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Die Rache der Mieter: 13.000 Berliner auf der Straße

in Berlin/Stadtleben/Story des Tages

Das war ein fettes Ausrufezeichen! Berlin setzt ein lautes Zeichen gegen Wohnungsnot: Zum ersten Mal sind in Berlin mehrere tausend Menschen auf die Straße gegangen, um gegen die Wohnungspolitik zu demonstrieren. 13.000 Berliner zogen bei der Großdemo am Samstag durch die Stadt, zuvor hatten sich rund 2000 Teilnehmer am am Potsdamer Platz getroffen.

Sie demonstrierten für bezahlbaren Wohnraum, gegen rasant steigende Mieten in Berlin. Gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn. Der Demonstrationszug zog trotz Regen tapfer Richtung Kreuzberg und Schöneberg. Die Initiatoren fordern einen radikalen Kurswechsel in der Wohnungspolitik. “Die Häuser denen, die drin wohnen”, stand auf großen Schildern und Plakaten oder: “Mieter sind keine Zitronen”.

Beton = kein Gold

“Menschenleben statt Betongold” oder “Berlin ist kein Casino”: Mit solchen Transparenten machten die Berliner auf die prekäre Lage auf dem Berliner Wohnungsmarkt aufmerksam. In vielen Berliner Bezirken haben sich die Mietpreise in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt. Mieterhöhungen von über 400 Prozent schockieren die Mieter. Wohnungsnot ist ein alltägliches Problem. 245 Initiativen und Organisationen riefen zur Demo auf, angemeldet waren 4000 Teilnehmer – die Zahl wurde um das Dreifache überschritten. Ladenbesitzer, Künstler, Migranten, Erzieher und ganze Familien mit Kindern zogen gemeinsam auf die Straße, um gegen das Geschäft mit Wohnungen zu demonstrieren.

Fotos: © Felix Frerichs / [030] Magazin

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