Wochenrückblick, Streetart

Der [030] Wochenrückblick vom 23. – 27. April 2018

in Stadtleben/Wochenrückblick

Mit unseren Musik- und Kulturtipps seid ihr eh schon immer gut informiert. Damit ihr aber auch nicht verpasst, was es sonst noch Wichtiges in Berlin gab, liefern wir euch unseren Wochenrückblick.

Hier könnt ihr alle Geschichten nachlesen, die uns in der zurückliegenden Woche beschäftigt haben, egal ob aus Politik, Kultur oder in den sozialen Netzwerken.

Großer Drogenring im Darknet ausgehoben

Für etliche Berliner könnten die nächsten Wochen unangenehme Gänge zum Briefkasten bereithalten. Denn Anfang dieser Woche wurde bekannt, dass Zollbeamte eine Liste geknackt haben, auf der Kundendaten abgelegt sind, die zu Drogenkäufen im Darknet führen. Die Ermittlungen gegen die festgestellten Personen laufen jetzt, viel mehr wollen die Kriminalbeamten allerdings noch nicht preisgeben. Ob man von der Datenpreisgabe betroffen ist, erfährt man also spätestens mit dem Brief, der auf ein laufendes Verfahren aufmerksam macht. Drogen im Internet zu bestellen wird zwar immer beliebter, vielleicht ist der Gang zum Dealer um die Ecke aber weiterhin die sicherere Variante. Mehr zum Ausheben des Drogenrings könnt ihr bei der Berliner Morgenpost nachlesen. 

Berlin zeigt Solidarität mit jüdischer Gemeinde

Der antisemitische Angriff in Berlin hat in der letzten Woche für große Empörung gesorgt, auch in unserer Redaktion, weshalb ihr einen Kommentar unseres Chefs Tim auch bei YouTube anschauen könnt. Im Zuge zweier Übergriffe in der letzten Woche wurde in mehreren deutschen Städten zu Solidaritätsbekundungen mit der jüdischen Gemeinde in Deutschland aufgerufen, in Berlin folgten dieser Aufforderung mehr als 2000 Menschen. Auch Bürgermeister Michael Müller kam zur Kundgebung, ein wichtiges Signal für die weltoffene Hauptstadt Berlin. Einen ausführlichen Bericht zur Versammlung lest ihr beim rbb nach.

Künstler_innen in Berlin verdienen zu wenig


Zugegeben, diese Nachricht klingt nicht besonders überraschend. Künstler_innen galten noch nie als die Berufsgruppe, die mit Geld nur so um sich werfen kann, die neusten Zahlen sind allerdings erschreckend. Im Max-Lieberman-Haus wurde Anfang der Woche eine repräsentative Studie vorgestellt, in der herausgefunden wurde, dass nur 20 Prozent aller Berliner Künstler_innen mehr Geld verdienen, als sie für ihre Arbeiten ausgeben. Noch schlechter ist, dass Frauen dabei deutlich weniger verdienen, als ihr männlichen Kollegen. Ungefähr auf ein Drittel des Geldes müssen Künstlerinnen im direkten Vergleich verzichten, auch sexualisierter Machtmissbrauch wird angeprangert. Nun gilt es, einen Plan zu erstellen, um den Problemen entgegenzuwirken. Mehr zur Studie könnt ihr bei der Berliner Zeitung nachlesen.

Komische Oper tritt am Flughafen Tegel auf

Trotz des geringen Verdienstes, gehen zum Glück viele Menschen in Berlin einem künstlerischen Beruf nach. Auch die Musiker der Komsichen Oper zählen zu diesen und haben sich eine Aktion einfallen lassen, die weit entfernt von ihrem sonstigen Standort stattfand. Das Publikum befand sich diesmal am Flughafen Tegel, in Erwartung der nächsten Boardingwelle und wahrscheinlich zu Tode gelangweilt. Das hat sich mit dem Auftritt der Komischen Oper definitv geändert, eine schöne Aktion, um an diesem Ort mal für etwas Abwechslung und vor allem Kultur zu sorgen. Ein Video davon gibt es natürlich auch, wirklich sehr gut gemacht!

Gastrotipp: ZIP

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Wie Tapas zum Frühstück. Foto: © P. Wolflingseder

Wir waren auch mal wieder unterwegs, um für euch die besten Essenslokalitäten abzuchecken und haben dieses Mal beim ZIP in Neukölln Halt gemacht. Dort gibt es Frühstück quasi aller Arten und zwar im Glas. Das ist das Markenziechen des ZIP und sorgt schon einmal für eine besondere Anrichtung der angebotenen Speisen. Aber den Rest lest ihr am besten einfach selber durch. Dafür hier klicken.

Bis nächsten Freitag !

Eure [030] Redaktion

schreibt über Musik, besucht sehr viele Konzerte und kauft seine Platten am Merchandise-Stand. Interessen: Texte ins Internet schreiben, Bassgitarre und Kreisligafußball.