Sicherlich habt ihr schon einmal den kriminellen Spitznamen von Berlin gehört: die Hauptstadt des Verbrechens. Diesen Namen trägt Berlin wohl nicht ganz umsonst. Immerhin werden in keiner anderen Großstadt Deutschlands mehr Straftaten pro tausend Einwohnern verübt.

Die meisten kleineren Delikte wie Taschendiebstahl aber auch Fahrraddiebstahl und andere Eigentumsdelikte werden in den späteren Abendstunden verübt. Vor allem Besucher von Partys, Konzerten oder Festivals leiden unter diesen Delikten. Kein Wunder, denn im angeheiterten Zustand oder während der Party-Laune wird eher unachtsam auf das persönliche Eigentum geachtet. Wenn ihr folgende Tipps befolgt, solltet ihr aber dennoch sicher durch das Berliner Nachtleben kommen.

Fakt ist

Obwohl laut der neuesten Kriminalstatistik der Berliner Polizei die Anzahl der Delikte eher gleichbleibend ist, fühlen sich laut einer Umfrage viele von euch immer unsicherer. Dies ist verständlich, schließlich nimmt die Kommunikation über Kriminalität in Medien und soziale Netzwerke fortlaufend zu. Genau genommen ist die Kriminalität über die letzten Jahre hinweg gleichbleibend (schlecht). Lediglich die Aufklärungsquote ist um weitere 2,5 Prozent gefallen. Generell besitzt Berlin leider die geringste Aufklärungsquote aller deutschen Großstädte. Nur 40,5 Prozent der Fälle können tatsächlich von der Polizei gelöst werden. Wer sein gestohlenes Eigentum wieder zurück haben will, der sollte einen Detektiv beauftragen. Dies lässt die Aufklärungsquote immerhin auf über 90 Prozent steigen. Mit etwas mehr Achtsamkeit und wenigen zusätzlichen Handgriffen, sollte sich ein Diebstahl aber relativ einfach vermeiden lassen. Die eigene Haushaltsversicherung zahlt nur in den wenigsten Fällen, da eine Fahrlässigkeit nicht ausgeschlossen werden kann.

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Langfinger sind tag- und nachtaktiv.

Diebstahl im Nachtleben vermeiden

Besonders beliebt bei Dieben sind Wertgegenstände wie Smartphone, Geldbörse oder sogar der Ausweis. All diese Dinge werden beim Fortgehen im Normalfall ständig bei sich getragen. Der Aufbewahrungsort spielt hierbei eine große Rolle. Denn nur wenn die Gegenstände auch möglichst nahe am Körper getragen werden, sind diese auch sicher. Hosentaschen sind eher nicht geeignet, außer diese lassen sich verschließen. Die Innentasche einer Jacke oder eines Sakkos kommen hier schon eher in Frage. Werden diese Bekleidungsstücke an der Garderobe abgegeben, sollten die Wertgegenstände unbedingt wieder entnommen werden. Egal ob ihr euch auf den Straßen oder in Discos befindet, es mag zwar schön sein von anderen angetanzt zu werden, doch auch hierbei sollte die Vorsicht immer mit dabei sein. Viele Täter agieren im Team und haben ein ablenkendes Verhalten perfektioniert. Wer also von komplett fremden Personen angetanzt oder angerempelt wird, der sollte nach diesem Ereignis unbedingt nach seinen Wertgegenständen tasten.

Gewalt- und Sexualstraftaten

Durch den erhöhten Alkoholkonsum kommt es im Berliner Nachtleben überdurchschnittlich oft zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Wer diese vermeiden will, sollte sich nicht allzu leicht provozieren lassen. Sehr oft werden solche Vorfälle ebenfalls als Ablenkung inszeniert. Während Männer eher zu gewalttätigen Auseinandersetzungen neigen, sind Frauen vor allem durch ungewollte Berührungen oder anderen Sexualdelikten betroffen. Die Anzahl dieser Straftaten betrug letztes Jahr über 2.800 erfasste Fälle und stieg so um weitere 2,1 Prozent an. Wird ein solches Vorkommnis in einer Räumlichkeit bemerkt, sollten umgehend die Türsteher informiert werden. Des Weiteren sollte der Heimweg nie alleine stattfinden. Auch das Aufsuchen der sanitären Räumlichkeiten oder anderer abgeschiedener Orte sollte immer in Gruppen erfolgen.