Der [030] Wochenrückblick vom 21. – 25. Mai 2018

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Mit unseren Musik- und Kulturtipps seid ihr eh schon immer gut informiert. Damit ihr aber auch nicht verpasst, was es sonst noch Wichtiges in Berlin gab, liefern wir euch unseren Wochenrückblick.

Karneval der Kulturen mit Hunderttausenden Besuchern

Ein Beitrag geteilt von Guy Gross (@guygross1) am Am letzten Wochenende fand der Karneval der Kulturen wie gewohnt am Pfingstwochenende statt. Mehrere Hunderttausend Besuchern wollten sich am Sonntag den Höhepunkt des Wochenendes, den Umzug durch Kreuzberg, anschauen und kamen als Schaulustige an die Strecke. Das Wetter war bestens und so konnten sich die vielen Tänzer und Tänzerinnen in ihren bunten und gewagten Outfits voll in Szene setzen. Die Bilder und Videos des Umzugs sind, wie eigentlich jedes Jahr, wunderschön anzusehehen und bringen Berlins Ruf als Partystadt voll zur Geltung. Hier kann jeder so feiern, wie er oder sie es möchte. Entweder im dunklen Club zu harten Beats oder eben in den buntesten Farben zu Sambamusik auf der Straße. Gut so!

Berlin Mural Fest

Ein Beitrag geteilt von Berlin Mural Fest (@berlinmuralfest) am Kultur der ganz anderen Art fand ihren Platz auch noch am Pfingstwochenende. Im Falle des “Berlin Mural Fest” handelt es sich um Kunst, die der Streetart und dem Grafitti zuzuordnen ist. Für das Mural Fest sind bereits im Mai etliche neue Murals, also groß angelegte Wandmalereien, entstanden. Vorgestellt wurden sie am Pfingstwochenende, an dem man quer durch die Stadt gehen konnte, um sich von den verschiedenen künstlerischen Ideen überzeugen zu lassen. Hilfe bekommt man dabei von einer App, die zu den jeweiligen Wänden führt. Die Idee für die Aktion kommt übrigens von der Machern von “The House”, dass schon viele Besucher anzog. Gefeiert wurde an drei verschiedenen Spots, sogar King Kool Frauenarzt kam für einen Spontanauftritt in Kreuzberg vorbei. Die Bilder kann man sich natürlich immer noch anschauen, wer das noch nicht gemacht hat, sollte einen ausgedehnten Spaziergang planen.

Gebäude in Tegel unter Beobachtung

Ein Beitrag geteilt von Deniz Suna (@denzipenzi) am Wie schon länger bekannt ist, soll der Flughafen Tegel in unbestimmter Zukunft nicht stillgelegt werden, sondern als Ort für kultuelle Zwecke genutzt werden. Diese Pläne wurden diese Woche ein Stück weit konkretisiert, da sich Klaus Lederer, der Kultursenator ist, einen Eindruck von den dortigen Bauwerken gemacht hat. Mit dabei waren auch Vertreter der Clubcommission Berlin. Da der Flughafen sehr viel Fläche bietet, scheinen sich mehrere Gebäude als nutzbar für kreative Arbeit zu erweisen, so könnte ein Atelier und auch eine Location für Open-Air-Raves entstehen. Wie genau diese Vorhaben finanziert werden sollen, ist allerdings noch nicht klar. Auch ist nicht abzusehen, wie sich die Lage des Flughafens, relativ weit entfernt vom Stadtkern, auswirkt. Mehr zu den Vorhaben rund um Tegel ist in der Morgenzeitung nachzulesen.

Holzmarkt steht vor der Insolvenz

Ein Beitrag geteilt von ElGsus (@golf_mike_juliet) am Das Holzmarkt Projekt an der Spree ist einer der alternativen Orte, die Berlin ausmachen, die Berlin braucht und die immer wieder ums Überleben kämpfen müssen. In vielen Fällen spielt die Verdrängung durch Big Player eine Rolle, manchmal fehlen die nötigen Mittel, um einen Standort zu erhalten. Im Fall des Holzmarkts droht die Insolvenz, weil ein laufendes Gerichtsverfahren unkalkulierbare Kosten mit sich bringt und sich beispielsweise auf die Grundbücher auswirkt. Der Konflikt des Kreativdorfs findet mit der Wohnbaugesellschaft “Gewobag” statt, die ein Bauprojekt am Nachbargrundstück nun ohne die Beteiligung des Holzmarkts beenden will. Wird keine Lösung vor dem Sommer gefunden, könnte dies das Aus für den Holzmarkt bedeuten. Mehr zu den Einzelheiten des Konflikts findet ihr im Artikel der Morgenpost.

Hausbesetzungen in Berlin

Das wohl größte Thema der vergangenen Woche stellen die Hausbesetzungen dar, die mehrere Gruppen und Personen am Pfingstwochenende durchgeführt haben. Die Aktion sollte auf den großen Leerstand von Gebäuden, sowie steigende Mieten aufmerksam machen. Die Polizei schritt sehr schnell ein und räumte einige Gebäude auf Wunsch der Eigentümer. Zudem gab es Proteste gegen die Gentrifizierung der Stadt, unter dem Hashtag #besetzen wurde die Aktion medial begleitet. [030] Mitarbeiter Felix hat sich diese Woche mit einem der Besetzer getroffen und ihn nach seinen Motiven und erhofften Veränderungen durch die Aktion befragt. Das Ergebnis könnt ihr euch als Video auf unserem YouTube-Kanal anschauen.

Bis nächsten Freitag !

Eure [030] Redaktion

schreibt über Musik, besucht sehr viele Konzerte und kauft seine Platten am Merchandise-Stand. Interessen: Texte ins Internet schreiben, Bassgitarre und Kreisligafußball.