TOY, Bankraub, Wochenrückblick

Der [030] Wochenrückblick vom 19. – 23. Februar 2018

in Stadtleben

Mit unseren Musik- und Kulturtipps seid ihr eh schon immer gut informiert. Damit ihr aber auch nicht verpasst, was es sonst noch Wichtiges in Berlin gab, liefern wir euch jeden Freitag unseren Wochenrückblick.

Hier könnt ihr alle Geschichten nachlesen, die uns in der zurückliegenden Woche beschäftigt haben, egal ob aus Politik, Kultur oder in den sozialen Netzwerken.

Lärmkarte der Berliner Morgenpost

Foto: Screenshot der Lärmkarte von www.morgenpost.de

Die Berliner Morgenpost hat diese Woche eine spannende Karte veröffentlicht, auf der ihr selbst nachschauen könnt, wie lärmbelastet eure Wohngegend ist. Lärm- und auch die Feinstaubbelastung sind Probleme, die einen großen Teil der Bewohner von Berlin betreffen. Die Karte der Morgenpost ist interaktiv und relativ einfach zu bedienen. Wie fast schon zu erwarten war, liegt besonders an den Hauptstraßen ein Lärmwert von über 60 Dezibel vor, der die Straßen zu lärmbelasteten Straßen macht. Auch die Einflugschneise vom Flughafen Tegel macht sich in der Grafik deutlich bemerkbar. Ob auch euer Kiez oder eure Straße von einer starken Lärmbelastung betroffen ist, könnt ihr hier nachschauen.

Aktion gegen Gentrifizierung im Wedding

Foto: Screenshot aus dem Vimeo-Video: “Wedding 65 – Still not lovin’ Gentrification!” von ‘Robert Musil’

Die Debatte um bezahlbaren Wohnraum in Berlin bleibt stetig aktuell. Auf der Suche nach neuen Bezirken, in denen man noch bezahlbare Mieten vorfindet, hat sich der Wedding als Favorit vieler (junger) Berliner hervorgetan. Das ruft, wie eigentlich immer, auch Investoren auf den Plan, die sich Gebäude sichern, um sie zu sanieren und höhere Preise zu verlangen. Dagegen tut sich Protest auf, wie beispielsweise in dieser Woche zu sehen. Dokumentiert ist das in einem Video, das sich gegen neugebaute, teure Studentenapartments einer Aktiengesellschaft richtet. Dort ist zu sehen, dass die Gebäude mit farbgetränkten Feuerlöschern und Farbbomben besprüht, beziehuzngsweise beschmissen werden. Dazu folgt die klare Ansage: Wohnraum ist keine Ware. Schaut euch das ganze Video direkt hier an:

Kriminalität am Kotti geht zurück


Das Kottbusser Tor ist einer der bekannten “Problemplätze” Berlins. Laut einer Statistik der Polizei, die dem rbb vorliegt, ist die Kriminalität im letzten Jahr allerdings deutlich zurück gegangen. Das betrifft sowohl Körperverletzungen, als auch Diebstähle. Taschendiebstähle sind dem rbb nach um 42 Prozent zurückgegangen, auch die Anzahl an Rauben ist um 38 Prozent gesunken. Die sinkende Kriminalität lässt sich wohl auf die erhöhte Präsenz von Polizisten rund um das Kottbusser Tor zurückführen. Ausführlichere Informationen zu der Statistik findet ihr im Artikel des rbb.

TOY CREW installiert Sitzgelegenheiten

Foto: Screenshot aus dem YouTube-Video “TOY CREW-BANKRAUB” von ‘TOY CREW”

Wir bleiben am Kotti und werfen den Blick in die zugehörige U-Bahnstation. Dort haben die Berliner Verkehrsbetriebe seit einiger Zeit die Bänke, die dort eigentlich vorzufinden sind, abgeschraubt. Mutmaßlich, um Obdachlose im Winter davon abzuhalten sich dort aufzuwärmen. Neben viralen Marketingaktionen gehört eben auch das zu den BVG.

Die TOY Crew hat in einer Aktion Abhilfe geschaffen und in der Bahnstation einige Stühle festgekettet. Auch wenn die dort nur einige Zeit standen, sollten die Verkehrsbetriebe mal darüber nachdenken, die ursprünglichen Bänke dort wieder anzubringen.

Genrenale zeigt “Schneeflöckchen”

Foto: [030] Magazin

Ja, neben der großen Berlinale findet seit einigen Jahren auch die Genrenale statt, auf der deutsche Genrefilme präsentiert werden. Dieses Jahr legt die Genrenale allerdings eine Pause ein, ein Special Screening gab es trotzdem und zwar vom Film “Schneeflöckchen”. Insgesamt wurde vier Jahre an diesem Independent-Film gearbeitet, doch das hat sich gelohnt. Denn wir waren mit Kamera vor Ort und haben die Reaktionen der Zuschauer beim Screening eingefangen, die ungefähr so lauten: “Mega!”. Dazu haben wir einen Podcast mit den Machern des Films, Adolfo J. Kolmerer und Eric Sonnenburg, aufgenommen, in dem unser Chef Tim Schäfer mit den beiden über den Film und viele andere interesannte Dinge quatscht. Hört euch da auf jeden Fall rein!

Bis nächsten Freitag!

Eure [030] Redaktion

 

schreibt über Musik, besucht sehr viele Konzerte und kauft seine Platten am Merchandise-Stand. Interessen: Texte ins Internet schreiben, Bassgitarre und Kreisligafußball.