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Foto: © Torley / CC BY-SA 2.0

Gehört das Netz den Blöden oder Bösen: oder beiden? re:publica 2018 will Antworten geben

in Digital/Stadtleben

Ist das Pop oder kann das weg? Was bedeutet “Pop” ? „Populismus” oder „Power to the People“, wie John Lennon meinte? Die drei Buchstaben haben Wirkung. Und sie sind das Motto der re:publica 2018.

Ich hab’s mit der (Filter-)Blase

Die Digital-Konferenz, die größte Europas, findet zusammen mit der Media Convention Berlin vom 2. bis 4.5. in der STATION Berlin in der Luckenwalder Str. 4-6 statt. Die Besucherzahlen der re:publica steigen seit Jahren. Die Konferenz, ursprünglich für Blogger, wendet sich immer mehr an die breite Masse und rechnet in diesem Jahr mit über 9000 Besuchern. Die breite Masse ist auch das zentrale Thema dieses Jahr. Digitalisierung mobilisiert Massen und verändert unsere Gesellschaft. Zum Guten und zum Schlechten. Algorithmen, Macht der Daten, Künstliche Intelligenz, Blockchain, Smart Cities und Virtuelle Realität. Wer blickt in diesem Daten-Dschungel noch durch? Zum Beispiel die Blockchain-Technologie. Neue Technologien schaffen Blasen, in denen sich nur Experten zurechtfinden und erfolgreich sein können. Andere werden abgehängt.

Whistleblowerin flüstert euch was

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Foto: © Promo / re:publica 2018

Ein weiteres Thema: „Smart Cities“. Alle Bereiche werden vom digitalen Wandel erfasst. Verkehr, Energie, Logistik, riesige Umbrüche stehen vor der Tür. Die Frage ist nur, in welche Richtung es sich entwickelt. Sorgt die Digitalisierung für das Ende des Autos? Wie verändert die Technik unsere Städte? Soviel ist klar: Die Infrastruktur soll in Zukunft „smart“ sein, intelligent. Alles ist vernetzt und kommuniziert miteinander. Autos, Bahnen, Stromversorgung, Paketdienste sind in ein großes Netz integriert. Das schafft ganz neue Perspektiven – aber auch Gefahren? Ein besonderer Gast: Whistleblowerin Chelsea Manning kommt zur Digital-Konferenz. Vor ihrer Geschlechtsanpassung hatte sie als Computerexperte für die US-Armee gearbeitet und geheime Daten an Wikileaks lanciert. Bei der re:publica spricht Manning über Folgen radikaler Politik und zu großer Staatsmacht. Gäste wie Richard Gutjahr, Ranga Yogeshwar, Bundesminister Hubertus Heil, Katharina Barley, die Autoren Sibylle Berg und Juli Zeh sind auch dabei.

Reden ist so 90er

Das „Netzfest“ findet zum ersten Mal statt. Im Park am Gleisdreieck wird für alle Besucher am 5. Mai das Konferenzgelände geöffnet. Von 10 bis 21 Uhr gibt es Workshops und Live-Musik. Übrigens, zum Motto „Pop“: „to pop“ bedeutet „zerplatzen“. Wär doch fein, wenn mal die eine oder andere Filterblase zerplatzen würde, wenn der eine oder andere Trend ganz vielen helfen würde, ein besseres Leben zu führen. Wenn wir anfangen würden, wieder wirklich miteinander zu reden, zu verstehen. Und zu verändern.

Foto: © Torley / CC BY-SA 2.0

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