X Jazz, Festival, Berlin, 030, Oktober, November, Dezember, Bi Nur, Ritter Butzke, Lido, Musik & Frieden, Gretchen, Konzert

X-JAZZ-Festival: Jazz von seiner schillerndsten Seite

in Festival/Musik

Jazz von seiner schillerndsten Seite: Vom 29. Oktober bis 16. Dezember zieht das X-JAZZ-Festival wieder durch die Kreuzberger Clubs.


Jazz ist Freiheit, sagt man. Wer von dem Freiheitsgefühl etwas ab haben möchte und experimentierfreudig ist, der ist beim X-JAZZ-Festival goldrichtig. Nach dem Hauptprogramm im Mai kann man sich von Ende Oktober bis Mitte Dezember in Clubs wie dem Ritter Butzke, Gretchen, Musik & Frieden oder Bi Nuu wieder von allerlei Jazz-, Electronica-, Singer/Songwriter- und Hip-Hop-Acts mit Genre übergreifenden Sets durch den Abend treiben lassen. Wir haben für Euch die drei Highlights herausgepickt:

Jordan Rakei: 29. Oktober – Ritter Butzke

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Moderner Jazz trifft auf Hip-Hop und Soul: Jordan Rakei gilt als das neue Ausnahmetalent in seinem Bereich. Gerade mal ein Album hat er veröffentlicht und schon sind seine Tourneen in England und Australien ausverkauft. Unterstützt wird der enorme Zuspruch durch prominente Supporter wie Sam Smith oder Disclosure. Doch davon mal abgesehen: Rakei überzeugt auf seinem Debüt „Cloak“ mit Vielseitigkeit – denn der Songwriter singt nicht nur, sondern spielt ebenfalls Gitarre, Klavier und produziert. Ein Mann mit vielen Talenten also. Man darf gespannt sein.

Jacques Palminger & 440 Hz Trio: 15. November – Lido

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Jazz und Lyrik zusammenbringen – das kann in Deutschland wohl kaum einer eindrucksvoller als Jacques Palminger. Palminger, der neben Heinz Strunk und Rocko Schamoni als Mitglied von Studio Braun bekannt wurde (die, die den Telefonstreich neu erfanden und als Fraktur den Techno), arbeitet seit Ende 2010 mit dem Trio 440 Hz an einem gemeinsamen Jazz-Projekt. Dazu gehören Richard von der Schulenburg (Die Sterne), Oliver Stresow und Raphael Burgess. Erst vor ein paar Wochen erschien mit „Spanky" das neue Album. Wer Palmier kennt, weiß, dass es bei dessen Live-Umsetzung an gekonnter Improvisation nicht mangeln wird. Das Ziel: Ein ganzes Genre auf ein höheres Level heben. 

Martin Kohlstedt: 1. Dezember – Heimathafen

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Fast zwei Jahre ist es her, dass uns Martin Kohltest mit „Nacht“ begeisterte – das vielleicht klangfarbenreichste und vielschichtigste Werk des Avantgarde-Pianisten. Ein Jahr darauf entschied sich Kohlstedt kurzerhand, die Platte mit Electro-Acts wie FM Belfast oder Christian Löffler noch einmal interpretieren zu lassen. Herausgekommen ist das Remix-Album „Nacht Reworks“. Das alleine unterstreicht die Fähigkeit des Komponisten, sein eigenes Schaffen aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten und sich dabei neu zu erfinden. Schlichte Klaviermusik, die dennoch immer wieder überrascht.

X-JAZZ-Festival
29. Oktober – 16. Dezember, Diverse Locations
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schreibt über Musik und steht auf verzerrte Gitarreneffekte. Interessen: Pop-Kultur, Feminismus, Musiktheater, Graphic Novels.