigenen Lande umsetzen, schienen sich die Deutschen im Kaiserreich gedacht zu haben. Im 20. Jahrhundert bildeten sich mehrere Landeslotterien und um Konkurrenz zu verhindern, wurden mehrere kleine Lottoveranstalter zusammengefasst. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Lottospiel sowohl in Ost- als auch Westdeutschland eingeführt. Ein Bundesland nach dem anderen begann eine Lotterie zu veranstalten und sollte dem Wiederaufbau nach dem Krieg dienen. Bis in die 1990er Jahre gab es außer der staatlichen Lotterie keine andere. Dies änderte sich erst allmählich, während Lotto ab 2008 mit dem ersten Glücksspielstaatsvertrag, der auch schärfere Regulierungen für ein Casino online vorsah, nicht mehr im Internet angeboten werden durfte. Außerdem durften andere Lottospielveranstalter die Bezeichnung ‘Lotto’ nicht für sich verwenden. 

Aktuelle Möglichkeiten, Lotto zu spielen

Beim Lottospiel gibt es verschiedene Losformen und verschiedene Lottospiele. So gibt es Spiel 77, die Ziehung am Mittwoch, die Ziehung am Samstag und die Superzahl. Lottoscheine können entweder aus verschiedenen Zahlen bestehen, bei denen Spieler eine Zahl, auf die sie tippen möchten, ankreuzen. Als Alternative gibt es Lottoscheine, bei denen eine Gewinnzahl bereits vorgegeben ist. Sowohl die eine Form als auch die andere ist ein reines Glücksspiel.

Lotto im Internet

Mittlerweile darf Lotto wieder im Internet angeboten werden und ist somit die modernste Form des Lottospiels. Lose werden ähnlich wie einst auf Papier ausgewählt, sodass man entweder eine Gewinnzahl zugeteilt bekommt oder selbst zahlt. Bei Lotto im Internet handelt es sich jedoch häufig nicht um staatliche Lotterien, die dafür gebührenfrei arbeiten und häufig tägliche Ziehungen veranstalten.