In unserer Rubrik Shortcuts stellen wir Euch regelmäßig junge Berliner Musiker vor, die den großen Sprung noch vor sich haben. Oder auch nicht. Dass weiß man leider nie so genau. An uns soll es jedenfalls nicht scheitern.

Aus Köln kommt wohl das spannendste Projekt der hiesigen Musikszenerie: Venom is Bliss vereinen Indie mit Electronica und Pop – und könnten damit sogar die Billboard Charts anführen. Zeitlose Musik, die zum Träumen und Tanzen gleichermaßen einlädt. Wir sind uns sicher, dass dieses Quintett schon sehr bald einen Til-Schweiger-Film untermalt oder den Soundtrack deines Jahres bilden können (beides geht ja nicht) – wir haben die Jungs mal ausgefragt.

Welcher Anekdote entspringt der Künstlername?

Unser Name entspringt dem englischen Sprichwort „ignorance is bliss“. Wir überlassen den Rest aber gern der Phantasie, denn eine perfekte Erklärung für den Namen gibt es nicht. Immerhin gab es zu „Venom Is Bliss“ vor Bandgründung auch 0 Beiträge auf Google. Das ist für uns auf jeden Fall ein Vorteil gegenüber Bands wie „The Internet“, „Yes“ oder „!!!“.

Welche drei musikalischen Legenden könnten eine Referenz zu eurer Musik sein?

David Bowie: David Bowie hat einfach immer gemacht, worauf er Lust hatte, hat sich an keine Konventionen gehalten und hatte dabei wahnsinnig viel Stil. Nach dem Release seines neuen Albums „Blackstar“, was übrigens überragend ist, haben wir sehr auf ein paar Live Termine in Deutschland gehofft. Sein Tod hat uns ziemlich mitgenommen. 

Pink Floyd: „The Dark Side of the Moon“ und „Wish you were here“ gehören für uns immer noch zu den besten Alben aller Zeiten!

Björk: Irgendwie hat es Björk geschafft, zu den größten Künstlern der Welt zu gehören, ohne jemals einen typischen Nr. 1 Radiohit gehabt zu haben. Gerade der Einsatz von elektronischen und sphärischen Elementen hat unsere Musik von Anfang an auf jeden Fall sehr geprägt.

Für wen würdet Ihr gerne mal als Support bei einer Show eröffnen?

Eine der besten Livebands der Welt sind auf jeden Fall Radiohead. Die würden wir natürlich wahnsinnig gerne mal supporten. Die Frage ist nur, ob die sich das genau so sehr wünschen wie wir. Wäre schon eine Ehre genug, wenn die Band mal einen Song von uns hören würde! Benni hat die Jungs mal live gesehen und schwärmt noch heute davon.

Letztes Jahr haben einige unserer Lieblingsbands wie Everything Everything, Tame Impala oder Mutemath außerdem wahnsinnig gute Alben veröffentlicht. Wenn so eine Band uns fragen würde, wären wir natürlich sofort dabei!

Welcher One-Liner würde als Empfehlungs-Sticker auf eurem Album kleben?

"Buy it! Do it! Just do it!"

Eure Berliner Lieblingslocation?

Wir haben vor einiger Zeit im alten „White Trash“ gespielt. Die Mischung aus Burgerrestaurant, Live Location und Tattoostudio ist auf jeden Fall einzigartig! Außerdem würden wir uns sehr freuen, mal wieder im „Musik & Frieden“ (Ex-Magnet Club) in Kreuzberg zu spielen! Dort haben wir auch schon das ein oder andere richtig gute Konzert gesehen! Jedes Mal, wenn wir in Berlin oder Umgebung unterwegs sind, ist ein Besuch bei Mustafas Gemüsekebab am Mehringdamm außerdem ein absolutes Muss! Wir essen halt wirklich gerne!

Diesen Song hätten wir selber gerne geschrieben:

Rangleklods – Lost U

Rangleklods haben wir 2014 auf dem Dortmunder Way Back When Festival entdeckt und total abgefeiert. Als ein Jahr später das neue Album kam hat uns vor allem der Track „Lost U“ gecatcht! Wer verstehen will warum, muss sich den Song einfach mal geben. Außerdem würde es unglaublich viel Spaß machen, den Song mal als Band zu spielen!

Und für diesen Film hätten wir sehr gerne den Soundtrack geschrieben:

Auf jeden Fall wären wir gerne Teil des Soundtracks von „Donnie Darko“ gewesen! Und dann mit einem ruhigen atmosphärischen Track.

Hier trifft man Euch außerhalb der Musik mal an:

Auf Essenssuche im Kölner Agnesviertel! Aber Spaß beiseite, wir hören und machen hauptsächlich viel Musik, gehen auf Konzerte und streiten uns über den neuen Star Wars Film. Philipp ist außerdem talentierter Klamottenverkäufer, Benni produziert Videos und Dennis arbeitet in einem Tonstudio. Am häufigsten trifft man uns alle zusammen aber wahrscheinlich bei „Bay Area Burritos“ in Köln an. Empfehlung!

Euer Ausgehtipp für Wochenendabenden in der Hauptstadt?

Der beste Start für einen perfekten Abend ist ein geiles Konzert, danach einen leckeren Burger vom Burgermeister am Schlesischen Tor zur Stärkung und dann auf ein paar Bier und Pfeffi in die Fette Ecke, ins Oberbaumeck oder in den Monarch nach Kreuzberg. Wenn man dort nicht versackt, geht es zum Feiern noch ins Musik & Frieden, ins Astra (Empfehlung: die „Astra! Astra! Party! Hits!“ Parties) oder sonst auch ins Prince Charles oder in die Ritter Butzke.

Fakten:

Gründung: 2013
Genre: Indietronic
Bandmitglieder: Benjamin Benson, Dennis Dryja. Felix Mansius, Nadir Alami, Philipp Stevens
Homepage

Foto ©: Viktor Schanz