Raus aus dem Paradies, rein in das Chaos? Mit seiner fünften Ausgabe thematisiert der A Space Under Construction vom 30.3. bis 2.4. die Themen Verlust und Neuanfang audiovisuell.


Gleich fünf Künstler präsentieren für die interdisziplinäre Werkschau „Paradise lost“ ihre Avantgarde-Werke im hauseigenen Kunstraum des Ritter Butzke. Zusammen begeben sie sich auf die Suche nach verlorenen Paradiesen und untersuchen den Sündenfall als Aufbruch in neue Welten. Ihre These: Erst durch die Vertreibung aus dem Paradies kam das Abmessen der Zeit – und damit die Endlichkeit. Das erste Mal wird die Ausstellung dafür in eine konzeptionelle Party überführt, denn auch rund um den Dancefloor – der wohl größten Utopie von Freiheit – wird es im Anschluss an die Ausstellung Arbeiten zu sehen und zu hören geben. 

Am Anfang war der Knall

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© Lars Plessentin – Crystal Blue

Lars Plessentin stellt in diesem Kontext mit seinen chemisch manipulierten, experimentellen Fotografien die Welterschaffung und den Zeitbeginn dar. Es sind kosmische Collagen von werdenden Sonnensystemen, die in den direkten Kontrast zu seinen dystopischen Aufnahmen von tropischen Landschaften  gestellt werden. Sphärische Dimensionen treffen dabei auf grelle, überzeichnete Farbfelder, die den Status quo des verlorenen Paradieses verbildlichen. 

Reiner Zufall?

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© Robert Seidel – Vitreous

Robert Seidel widmet sich dem Prozess des Werdens hingegen mit großformatigen Raumprojektionen von Explosionen. Aus dem Chaos heraus entstehen dabei scheinbar zufällig neue Formation. Um den Zufall und seine Unberechenbarkeit geht es auch bei Tom Kretschmers kinetischer Kunst: Basierend auf Wellen und Reflektieren entsteht in Echtzeit eine Installation, deren Vibrationen in hörbare Soundscapes umgesetzt werden. Das Duo Akrobat & Astvaldur vertont parallel dazu seine Version vom verlorenen Paradies – irgendwo zwischen Schmerzerfahrung und kreativem Neubeginn. 

ASUC – Lost in Paradise
30.3. – 2.4.
Freier Eintritt