Hertha BSC, Pal Dardai, DFB Pokal

Hertha BSC: Der Traum vom Heimfinale lebt

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Nicht nur in der Fußball-Bundesliga läuft es für Hertha BSC Berlin in der laufenden Saison richtig gut, auch im DFB-Pokal ist die alte Dame nach wie vor auf Kurs. Der Traum vom Heimfinale im Berliner Olympiastadion lebt nach dem 2:0-Erfolg gegen den FC St. Pauli weiter. Im Achtelfinale trifft die Hertha nun auf einen alten Bekannten.

Während zahlreiche Bundesligisten ihrer Favoritenrolle in der 2. Runde des DFB-Pokals nicht gerecht werden konnten (unter anderem Bayer Leverkusen oder der 1. FSV Mainz 05), hat die Berliner Hertha ihre Aufgabe souverän gemeistert. Am Millerntor setzte sich das Team von Pal Dardai vergangene Woche mit 2:0 gegen den FC St. Pauli durch und steht damit in der nächsten Runde.

Hertha BSC, Pal Dardai, DFB Pokal
Hertha Coach Pal Dardai hat aus der alten Dame ein Erfolgsteam geformt. – Foto: Steindy / Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Im Achtelfinale des DFB-Pokals 2016/17 wartet nun mit Borussia Dortmund ein Gegner, an den die meisten Hertha-Fans keine guten Erinnerungen haben dürften. Der BVB und die Hertha standen sich dieses Jahr bereits im DFB-Pokal gegenüber. Im Halbfinale setzten sich die Dortmunder im April mit 3:0 gegen Berlin durch und zerstörten damals den Traum vom Heimfinale im eigenen Olympiastadion. Doch in der neuen Saison scheint die Hertha durchaus in der Lage zu sein, mit dem BVB mitzuhalten. Im Oktober erkämpfte man sich in der Bundesliga beim 1:1-Unentschieden in Dortmund bereits einen Punkt. Berlin führte damals lange Zeit und fing sich erst in den Schlussminuten den Ausgleich.

Hertha BSC, Bundesliga
Niklas Stark von Hertha BSC feiert sein Tor. (Foto von City-Press GbR)

Der Respekt vor der Hertha ist auf Seiten der Dortmunder groß. BVB-Trainer Thomas Tuchel sprach unmittelbar nach der Auslosung von einem „super schweren Gegner“, freute sich jedoch, dass seine Mannschaft immerhin den Heimvorteil hat. Aber auch das ist keine Garantie für ein Weiterkommen, denn Dortmund hat den Einzug ins Achtelfinale erst im Elfmeterschießen klar gemacht und gegen den 1. FC Union Berlin bereits gespürt, dass DFB-Pokalspiele gegen Berliner Mannschaften keine Selbstläufer sind. Man kann alle Fußballspiele heute bei William Hill verfolgen und kein Berlin-Spiel mehr verpassen. Auch Hertha-Coach Pal Dardai hat das Spiel zwischen Union und dem BVB verfolgt und seine Lehren daraus gezogen: „Union kann auch ein Vorbild sein, sie haben kompakt gestanden.“

Wie geht es weiter mit Vedad Ibisevic?

In der laufenden Saison ist der Stürmer Vedad Ibisevic ein wesentlicher Erfolgsfaktor bei der Hertha. Der 32 Jahre alte Bosnier trifft derzeit wie am Fließband, acht Tore und drei Vorlagen stehen aktuell wettbewerbsübergreifend zu Buche. Nur im DFB-Pokal wartet der Knipser noch auf sein erstes Tor. Viele Hertha-Fans stellen sich derzeit jedoch die Frage, wie es mit Ibisevic weiter geht. Der Angreifer hat in der Hauptstadt nur noch einen laufenden Vertrag bis zum Ende der Saison. Zwar hat Ibisevic in den vergangenen Wochen und Tagen immer wieder (öffentlich) betont, dass er sich in Berlin wohl fühle, er es dennoch in Sachen Vertragsverlängerung nicht eilig habe.

Hertha BSC, Stadion, Neubau
Die Ostkurve ist Herthas 12. Mann.

Die Verantwortlichen in Berlin hingegen würden lieber früher als später ein neues Arbeitspapier mit Ibisevic unterzeichnen, welches den Stürmer über die Saison hinaus an die alte Dame bindet. Sollte dieser weiterhin so treffsicher sein, dürfte es sicherlich auch Anfragen aus dem Ausland geben. Ein Verkauf im Winter scheint jedoch, Stand heute, ausgeschlossen zu sein. Hertha-Manager Michael Preetz äußerte sich wie folgt zu der aktuellen Situation rund um Ibisevic: „Er weiß, was er an uns hat. Deshalb sind wir auch vorsichtig optimistisch. Wäre natürlich schön, jetzt bekannt zu geben, dass Ibisevic verlängert. Aber so weit sind wir noch nicht.“ Es ist beachtlich was Preetz und Dardai aus dem aktuellen Kader rausholen. Lediglich 6,7 Millionen Euro hat die Hertha in der laufenden Saison in Neuzugänge investiert und liegt damit im unteren Drittel der Bundesliga. Lediglich Eintracht Frankfurt (2,2 Mio.), Darmstadt 98 (3,5 Mio.) und der 1.FC Köln (5,1 Mio.) gaben weniger Geld für neue Spieler aus.