Ganz Europa feiert in Berlin. Damit ist Berlin nicht nur Deutschlands Hauptstadt, sondern mittlerweile auch Hauptstadt Europas. Um den Zauber der Berliner Nächte live mitzuerleben, reisen sogar Touristen aus Polen und Tschechien zum Feiern in die Hauptstadt.

Ob Techno, R’n’B oder Schlager: Berlin hat für jeden Geschmack etwas zu bieten. Ein paar schlaue Köpfe haben aus dem Party-Tourismus ein lukratives Geschäft gemacht und bieten nun für Partylustige aus der ganzen Welt Club-Touren an. Für knapp 800 Euro kümmern sich die Partyanbieter um den Transport, den Einlass in die angesagtesten Clubs und – bei Bedarf – auch um ein wenig Sightseeing und Geschichte. Eine Sperrstunde gibt es in der Party-Metropole nicht. Wer es darauf anlegt, kann in Berlin 24 Stunden am Stück feiern. Eine besonders beliebte Location zum Feiern ist das „Haus des Reisens“ am Alexanderplatz. Bis zur Wende war dort noch das staatliche Reisebüro der DDR stationiert; heute findet man in der 15. Etage des Bürogebäudes das „House of Weekend“, das besonders berühmt für seine riesige Dachterrasse ist. Das Publikum ist buntgemischt. Neu-Berliner, Ur-Berliner und Touristen feiern und trinken Seite an Seite und genießen den Ausblick auf die Stadt. Das Ambiente der Berliner Nachtszene erinnert laut Aussage vieler Touristen ein wenig an den Charme des Londoner Nightlifes – mit dem Unterschied, dass das Nachtleben in Berlin für den Durchschnittsverdiener deutlich bezahlbarer ist.

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Die deutsche Version der „Stadt, die niemals schläft“ hat noch mehr zu bieten als lange Nächte und gute Musik. Keine andere deutsche Stadt weist eine derart hohe Dichte an Spielhallen und Casinos auf wie Berlin. Das erste Casino der Hauptstadt wurde am 1. Oktober 1975 im damaligen Westberlin geöffnet. Dort versuchten die Spieler auf 3.000 Quadratmetern ihr Glück. Das Casino Berlin war bereits das 18. Casino in Deutschland. Zu den beliebtesten Casinos in Berlin gehören die Spielbank am Potsdamer Platz, die Spielbank Berlin am Fernsehturm, Automatenspiel & Pokerfloor Hasenheide in Neukölln, die Casino Merkur Spielothek am Kurfürstendamm und das Automatencasino Vulkan Stern in Charlottenburg. Allein die Spielbank Berlin am Potsdamer platzt lockt täglich mehr als 1.500 Berliner an ihre Spieltische und Automaten.

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Es ist nicht allzu lange her, als eine Berlinerin an einem Spielautomaten den Jackpot geknackt hat und schlagartig um eine stolze Summe von 556.000 Euro reicher wurde. Insbesondere in den Casinos am Potsdamer Platz und am Fernsehturm werden die „großen Spiele“ gespielt: Roulette und Black jack in der Live-Version. Der Mindesteinsatz für Französisches Roulette beträgt im Schnitt fünf Euro; die maximale Summe pro Runde auf einfache Chancen rund 10.000 Euro. An den Quick-Tables wird Amerikanisches Routlette gespielt. Für Blackjack werden in den Casinos regelmäßig Turniere veranstaltet, bei denen die Spieler Preisgelder von mehr als 1.000 Euro erwarten. Kein Wunder also, dass in Berlin gezockt wird, bis der Morgen graut. Kaum einer widersteht dem Charme der Kunst-, Kultur- und Start-up-Hochburg. Allein im Jahr 2014 zogen mehr als 40.000 Menschen nach Berlin. Die Stadt an der Spree steht nicht nur für Unterhaltung, kulturelle Vielfalt und berufliche Entfaltung, sondern vor allem auch für einen entspannten Lebensstil. Die meisten Zugezogenen wünschen sich einen Ort, an dem sie sich entfalten, gehen lassen und einfach sie selbst sein können. In der Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten sind sie damit natürlich genau richtig.