CHAPTER4, Post-Internet-Mythologies, Internet, Künstler, Tianzhuo Chen, 030, Magazin, Berlin, PICNIC, 2014, Art, Kunst, Acud Galerie
PICNIC, 2014Foto: © Tianzhuo Chen

Grotesk wie ein LSD-Trip: Tianzhuo Chen in der ACUD Galerie

in Kultur/Kunst/Stadtleben

Wer hat sich nicht schon gefragt, was Götter mit Globalisierung zu tun haben? In der ACUD Galerie erfahren wir es. Da zeigt Tianzhuo Chen seine Performances und Skulpturen. Sein Thema: Post-Internet Mythologies. 

Wenn der Kosmos 3x klingelt

Im Rauch der Nebelmaschine treffen göttliche Ikonografien auf pumpende Beats. Stroboskoplichter auf nackte Haut. Buddhistische Kosmologie wird mit den Codes der globalen Internet-Kultur vermengt.  Im Zuge des vierten Kapitels hat Karma Ltd. Extended in Kooperation mit dem Torstraßen Festival Tianzhuo Chen eingeladen, die ACUD Galerie für die Dauer von drei Tagen zu bespielen. Er ist selbst vor Ort. Tianzhuo Chen lebt und arbeitet in Beijing und Shanghai. Neben Videoarbeiten wird der Künstler, gemeinsam mit den beiden Performern Beio und China Yu, eine für den Raum konzipierte durational Performance erarbeiten.

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Wie ein Trip ins Nirvana

Das grenzüberschreitende künstlerische Werk von Tianzhuo Chen erinnert zugleich an einen Drogenrausch im Underground-Club sowie an einen Retreat im indischen Varanasi. In Bühnenperformances, Skulpturen und Videoarbeiten des Künstlers ist ein ikonographisches Vokabular aus Gottheiten, Zeremonien und Ritualen diverser Kulturkreise zu finden, die sich mit Anleihen aus japanischen Theater- und Tanzformen wie Butoh oder Kabuki, aber auch mit Sounds, Symboliken und dem Hedonismus einer weltumspannenden Jugendkultur vermengen. Tianzhuo Chen schafft sinnliche und gleichermaßen groteske Erfahrungsräume, die von den sozialen, politischen, kulturellen und religiösen Strukturen und Grenzen der Zeit befreit zu sein scheinen. Stereotypische Bildwelten werden aufgebrochen, seziert und erneut zusammengesetzt. Im Post-Internet Rausch entsteht eine campy Bricolage – ein global inspiriertes Selbstportrait, das zwischen Kommerz, Kitsch, Spiritualität und Apokalypse changiert.

Foto: © Tianzhuo Chen

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